Neue Weltjahresbestzeit der Frauen über 4x100 Meter zu 50% in hessischer Hand - Lisa Mayer und Rebekka Haase gehörten bei der "Gala" in Regensburg zum schnellen DLV-Team
  23.06.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Die deutschen Sprinterinnen glänzten bei der „Sparkassen-Gala“ in Regensburg in 42,38 Sekunden mit einer neuen Weltjahresbestzeit über 4x100 Meter. Beteiligt an diesem Sturmlauf waren auch zwei hessische Athletinnen. Nach Startläuferin Alexandra Burghardt (LG Gendorf Wacker Burghausen) übernahm auf der Gegengeraden Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar) den Staffelstab und wechselte auf Tatjana Pinto (LC Paderborn), die dann Schlussläuferin Rebekka Haase (ebenfalls Sprintteam) auf die Reise schickte. Damit setzte das DLV-Quartett ein Ausrufezeichen in Richtung Olympia und unterstrich ihr Potential. Beim Team-Europacup in Chorzow/POL war ja noch Sand im Getriebe und die deutsche Equipe kam nicht ins Ziel.

„Die Wechsel waren alle drei noch ausbaufähig, aber wichtiger war heute, dass wir um die Runde kommen, ein gutes Gefühl haben und eine gute Zeit laufen. Damit war ich sehr zufrieden. Bei unserem Staffel-Lehrgang vor den Olympischen Spielen in Kienbaum werden wir nochmal an den Wechseln feilen“, berichtet Sprint-Bundestrainer Ronald Stein.

Auch „einzeln“ waren die beiden Sprintteam-Athletinnen noch unterwegs. Lisa Mayer erzielte im Vorlauf gute 11,21 Sekunden und steigerte sich dann als Siegerin im Finale auf ganz starke 11,16 Sekunden. Damit blieb die deutsche Vizemeisterin von Braunschweig nur um 0,04 Sekunden über ihrer Jahresbestzeit. Einem separaten „DLV-Einladungslauf“ gewann bei leichtem Gegenwind (- 0,7 m/sec.) Teamkollegin Rebekka Haase (11,45 sec.). Ihren dritten Start an diesem Tag absolvierte Haase dann noch über 200 Meter (23,15 sec.) und wurde hier Dritte hinter Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF/22,96 sec.) und Alexandra Burghardt (23,00 sec.). Deborah Levi (Sprintteam) kam mit 11,83 Sekunden nicht an ihre Jahresbestmarke von 11,70 Sekunden ran. Anna-Maria Hofmann (Eintracht Frankfurt/U23) verbesserte sich auf der Stadionrunde auf 54,94 Sekunden. Hawa Jalloh (Wiesbadener LV/noch U20) lief die 100 Meter Hürden bei den Frauen mit und wurde hier mit 13,86 Sekunden (Vorlauf 13,78 sec.) Sechste. Ein Klasse für sich ist nach wie vor Antonia Dellert (Sprintteam Wetzlar), die in 11,64 Sekunden die 100 Meter  der U20 dominierte. Mit der im Vorlauf erzielten Jahresbestzeit von 11,60 Sekunden sprintete Antonia auf den siebten Platz der europäischen Jahresbestenliste und ist damit eine Kandidatin für Finale der kontinentalen Titelkämpfe der U20 in Tallinn/EST. Über 200 Meter war Holly Okuku (GSV Eintracht Baunatal) nicht zu schlagen. Die Nordhessin gehört sogar noch der U18 an und stellte mit 24,02 Sekunden eine neue Bestzeit auf. Charlize Boykin (Eintracht Frankfurt/U20) wurde hier mit 24,86 Sekunden Dritte und hatte damit ebenfalls eine neue „PB“ im Gepäck. Auch beim weiblichen Nachwuchs testete der DLV seine Staffeln für die anstehenden internationalen Aufgaben. Über 4x100 Meter setzte sich DLV II (mit Holly Okuku auf Position vier) in 45,04 Sekunden gegen die erste DLV-Staffel (mit Antonia Dellert auf 3) durch, die mit 45,16 Sekunden gestoppt wurde.

Drei hessische Sprinter waren im Einladungsrennen des DLV über 100 Meter mit von der Partie. Michael Pohl (Sprintteam Wetzlar) wurde in 10,37 Sekunden und nur knapp über seiner Saisonbestmarke (10,35 sec.). Steven Müller (LG OVAG Friedberg-Fauerbach/5.) markierte in 10,47 Sekunden eine „SB“. Für Elias Goer (Sprintteam/U23) wurden 10,81 Sekunden (8. mit SB) gestoppt. Im offenen Rennen erzielte Hürdenspezialist Georg Fleischhauer (Eintracht) 10,60 Sekunden (SB). Auf der 200-Meter-Distanz kamen Fleischauer (21,37 sec.) und Müller (22,05 sec.) nicht an ihr normales Leistungsniveau ran. Luke Campbell ging die 400 Meter Hürden gewohnt schnell an, konnte das recht flotte Tempo aber nicht ganz bis zum Ende halten. Der Eintrachtler, er lieferte mit mit 49,79 Sekunden (2.) eine Saisonbestmarke, wurde aber noch von seinem Vereinskollegen Joshua Abuaku abgefangen. Der holte sich in 49,63 Sekunden (SB) den Tagessieg. Michael Pohl kam als Startläufer noch in der zweiten DLV-Staffel (38,88 sec.) zum Einsatz. Constantin Derzbach (LG Seligenstadt) schrammte bei den U20ern im 100 Meter Vorlauf (11,05 sec. SB) nur knapp an einer Zehner-Zeit vorbei und wurde im Finale Achter (11,16 sec.).