Steven Müller sprintet in 10,37 Sekunden zum Titel
  24.06.2017 •     Trainerportrait


Steven Müller von der LG ovag Friedberg-Fauerbach hat für die beste Leistung am ersten Wettkampftag der hessischen Meisterschaften Aktive/U18 in Gelnhausen gesorgt. Der 26-Jährige lief über 100 Meter in persönlicher Bestzeit von 10,37 Sekunden zum Titel, dahinter platzierten sich sein Vereinskollege Lars Hieronymi (10,49), Florian Daum (10,52) sowie Nils Keßler (beide Wiesbadener LV/10,60). Alle sieben Finalisten blieben unter elf Sekunden. Müller verbesserte seinen Ende Mai bei den deutschen Hochschulmeisterschaften in Kassel erzielten „Hausrekord“ um vier Hundertstel und ist nunmehr ein Kandidat für den DM-Endlauf. „Die Zeit kam ziemlich überraschend“, sagte Müller, der in Kassel Berufspädagogik auf Lehramt studiert. Er war erst am vergangenen Wochenende aus einem einwöchigen Trainingslager in Meran (Italien) zurückgekehrt und hatte drei Tage später beim Energie-Cup auf dem Burgfeld Friedberg mit ziemlich schweren Beinen 10,62 Sekunden erreicht. „Ich bin heute entspannt reingegangen und habe schon beim Einlaufen gemerkt, dass die Beine lockerer sind.“ Und ja, auch die Hessischen seien mehr oder weniger ein Trainingswettkampf gewesen. Der Fokus von Müller liegt auf den Süddeutschen, die in einer Woche in Wetzlar stattfinden, und natürlich auf der DM in Erfurt.<ENDE/>

Zu einem Doppelsieg in Gelnhausen kam Zehnkämpfer Jan Felix Knobel vom Königsteiner LV, und zwar im Speerwurf (70,73 Meter) und im Kugelstoßen (15,92 Meter). Über 400 Meter setzte sich Hieronymi in 48,25 Sekunden durch, im Hochsprung war in Dennis Hutterer (ASC Darmstadt/2,02 Meter) ein weiterer Zehnkämpfer erfolgreich.
Bei den Frauen platzierte Gianina Gartmann (LG Eintracht Frankfurt) über 100 Meter in 11,76 Sekunden ein bemerkenswertes Ausrufezeichen. Als persönliche Bestleistung findet diese Zeit leider keine Anerkennung, da der Wind mit 2,4 Metern pro Sekunde etwas zu stark drückte. Es bleibt für die Studentin als vorerst bei den offiziellen 11,87 Sekunden (2014). Im Kugelstoßen verbesserte sich Patrizia Römer (TSV Hessen Frankenberg) auf 14,86 Meter, im Dreisprung war die Bulgarin Kristina Damyanova (LG Eintracht Frankfurt) mit 12,95 Metern mehr als einen Meter besser als die Zweitplatzierte. Über 5.000 Meter gewann die nationale U20-Topläuferin Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) in 17:35,24 Minuten den Meisterwimpel und legte die letzten 500 Meter in 1:25,60 Minuten zurück. (tin.)