DM-Titel im Neunkampf für Friedrich Schulze mit Hessenrekord!
  31.08.2020 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Besser geht’s nicht! Eine DM zu gewinnen, ist schon eine absolute Spitzen-Leistung. Wird dieses Resultat dann noch mit einem neuen Hessenrekord gekrönt, ist das ein absoluter Kracher. Dieses seltene Kunststück gelang bei den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften (U16) in Halle/Saale Friedrich Schulze. Der M15er im Trikot des TV Gelnhausen sammelte starke 5551 Punkte und löschte damit den sechs Jahre alten Hessenrekord aus der Statistik. Den hielt bisher Andreas Bechmann (LG Eintracht Frankfurt). Schulze verbesserte die alte Bestmarke gleich einmal um satte 109 Zähler!

Hervorragend waren sicherlich die 3,90 Meter im Stabhochsprung, starke 49,13 Meter im Diskusring sowie 1,92 im Hochsprung. Hinzu kamen noch 12,45 Sekunden im Sprint, 6,11 Meter bei der Weitenjagd (leider zu starke + 2,6 m/sec. Rückenwind), 14,49 Meter mit der Kugel11,74 Sekunden über die 80 Meter Hürden, 48,90 Meter mit dem Speer sowie 3:04,51 Minuten über die abschließenden 1000 Meter. Hier fiel dann auch die Entscheidung um den DM-Titel, denn die beiden Setzen-Athleten trennten am Ende lediglich 40 Punkte. Der letztendlich Zweitplatzierte, Amadeus Gräber (SV Leonardo-da-Vinci Nauen), konnte über 1000 Meter gegenüber dem Hessen nicht weit genug enteilen, um das Ding noch zu drehen.

„„Ich war richtig aufgeregt vor dem Start. Schließlich kann man nur einmal im Jahr Deutscher Meister werden. Es war nie klar, wer gewinnen sollte. Noch nicht mal auf den letzten 400 Metern. Ich bin richtig glücklich. Die DM war genau jener Wettkampf, worauf man sich das ganze Jahr vorbereitet hat. Die ganze Arbeit hat sich gelohnt“, jubelte der Schützling von Heimtrainerin Miriam Merx.

„Friedrich war vor der DM zwar Jahresbester, doch die drei besten Jungs in der Meldeliste trennten nur ungefähr 20 Punkte. So eine Führung auf dem Papier ist kein Selbstläufer. Besonders in diesen Altersklassen kann im Wettkampf sehr viel passieren und man kann nicht vorhersagen, was die Gegner dann bei der DM wirklich drauf haben. Eine Medaille war für uns aber ein realistisches Ziel“, berichtet HLV-Kadertrainer Philipp Schlesinger, bei dem Friedrich zwei bis drei Einheiten pro Woche am Landesstützpunkt an der Hahnstraße absolviert.

Auch Feliks Merkel (Wiesbadener LV) war bei den M15ern mit von der Partie. Der ehemalige Fußballer, er betreibt erst seit rund einem Jahr Leichtathletik, beendete den Neunkampf mit 4770 Punkten auf dem zehnten Platz. Für den Nachwuchsmann aus der Landeshauptstadt hätte es sogar noch weiter nach vorne gehen können. Doch ein Sturz an der zweiten Hürde machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Feliks rappelte sich jedoch schnell wieder auf, beendete die 80 Meter Hürden in 15,73 Sekunden und blieb so in der Wertung - wobei hier jedoch reichlich Punkte fehlten. Hinzu kamen noch 12,42 Sekunden (100 Meter), 5,98 Meter (Weitsprung), 12,82 Meter (Kugel), 1,80 Meter (Hochsprung), 40,31 Meter (Diskus), 3,00 Meter (Stabhochsprung), 30,56 Meter (Speer) und 3:36,69 Minuten (1000 Meter).

Das Hessen-Trio in Sachsen-Anhalt komplettierte Hannah Beyer von der SG Hattersheim. Sie beendete den Siebenkampf der W15 als Siebzehnte. Ihre 3559 Punkte setzten sich aus 13,07 Sekunden (100 Meter), 4,86 Meter (Weitsprung), 8,05 Meter (Kugel), 1,49 Meter (Hochsprung), 12,41 Sekunden (80 Meter Hürden), 31,20 Meter (Speer) und 2:31,60 Minuten (800 Meter) zusammen.