Reichlich DM-Normen für den hessischen Nachwuchs bei den Titelkämpfen im Sportzentrum Kalbach
  25.01.2023 •     HLV , Wettkampfsport


Die Leichtathletik-Jugend der U20 zeigte bei den Landesmeisterschaften unter dem Hallendach eine ganze Reihe starker Leistungen. Rund 30 geknackte Normen für die deutschen Jugend-Meisterschaften sind eine Ausbeute, die sich allemal sehen lassen kann.
Im Kurzsprint wurde Juan-Sebastian Kleta (TV Gelnhausen) seiner Favoritenrolle vollauf gerecht und setzte sich mit 6,94 Sekunden (ZL 6,91 sec.) gegen Elias Maurer (TSV Amicitia Viernheim/7,04 sec.) und Elias Stork (Wiesbadener LV/7,06 sec.) durch. Auf der Hallenrunde hatte nach 22,26 Sekunden Elias Maurer vor Elias Stork (22,34 sec.) und Finn Kohlenbach (Königsteiner LV/22,37 sec.) die Nase vorne. Bei den 400 Metern reichten Erik Schmerler (TV Groß-Gerau) 51,48 Sekunden zum Sieg.
Hochklassig waren die 800 Meter besetzt, konnten doch gleich sieben Jungs eine Meldeleistung unter zwei Minuten vorweisen. Luis Börkey (Wiesbadener LV) suchte sein Heil in der Flucht und war dem Feld mit einem mutigen Alleingang weit enteilt. Doch die Verfolger gaben nicht auf. Eingangs der Zielgeraden zog mit einem harten Spurt Louis Buschbeck (Königsteiner LV) vorbei und schnappte sich mit 1:57,63 Minuten den Sieg. In seinem Schlepptau Andrii Shymchuk. Der junge Ukrainer gehört noch der jüngeren U18 an und sorgte mit 1:57,68 Minuten für einen Königsteiner Doppelsieg. Auch Tristan Kaufhold (SSC Hanau-Rodenbach/1:58,22 min,) fing den „Frontläufer“ Börkey noch ab, dem nur der ungeliebte vierte Platz (1:58,63 min.) blieb.
Die 1500 Meter waren ein „Warmlaufen“ über 1000 Meter, denen ziemlich flotte 500 Meter folgten. Hier hatte Moritz Kleesiek (LT Kassel) mit 4:14,33 Minuten die besten Beine. Tristan Kaufhold sackte als Zweiter (4:14,36 min.) seine zweite HM-Medaillle ein. Über die 60 Meter Hürden löste Arik Sürek (Wiesbadener LV/8,50 sec.) das DM-Ticket. Auch die beiden Hochspringer Maximilian Grün (ASC Darmstadt/1,98 m) sowie Julian Eufinger (TG Camberg/1,95 m) können für die Jugend-Titelkämpfe in Dortmund planen. Die Startgemeinschaft „Königstein/Groß-Gerau/Kronberg“ (Schmerler, Kohlenbach, Müller, Rubel) stürmte mit 1:29,53 Minuten (und über sechs Sekunden Vorsprung) zur DM in die Westfalenhalle. Mit dem Stab holte Nick Lehl (TSG Wehrheim/4,50 m) die Goldmedaille. Weitenjäger Julian Holuschek (Eintracht Frankfurt) lieferte mit 7,09 Metern einmal mehr eine Siebenerweite ab. Niklas Stroh (ASC Darmstadt) landete im Dreisprung bei 13,61 Metern im Sand. Neun Zentimeter mehr hätten die DM-Fahrkarte bedeutet. Tim Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim), im Freien eher mit dem Hammer aktiv, dominierte mit 15,16 Metern das Kugelstoßen.
Holly Okuku (Sprintteam Wetzlar) hatte mit 7,49 Sekunden erwartungsgemäß die 60 Meter vor Carolin Schlung (SSC Bad Sooden-Allendorf/7,57 sec.) und Josephine Otto (Wiesbadener LV/7,68 sec.) im Griff. Schlung konnte in 24,67 Sekunden den 200-Meter-Titel vor Vivian Groppe (MT Melsungen/25,53 sec.) bejubeln. Über 400 Meter ließ Paula Pelzer (ASC Darmstadt) mit starken 57,08 Sekunden nichts anbrennen. Mit Pauline Kleesiek (LAV Kassel) setzte sich eine U18-Läuferin über 1500 Meter (5:04,16 min.) durch. Finja Köchling (Eintracht Frankfurt) trug sich mit 8,82 Sekunden bei den 60 Meter Hürden in die Liste der Siegerinnen ein. Zweite wurde hier Mehrkämpferin Hannah Bayer (SG DJK Hattersheim/9,03 sec.). Die Eintracht-Staffel (Badenhausen, Kühn, Sbrzesny, Köchling) war über 4x200 Meter (1:43,51 Minuten) der Konkurrenz haushoch überlegen. Masha-Sol Gelitz (GSV Eintracht Baunatal) nahm die Titel im Weit- (5,74 m) und Dreisprung (11,94 m) mit nach Nordhessen.