Hammerwurf-Meeting: Normjagd im Odenwald
  17.05.2018 •     Wettkampfsport


Hochleistungssport meets Dorffest: Beim 16. internationalen Sparkassen Hammerwurf-Meeting versammelt sich am Pfingstwochenende die nationale und internationale Elite des Hammerwerfens im Ortskern von Fränkisch-Crumbach. Für die Teilnehmer aus 15 Nationen genießt das Meeting im Odenwald nicht nur wegen der traditionell starken Teilnehmerfelder einen sehr hohen Stellenwert. Auch der familiäre Rahmen ist ein großes Plus.

Insgesamt 136 Athletinnen und Athleten sind in zehn Wettkämpfen am Start - und auf der Jagd nach guten Platzierungen, Bestweiten und Qualifikationsnormen für die Saisonhöhepunkte. Das Highlight des Jahres ist ganz klar die EM in Berlin (7. bis 12. August).

Die deutschen Top-Werferinnen Kathrin Klaas (LG Eintracht Frankfurt), persönliche Bestweite 76,05 Meter, Susen Küster (Bayer Leverkusen/71,25), Charlene Woitha (SCC Berlin/70,98) und Carolin Paesler (Bayer Leverkusen/70,30) wollen die vom DLV geforderte Norm von 70,00 Metern so früh wie möglich abhaken. Im Frauen-Wettbewerb, dem Lotto Hessen-Pokal der Frauen, sehen sie sich ab 14 Uhr starker Konkurrenz gegenüber. Top-Favoritin ist die chinesische Asien-Rekordhalterin und WM-Zweite des Vorjahres, Wang Zheng (77,68), die ihre drei Landsfrauen Luo Na (73,71), Liu Tingting (73,06) und Ni Yan (68,56) mitbringt. Vorne mitmischen wollen auch die Schwedin Ida Storm, die im Vorjahr neuen Landesrekord mit 71,52 Meter erzielte, und die Kanadierin Jilian Weir (72,50). 

Beim Lotto Hessen-Pokal der Männer will Seriensieger Chris Bennett (Großbritannien) den vierten Bembel mit nach Hause nehmen. Der Schotte, der in allen drei Jahren um die 75 Meter warf, sieht seine schärfsten Kontrahenten vor allem im Norweger Eivind Henriksen (75,75) und dem Italiener Simone Falloni (75,73). Die deutschen Farben vertreten werden von Johannes Bichler (LG Stadtwerke München/71,70), Paul Hützen (70,56) und Tristan Schwandke (TV Hindelang/70,42).

Die hohe Qualität der Wettbewerbe setzt sich fort beim Nachwuchs. 75 Prozent der zurzeit besten deutschen Hammerwerfer/innen gehen an den Start und kämpfen um die Normen für internationale Auftritte. Für die U20-Athletinnen und -Athleten geht es um die WM im finnischen Tampere. Mit großer Spannung wird der U18-Wettkampf am Pfingstmontag erwartet. Für die U18-EM im ungarischen Györ haben in Merlin Hummel (UAC Kulmbach), Raphael Winkelvoss (Einbecker SV) und Sören Hilbig (VfR Evesen) bereits drei Talente ganz starke Visitenkarten abgegeben. Mit ihren Weiten von 72,85, 71,96 und 70,91 Metern haben sie die Norm von 69,00 Metern klar überboten, müssen diese aber in Fränkisch-Crumbach bestätigen. Das Trio liegt in der europäischen Bestenliste derzeit auf den Rängen zwei, fünf und sechs.

Mit einer ähnlichen starken Form wie im Vorjahr, als sie deutsche U18-Bestleistung warf (68,29), könnte Neele Koopmann (SCC Berlin) sich ebenfalls für die U18-EM qualifizieren. Komplettiert werden die Felder von einer Vielzahl internationaler Talente aus China, Portugal, Großbritannien und den Niederlanden.

Die Hauptwettkämpfe der Frauen (14 Uhr) und der Männer (16 Uhr) finden am Pfingstsonntag statt. Weitere Informationen gibt es hier