Junges HLV-Team mit sechs Disziplin-Siegen beim U18 Länderkampf gegen Baden-Württemberg und Bayern
  23.05.2021 •     Jugend , Wettkampfsport


Einen schweren Stand hatte der hessische Leichtathletik-Nachwuchs, der beim U18 Verbände-Vergleichskampf „Baden-Württemberg - Bayern“ in Ulm für die Jungs und Mädels aus Tirol eingesprungen war. Der Nachwuchs aus Italien konnte wegen der Corona-Pandemie leider nicht anreisen. „Der Vorlauf für unsere Mannschaft war mit gerade einmal zwei Wochen doch recht kurz. Da einige Athleten bereits bei anderen Sportfesten fest zugesagt hatten, konnten wir nicht in Bestbesetzung anreisen. Zudem hatten wir einige Youngster der Jahrgänge 2006 und 2007 im Team. Da ging es in erster Linie um das Sammeln von Erfahrung bei einem hochwertigen Wettkampf. Unterm Strich haben sich unsere Starter wacker geschlagen. Uns war von Anfang an klar, dass es sehr schwer werden würde, hier reihenweise Top-Platzierungen einzusammeln“, so Mehrkampf-Cheftrainer Philipp Schlesinger. Die HLV-Jungs sammelten 31 Punkte und hatten damit noch ein wenig Kontakt zur Konkurrenz aus Bayern (34 Punkte) und Baden-Württemberg (37 Pkt.). Bei den Mädels gab es „reichlich Luft nach oben“. Mit lediglich 26 Zählern  bestand eigentlich nie die Chance, Baden-Württemberg (40 Pkt.) oder Bayern (41 Pkt.) ein wenig gefährlich zu werden. Damit war klar, dass in der Gesamtwertung für den HLV-Nachwuchs der dritte Platz (57 Pkt.) notiert wurde. An der Spitze setzte sich auf heimischen Boden Baden-Württemberg (77 Pkt.) knapp gegen Bayern (75 Pkt.) durch. Die Lokalmatadoren glänzten mit gleich fünf neuen deutschen Jahresbestleistungen!

Die Hessen hatten bei der Heimreise sechs Einzelsiege im Gepäck. Jonas Helfrich (LG VfL/SSG Bensheim) gewann mit 6:15,74 Minuten die 2000 Meter Hindernis und knackte dabei locker die DM-Norm für Rostock. Eine eher knappe Angelegenheit waren die 1500 Meter. In einem eher etwas ruhiger gestalteten Rennen setzte sich Tristan Kaufhold (SSC Hanau-Rodenbach) in 4:25,74 Minuten mit 0,24 Sekunden Vorsprung gegen Arno Crepin (Spvgg Feuerbach) durch. Mehrkämpfer Friedrich Schulze (TV Gelnhausen) hielt bei den Höhenjagd die reinen Sprungspezialisten in Schach. Mit überquerten 1,97 Metern dürfte Friedrich auch bei der „DM“ springen. In Ulm hatte Nils Kremling (TSV Wendelstein/1,94 m) das Nachsehen. Eine extrem spannende Angelegenheit war das Diskuswerfen. Jakob Nützel (TSV Freystadt) ging mit seinem ersten Wurf auf 45,47 Metern in Führung, wurde aber umgehend von Andre Luis (MT Melsungen) ausgekontert, der sein 1,5 Kilogramm schweres Sportgerät auf 46,39 Meter beförderte. In der vierten Runde ging der Konkurrent aus Bayern mit 46,77 Meter wieder in Führung. Luis, Schützling des Ex-Internationalen Alwin Wagner, legte mit seinem letzten Wurf winzige zwei Zentimeter drauf und holte mit 46,79 Metern den Tagessieg. Erwähnenswert auch die Weitsprungleistung von Raphael Botta (TSV Viernheim). Der Youngster gehört nämlich noch der Schülerklasse M15 an und hatte im Donau-Stadion erst nach starken 6,64 Metern wieder Bodenkontakt.  Marc Mercier (ASC Darmstadt/Jhg. 2004) sprang mit 6,66 Metern nur knapp weiter und holte somit die Punkte für Hessen. Absolut überragend war hier die Siegesweite von Noah Fischer (TV Herbolzheim), der auf satte 7,10 Meter flog.

Bei den Mädels trug sich Vivian Groppe (MT Melsungen) über 200 Meter mit 24,57 Sekunden in die Siegerliste ein, machte an die DM-Norm (25,70 sec.) erneut einen Haken und ließ Annika Just (LAC Passau/24,80 sec.) sicher hinter sich. Curley Brown (Eintracht Frankfurt) hatte im Diskusring den richtigen Dreh raus. Die Adlerträgerin, sie ist noch Schülerin der W5, löste mit ihrem dritten Wurf auf 45,15 Meter ihre Vereins- und Trainingskollegin Lena Weinrauch (44,47 m) von der Spitze ab und tütete damit drei Punkte für Hessen ein.