Deutsche Meisterschaften U23 in Koblenz (1. Tag): Vizemeisterschaft für Christoph Gleixner mit "SB" im Hammerwerfen - jeweils "Bronze" für Bastian Mrochen (5000 Meter) sowie Max Lehl (Stabhochsprung)
  27.06.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Der erste Tag der deutschen U23 Meisterschaften in Koblenz endete aus hessischer Sicht mit drei Medaillen. Gleich in der ersten Disziplin der Titelkämpfe, dem Hammerwerfen, musste Christoph Gleixner ran. Der Eintrachtler stellte im dritten Durchgang mit 64,30 Metern eine Saisonbestleistung auf und holte damit die Vizemeisterschaft. Trotzdem wirkte der Mann aus Frankfurt nicht sonderlich zufrieden. Der Sieg ging mit 65,35 Metern an Fabio Heßling (SV Go! Saar 05). Der hätte übrigens auch mit all seinen anderen Würfen der DM-Titel geholt. Mit von der Partie war auch noch Sebastian Arnold (TuS Weilmünster), der als Siebter auf 56,47 Meter kam und insgesamt fünf Würfe im Bereich von 54 Metern und weiter.

Bereits kurz nach dem Start der 5000 Meter war klar, dass hier nicht auf Zeit gelaufen wird. Der erste Kilometer wurde in 3:23 Minuten passiert, eher ein lockeres Jogging-Tempo für die acht Jungs. Erst auf den beiden letzten Runde wurde das Tempo dann deutlich angezogen. Elias Schreml holte sich in 15:40,03 Minuten den Titel, knapp vor Yassin Mohumed (15:40,47 min.). Somit hatten zwei Athleten von der LG Olympia Dortmund die Nase vorne. Das Podium bei diesem typischen Meisterschaftsrennen komplettierte als Dritter Bastian Mrochen (LG Reinhardswald/15:42,21 min.). Mit einem fulminanten Endspurt erkämpfte sich Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) mit 15:42,75 Minuten noch den vierten Platz.

Ein 18-Jähriger Youngster zeigte im Stabhochsprung den bis zu drei Jahre älteren Konkurrenten wies es geht. Luke Zenker (TSV Bayer 04 Leverkusen/Jahrgang 2003 und damit 1. Jahr U20) schwang sich im Oberwerth-Stadion über 5,10 Meter, stellte damit seine Bestmarke ein und schnappte sich den DM-Titel. Constantin Rutsch (LG Olympia Dortmund) meisterte als Zweiter glatte fünf Meter. Max Lehl (TSG Wehrheim), der mit einer Bestleistung von 5,02 Metern angereist war wurde Dritter. Der Schützling von Coach Dietmar Porsch packte die 4,70 Meter, 4,80 Meter und die 4,90 Meter jeweils im ersten Versuche, ehe es diesmal mit einem „Fünfer“ nicht klappte. Zwei weitere Springer packten ebenfalls noch die 4,90 Meter, doch Lehl hatte Dank der geringeren Anzahl an Fehlversuchen „Bronze“ sicher. Fairerweise muss noch erwähnt werden, dass das Top-Trio von der Abwesenheit von Bo Kanada Lita Baehre (Leverkusen) profitierte. Der überragende U23-Springer (Jahresbestleistung 5,70 m) verzichtete auf den sicheren DM-Titel, da er Sonntag bei den „True Athletics Classics“ daheim  in Leverkusen versuchen wird, die Olympia-Norm (5,80 m) zu knacken.

Einen souveränen Auftritt hatte Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau). Der große Titel-Favorit über 800 Meter war in seinem Vorlauf immer im Bilde und gewann das Rennen in 1:51,67 Minuten. Im gleich Lauf kämpfte auch Robin Pfahls (TV Gelnhausen/noch U20) um den Finaleinzug. Jedoch vergeblich. Seine 1:53,38 Minuten reichten leider nicht aus. Zum Weiterkommen über die Zeitregel wären 1:51,64 Minuten nötig gewesen. Unter dieser Marke blieb im zweiten Vorlauf mit 1:51:40 Minuten Maximilian Klink (LG Dornburg/5.).

Eine neue Bestzeit hatte Jeremy McQueen im Gepäck. Der Zehnkämpfer im Trikot der TSG Wehrheim steigerte sich über die 110 Meter Hürden gegen die reinen Disziplin-Spezialisten auf 14,83 Sekunden.

Beim weiblichen Nachwuchs war Charleen Zoschke ganz nah an einer Medaille dran. In der ersten Runde der Diskuskonkurrenz passte es bei der Eintracht-Werferin noch nicht. Dann folgten 51,15 und 52,28 Meter. Das bedeutete nach dem Vorkampf Platz drei. Doch die Freude darüber währte nicht lange, denn Michelle Santer (SV Preußen Berlin)  konterte gleich im vierten Durchgang mit 52,46 Meter und gab den dritten Platz dann auch nicht mehr ab. Charleen fehlten am Ende 19 Zentimeter zu Edelmetall. An der Spitze des Feldes warf Antonia Kinzel (SSV Ulm) den ein Kilogramm schweren Diskus mit 57,88 Metern in eine andere Dimension.

Über 100 Meter packte Lara Tornow (Sprintteam Wetzlar) die Endlaufteilnahme. Es war aber eine Millimeter-Entscheidung. Die Hessin hatte mit 11,89 Sekunden gegenüber den 11,90 Sekunden von Kathrin Grenda (LC Paderborn/11,90) ganz knapp das bessere Ende für sich. Im Finale musste die Hessin dann aber mit 12,07 Sekunden zufrieden sein.

Überzeugend der Auftritt von Sophia Vollmer (TV Wetzlar/noch U20), die in der neuen „SB“ von 2:08,71 Minuten die Teilnahme am 800-Meter-Finale klar machte. Ebenfalls eine Jahresbestzeit gab es für Anna-Maria Hoffmann (Eintracht Frankfurt), die auf der Stadionrunde mit 54,24 Sekunden gestoppt wurde. Damit kam sie aber nicht weiter, ebenso wie Laury Carilus (LAV Kassel) mit 14,61 Sekunden über die 100 Meter Hürden. Maren Guthier (TV Groß-Gerau) konnte das Finale über 3000 Meter Hindernis nicht beenden und stieg vorzeitig aus. Unter ihren Möglichkeiten blieb auch Sophie Ullrich (Wiesbadener LV). Nach zwei ungültigen Versuchen kam die Dreispringerin dann lediglich auf 11,98 Meter. Das reichte leider nicht für drei weitere Versuche bei den Top-Acht. Hierfür wären 12,30 Meter nötig gewesen.