Vanessa Grimm, Dennis Hutterer und Andreas Bechmann gehen beim Mehrkampf-Meeting in Götzis auf Punktejagd - kurzfristige Absage von Carolin Schäfer
  29.05.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Es ist angerichtet. Nachdem das „Hypo-Meeting“ in Götzis letztes Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, gibt es nun wieder Mehrkampf der internationalen Spitzenklasse in der kleinen Vorarlberg-Gemeinde. Zehn deutsche Asse haben eine Einladung nach Götzis erhalten, darunter auch vier Hessen. Für ein Trio ist es die Premiere.

Andreas Bechmann (Eintracht Frankfurt), er gehört noch der U23 an, möchte durchstarten und zeigen, was er drauf hat. Für den Sechsten der Hallen EM von Torun lief es bei den beiden Vorbereitungs-Meetings noch nicht so richtig rund. Bei den Vierkämpfen in Frankfurt und Neuwied war bei einigen Disziplinen noch Sand im Getriebe. Für Bechmann, dessen Hausrekord bei 8132 Punkten notiert, liegt der Fokus auf der Qualifikation für die U23 Europameisterschaften, die jüngst von Bergen (NOR) nach Tallinn (EST) verlegt wurden. Die für Olympia geforderten 8350 Punkte sind momentan eher unwahrscheinlich.

Dennis Hutterer hatte sich nach seinen beiden doch ein wenig überraschenden Siegen in Frankfurt und Neuwied „wettkampfstark“ präsentiert und damit für die begehrten Götzis-Startplätze ins Gespräch gebracht. Die Hoffnungen des Bauingenieur-Studenten wurden nicht enttäuscht. Der Schützling von Reiner Liese würde gerne an „alte Zeiten“ anknüpfen und sich wieder in Richtung seiner Bestmarke von 8032 Punkten bewegen. Die hat nämlich seit 2018 Bestand. Richtig gut drauf ist Vanessa Grimm vom Königsteiner LV, die in der Vorbereitung intensiv mit HLV-Coach Philipp Schlesinger gearbeitet hat, eine starke Hallensaison hatte und nur ganz knapp an einem Start bei Hallen-EM in Torun vorbei schrammte. Bei ihrem Götzis-Debüt möchte die Siebenkampf-Dritte der DM von Vaterstetten auf ihre Bestmarke von 6047 Punkten noch ein paar Zähler draufpacken.

Durch die Absage von Carolin Schäfer (Eintracht Frankfurt) ist aus dem hessischen Quartett nun ein Trio geworden.  Die Vize-Weltmeisterin von London (2017) sagte am Mittwoch ihren Start ab, nachdem in den letzten Wochen Nebenwirkungen der Corona-Impfung ein zielgerichtetes Training arg beeinträchtigt hatten. Ärgerlich, denn Schäfer war seit 2013 in Götzis durchgehend am Start. Jetzt gilt es, den vom DLV geforderten Leistungsnachweis für Tokio (6250 Punkte) in drei Wochen beim Mehrkampf-Meeting in Ratingen zu erbringen.

„Die Rahmenbedingungen hier stimmen. Wir hatten gestern hier bestes Wetter mit Temperaturen über 20 Grad. Auch für den heutigen Samstag stimmt die Vorhersage. Somit steht flotten Zeiten und guten Weiten eigentlich nichts im Wege“, berichtete HLV-Trainer Philipp Schlesinger telefonisch aus Götzis.