Marc Tortell läuft mit 1500-Meter-Bestzeit an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste - Rebekka Haase schlägt beim Diamond-League-Meeting in Stockholm Gina Lückenkemper
  26.08.2020 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Quer verteilt durch Europa waren einige hessische Leichtathletik-Asse im Einsatz und auf der Jagd nach neuen Bestleistungen. Bestens gelang dies Marc Tortell (Athletics Team Karben) beim Meeting „VII Gran Premio Deputation“ im spanischen  Castellon. Der Mann aus der Wetterau „rollte“ in einem sehr schnellen Rennen prima mit und nutzte die flotte Fahrt für eine neue Bestzeit. Mit starken 3:38,04 Minuten verbesserte Tortell seine alte Marke um über vier Sekunden und verdrängte Marius Probst (TV Wattenscheid/3:38,60 min.) von der Spitze der deutschen Jahresbestenliste. Den Kampf um den Sieg machte ein spanisches Trio unter sich aus. Ignacio Fontes Garcia (Europameister der U23) setzte sich mit flotten 3:33,72 Minuten gegen seine Landsleute Saul Ordonez Gavela (3:34,98 min.) sowie Fernando Carro Murillo (3:35,90 min.) durch.

Marc Reuther (LG Eintracht Frankfurt) traf beim „Irina Szewinska Memorial“ in Bydgoszcz auf Europameister Adam Kszczot. Doch beide Mittelstreckler dürften nach den 800 Metern mit ihren Resultaten nicht zufrieden gewesen sein. Reuther, mit 1:44,93 Minuten Jahresbester in Deutschland, lief in Polen nach 1:47,08 Minuten als Neunter über die Ziellinie. Favorit und Lokalmatador Adam Kszczot wurde mit 1:48,59 Minuten gar Letzter. Das Rennen gewann der Brite Elliot Giles in 1:45,18 Minuten vor Marco Arop (CAN/1:45,75 min.) und Joseph Deng (AUS/1:45,86 min.).

Beim Diamond-League Meeting im schwedischen Stockholm kam es über 100 Meter zu einem Duell zwischen Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar) und Gina Lückenkemper (SSC Berlin). Im Olympiastadion von 1912 setzte sich die Hessin (Saisonbestzeit 11,11 sec.) mit 11,32 Sekunden hauchdünn gegen ihre Nationalteam-Kollegin (11,33 sec.) durch. Haase verfehlte als Vierte den Sprung aufs Treppchen nur ganz knapp. Nach Auswertung des Zielfilms wurde jedoch Marie-Josee Taloue (CIV/ebenfalls 11,32 sec.) auf den dritten Platz gesetzt. Die Schweizerin Ajla del Ponte siegte bei angenehmen Rückenwind (+ 1,3 m/sec.) vor der Niederländerin Marije van Hunenstijn (11,28 sec.).