Süddeutsche Vizemeisterschaft für Kilian Schreiner
  20.03.2018 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Der Spaßfaktor für Teilnehmer bei süddeutschen 10.000 Meter Meisterschaften strebte gegen Null. Kein Wunder, mussten die Läufer auf den 25 Runden im Stadion „Am Weinweg“ von Regensburg doch gegen böigen Nordostwind und eiskalte Temperaturen ankämpfen.

Bei den Männern hatte sich dann auch schnell eine Mehrklassen-Gesellschaft gebildet. An der Spitze zog Lokalmatador Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) seine Kreise. Nach 30:02,02 Minuten war der Spuk für den Straßenlauf-Spezialisten, der sich in der Vorbereitung auf den Marathon in Hamburg (29. April) befindet, dann auch vorbei. Dass es nichts mit einer 29er Zeit vor dem Komma wurde, ist ganz klar den „Gefrierfach-Temperaturen“ geschuldet.   

Das Feld der Verfolger wurde dann von einem Hessen angeführt. Kilian Schreiner (ASC Breidenbach) holte sich in 30:36,19 Minuten die süddeutsche Vizemeisterschaft und unterbot bei der Kälteschlacht in der Oberpfalz gleichzeitig auch die Norm von 30:40 Minuten für die nationalen Titelkämpfe Mitte Mai in Pliezhausen. Respekt! Bei sicherlich deutlich besseren Bedingungen, könnte Schreiner dann seine Bestzeit ins Visier nehmen, die seit 2016 bei 30:00,08 Minuten steht.

Den Sprung unter die Top-Ten in der Domstadt packten aus Hessensicht noch Elias Chesire (TV Waldstraße Wiesbaden) mit 31:55,74 Minuten, der mit 32:28,47 Minuten Bestzeit laufende Breidenbacher  Alexander Hirschhäuser (7.) sowie sein Teamkollege Yibrah Gidey Kahsay (ASC Breidenbach) mit 33:02,72 Minuten. Marc Feussner (ebenfalls ASC Breidenbach/bereits M-35) wurde mit 34:13,64 Minuten (14.) gestoppt. 

Hessische Athletinnen waren in Regensburg nicht am Start. Für das Glanzlicht der Titelkämpfe sorgte die erst 19jährige Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg). Die Jurastudentin glänzte in ihrem erst dritten Rennen über 10.000 Meter auf der Bahn mit einer Steigerung um über anderthalb Minuten. Mit hervorragenden 32:59,07 Minuten fehlten am Ende nur rund vier Sekunden zur EM-Norm (32:55,00) für die Titelkämpfe in Berlin.