Riesige Edelmetall-Ausbeute für Hessen bei der Crosslauf-DM. Über 20 Medaillen bei den letzten Titelkämpfen des Jahres.
  21.12.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Das kann sich sehen lassen. Die Starterinnen und Starter aus den 22 hessischen Vereinen haben sich bei den deutschen Crosslauf-Meisterschaften in Sonsbeck mit insgesamt 21 Medaillen vorweihnachtlich beschert. 

Bei der Langstrecke der Männer über 10,1 Kilometer zog sich bereits auf der ersten von fünf zu laufenden Runden das Feld weit auseinander. Mit dabei in der Spitzengruppe war auch Aaron Bienenfeld. Der in den USA studierende Athlet vom SSC Hanau-Rodenbach sorgte immer wieder mit dafür, dass das Tempo hochgehalten wird. Als es in die vierte Runde ging, verschärfte Samuel Fitwi Sibhatu (LG Vulkaneifel) nochmals die Fahrt. Die Attacke des Favoriten konnte keiner der Konkurrenten Paroli bieten, so dass der EM-Starter mit 33:00 Minuten seinen deutschen Titel erfolgreich verteidigen konnte. Die Vizemeisterschaft ging mit 33:16 Minuten an Davor Aaron Bienenfeld, der problemlos Jonatan Dahlke (TSV Bayer 04 Leverkusen/33:43 min.) auf Distanz halten konnte. Kilian Schreiner (ASC Breidenbach), der amtierende deutsche Marathon-Meister, erkämpfte sich mit 34:46 Minuten einen starken sechsten Platz. Nils Bergmann (TV Waldstraße Wiesbaden/18.) wurde mit 37:26 Minuten gestoppt.

Zusammen mit den Männern ging die U23 auf Titeljagd. Auch hier gab es eine Vize-Meisterschaft für die „Läufer-Hochburg“ Hanau-Rodenbach. Julius Hild (SSC) musste nach 34:55 Minuten lediglich Tobias Ulbrich (LG Region Landshut/34:26 min.) den Vortritt lassen. Marius Abele (7. mit 36:24 min.) sowie Dominik Müller (10. nach 37:01 min.) sorgten dafür, dass Mannschaft-Gold in der U23 nach Hessen ging.  Doch damit nicht genug, denn auch bei den Männer-Mannschaften (hier wird die U23 in die Wertung integriert) durfte der SSC Hanau-Rodenbach ganz oben aufs Treppchen klettern. Das Trio in der Besetzung Aaron Davor Bienenfeld, Julius Hild und Marius Abele setzte sich mit 1:44:35 Stunden gegen die LG Braunschweig (1:45:57 std.) und neun weitere Teams durch.

Einen schweren Stand hatten die heimischen Vertreter auf der Mittelstrecke (4,1 km). Julius Martin (SSC Hanau Rodenbach/14:36 min.) zog sich als 32. Passabel aus der Affäre. Der VfL Marburg stellte mit Clemens Möller (51.), Jakob Möller (59.) und Christoph Rothmann (55.) eine Mannschaft, die sich am Ende auf Position 19. wiederfand.

Knapp 100 Frauen (Hauptklasse, U23, Seniorinnen W35-45) nahmen die 6,1 Kilometer auf dem weichen Wiesengelände in Sonsbeck in Angriff. Bereits auf der ersten von drei Runden war schnell klar, dass der Sieg an Alina Reh (SSC Berlin) gehen würde. Die EM-Dritte von Dublin flog leichtfüßig über den Kurs und lief im Alleingang mit 21:44 Minuten zum Sieg. Lea Meyer (VfL Löningen) hatte als Zweite (22:25 min.) bereits einen größeren Rückstand. Eine richtig spannende Angelegenheit war der Kampf um den dritten Platz in der Gesamtwertung. Kurz vor der Ziellinie sah es so aus, dass Domenika (LG Telis Finanz Regensburg) die Sache zu ihren Gunsten entscheiden würde. Mit einem fulminanten Spurt kam Eva Dieterich (Laufteam Kassel) immer näher und stürmte neben der W30-Athletin aus Bayern ins Ziel. Beide Läuferinnen wurden mit 22:32 Minuten gestoppt und vom Kampfgericht zusammen auf den dritten Platz gesetzt. Mayer war damit auch schnellste AK-Athletin (W30) im Feld. Dieterich entschied die U23 zu ihren Gunsten, bestätigte damit ihren tollen Auftritt bei der Cross-EM in Dublin und hatte bei der Rückreise aus Sonsbeck zwei Medaillen (Dritte bei den Frauen & Siegerin in der U23) im Gepäck.

Franziska Althaus (TV Waldstraße Wiesbaden/18. Gesamt) konnte nach glatten 24 Minuten (10. Hauptklasse) wieder durchschnaufen.  Lisa Oed (SSC Hanau Rodenbach) beendete ihr Wettkampfjahr als Neunte (24:09 Minuten) der U23 und Simone Raatz (ASC Darmstadt/44. Gesamt) war in Nordrhein-Westfalen mit 26:22 Minuten schnellste hessische Seniorin und konnte den DM-Titel in der W45 bejubeln.  

Bastian Mrochen (LG Reinhardswald) drückte bei den Jungs der U20 gleich von Anfang an aufs Tempo und führte das Feld über die 6100 Meter teilweise an. Schnell hatte sich ein Trio etwas abgesetzt und machte die Medaillen unter sich aus. Auf der Schlussrunde konnte sich aus dieser Truppe Tom Förster (LG Vogtland) ein wenig lösen und in 20:40 Minuten zum Titel stürmen. Sieben Sekunden dahinter machte Mrochen die Vizemeisterschaft klar. Bastian bestätigte damit seinen guten Lauf von der Cross-EM. Dort war Sieger Tom Förster nicht mit von der Partie. Der konditionsstarke Sachse war bei den beiden Quali-Rennen (Darmstadt & Pforzheim) nicht am Start und konnte somit nicht nominiert werden. Der dritte Platz bei der DM wurde mit 20:52 Minuten eine Beute von Kurt Lauer (LAZ Ludwigsburg). Den starken „hessischen“ Auftritt in der U20 komplettierten Anas Belfqih (TV Waldstraße Wiesbaden/21:26 min.) als Sechster sowie Conrad Heinemann (Königsteiner LV/21:30 min.) auf dem neunten Platz.  (wird fortgesetzt)