Knobel verzichtet auf Start in Ratingen
  20.06.2017 •     Trainerportrait


Für die nationale Mehrkampf-Elite geht es am Wochenende beim „Stadtwerke Meeting“ in Ratingen und die letzten Tickets für die Weltmeisterschaft in London. Auch Jan Felix Knobel (Königsteiner LV) hatte mit einem Start im deutschen Mehrkampf-Mekka fest geplant. „Daraus wird nun nichts. Wir haben uns vorgestern entschieden, die Teilnahme abzusagen. Die Form ist gut und auch die bisher erzielten Leistungen stimmen. Jedoch machen momentan leider die Füße und Unterschenkel Probleme. Einzelstarts, auch mehrere, klappen bestens. Es ist jedoch die Summe der Belastungen im Rahmen von zwei harten Tagen beim Zehnkampf, die aktuell nicht darstellbar ist“, so Knobel-Trainer Philipp Schlesinger. Ärgerlich, denn der letzte Formtest beim Meeting in Mörfelden-Walldorf am vergangenen Donnerstag war durchaus vielversprechend. 14,78 Sekunden über 110 Meter Hürden, 49,80 Meter mit dem Diskus sowie 68,50 Meter im Speerwurf sind Resultate, die sich sehen lassen können. Im Laufe der Saison hatte der 28-jährige Zehnkämpfer auch schon 1,90 Meter im Hochsprung, 15,83 Meter mit der Kugel und 11,28 Sekunden über 100 Meter (bei 2,5 Metern pro Sekunde Gegenwind) abgeliefert. Athlet und Trainer werden die nächsten Tage nochmals intensiv auf die Suche nach Lösungsansätzen für die Fußproblematik gehen, denn der studierte Architekt Knobel will in dieser Saison noch einen starken Zehnkampf abliefern.<ENDE/>
In Ratingen am Start ist im Siebenkampf die deutsche Jahresbeste und Götzis-Zweite Carolin Schäfer (LG Eintracht Frankfurt/6.836 Punkte), in der Meldeliste findet sich auch Vanessa Grimm von der LG Reinhardswald (Jahrgang 1997). Die Hallen-DM-Dritte im Fünfkampf hatte sich am vorvergangenen Wochenende in Bernhausen auf 5.590 Punkte gesteigert. Nicht dabei ist Claudia Salman-Rath von der LG Eintracht Frankfurt. Auch sie hat in Götzis - wie Carolin Schäfer - mit persönlicher Bestleistung (6.580 Punkte) bereits die WM-Norm deutlich überboten.
Jens Priedemuth