Eindrücke vom Trainingslager in Kienbaum
  17.10.2017


Mit den Trainern Regine Isele, Philipp Schlesinger und Benjamin Stalf haben die hessischen Kaderblöcke Wurf, Mehrkampf und Laufen ihr einwöchiges Herbst-Trainingslager in Kienbaum hinter sich gebracht. Wie ist es gewesen? Was wurde trainiert - und ansonsten so gemacht? Für hlv.de haben wie im Vorjahr einige Teilnehmer dankenswerterweise ihre Eindrücke zusammengefasst. Den Anfang macht das Team Lauf, dann folgen Mehrkampf und Wurf.

Nach einer langen, staureichen Busfahrt kamen wir im Leistungszentrum in Kienbaum an. Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten, stand auch schon der erste längere Lauf auf dem Plan. Diesen meisterten wir alle mit großer Motivation. In den nächsten Tagen ging es meist mit Laufen oder Schwimmen los - und danach gleich zum Frühstück, um Kraft für den weiteren Tag zu tanken.<ENDE/>
Vormittags liefen wir meistens in der Halle, Tempoläufe auf der Bahn und Bergläufe absolvierten wir im Freien. Diese Läufe konnten wir trotz der Altersunterschiede in gleichstarken Gruppen hinter uns bringen. Am letzten Tag waren alle bereit für die längste und harte Einheit, den Dauerlauf. Während wir unsere Kilometer abspulten, nutzten die Verletzten die Chance und trainierten alternativ auf dem Fahrrad oder beim Aqua Jogging. Nach den harten Übungseinheiten wurde der nahegelegenen See oder auch die Sauna gerne zur Regeneration genutzt. Nach dem Abendessen kam es dann meist zu einer lustigen Spielrunde und wir ließen den Abend zusammen ausklingen. Ab 22.30Uhr hieß es: Licht aus und schlafen. Insgesamt war es ein sehr aufregendes, aber auch anstrengendes Trainingslager. Wir denken, dass die Athleten sich gut auf die Wintersaison vorbereiten konnten.
Jule Behrens und Johanna Uherek für das Team Lauf

Für uns Mehrkämpfer ist das Herbsttrainingslager ein wichtiger Grundstein in der Saisonvorbereitung. Es gilt, allgemeine Grundlagen aufzubauen und Defizite auszugleichen. Unser Landeskadertrainer Philipp Schlesinger macht sich im Voraus immer viele Gedanken, wie er uns möglichst effektiv an unsere jeweiligen Leistungsgrenzen bringen kann.
Neben einigen Spieleinheiten wie Völkerball oder Frisbee waren Stabilisations- und Krafteinheiten die anstrengendsten Trainingsinhalte; darüber hinaus gab es natürlich auch Techniktraining. Da wir uns in der Aufbauphase befinden, übten wir dabei Hochsprung und Hürdenlaufen auch mal mit unserer schwächeren Seite, liefen also von der anderen Seite an als üblich und gingen mit dem „falschen“ Bein zuerst über die Hürden. Auch wenn das bei manchem nicht so beliebt ist, ist es nicht zuletzt ein guter Spaßfaktor. Nach dem Krafttraining forderten uns oft noch Tempoläufe. Damit hatten wir uns dann das super leckere Essen mehr als verdient!
Das Olympische und Paralympische Trainingszentrum Kienbaum bei Berlin bietet auch optimale Möglichkeiten, um nach dem Training ausreichend zu regenerieren. So konnten wir abends in die Sauna gehen, um unsere Muskeln zu entspannen, oder morgens alternativ im Wasser trainieren. Das stellte für die meisten von uns zwar eine weitaus größere Herausforderung dar als das normale Joggen, aber Abwechslung darf in einem Trainingslager natürlich niemals fehlen.

Abseits des Sportplatzes wussten wir uns in der Freizeit mehr oder weniger sinnvoll zu beschäftigen. Während einige von uns leider zum Lernen verdammt waren, spielten die anderen Karten oder maßen der Regeneration den höchsten Wert zu - und schliefen.
Wir Mehrkämpfer bedanken uns bei unserem Landeskadertrainer Philipp für ein erneut sehr gelungenes Trainingslager! Besonders hat uns gefreut, dass er in einigen Trainingseinheiten wie bei den Tempoläufen und Turneinheiten sogar selbst aktiv dabei war. Auch im trainerinternen Hammerwurfduell hat sich unser Trainer gut verkauft. Wir hoffen, dass er trotzdem dem Mehrkampf und uns erhalten bleibt ;)
Wir gehen mit einem positiven, gestärkten Selbstbewusstsein und neuer Motivation der nächsten Saison entgegen und freuen uns darauf, in den ersten Wettkämpfen zeigen zu können, was wir drauf haben!
Lara Kohlenbach für das Team Mehrkampf

Auch dieses Jahr ging es für die HLV-Werfer wieder zum ersten Höhepunkt der neuen Trainingssaison in das Olympische und Paralympische Trainingszentrum Kienbaum. Unter der Leitung von Cheftrainerin Wurf Regine Isele ging das Trainingslager vom 8. bis zum 15. Oktober, unterstützt wurden die Werfer von Gabi Wolfarth, der ehemaligen Hammerwerferin aus Frankfurt. Schon am ersten Tag bei den Dehnübungen wurde jedem klar, dass hier viel und hart trainiert wird. Trotz des umfangreichen Trainingsprogramms - auf dem Plan standen Kraftzirkel, Technikeinheiten, Koordinationsübungen, viele vorbereitenden Läufe, Ballspiele , ein gemeinsames Frisbee-Turnier mit den Läufern und Mehrkämpfern oder der allseits beliebte Potsdamer Zirkel, der für großes Stöhnen sorgte - blieb noch genug Zeit für lustige Spielereien, wie dem regenerativen Gang in den kalten See, der Regeneration in Sauna und Whirlpool, dem traditionellen Kegelturnier und dem gemeinsamen Filme schauen.

Die komplette Gruppe, die aus einem Großteil des hessischen Hammerwurfkaders und zwei Speerwerfern bestand, hatte sehr viel Spaß am Training, was natürlich durch häufiges Stöhnen und Gemecker gezeigt wurde. Dennoch wurde viel gelacht und gegenseitig motiviert, um immer alles zu geben und noch besser zu werden. Kienbaum bot auch für die „Invaliden“ die passenden Trainingsmöglichkeiten - so konnten einige unter der Aufsicht von Profi-Triathletin Natascha Schmitt die Schwimmhalle zum Aquajogging nutzen. Die Trainingsinhalte wurden an das Alter angepasst und es herrschte eine harmonische und lustige Stimmung. Wie bei jedem Trainingslager wurde das Billardduell Jungs gegen Mädchen fortgeführt, diesmal mit einem gerechten Gleichstand.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kienbaum im Herbst 2017 ein schönes und produktives Trainingslager war, das das in schöner Erinnerung bleibt - auch durch den Muskelkater, den wir nächste Woche noch spüren werden.
Jana Lowka für das Team Wurf