Hallen-EM: Bechmann startet mit zwei Bestleistungen
  02.03.2019 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Es läuft bei Andreas Bechmann. Der deutsche Mehrkampf-Hallenmeister von der LG Eintracht Frankfurt legte in Glasgow bei seiner internationalen Premiere in der Hauptklasse gleich prächtig los. Mit 7,05 Sekunden stellte der General-Management-Student seinen Hausrekord über 60 Meter ein, gewann damit seinen Zeitlauf und fand sich nach der ersten Disziplin mit 865 Zählern auf Rang fünf wieder.

„Ohne Fehlstart wäre vielleicht noch mehr gegangen, aber was will ich mehr? Ich hatte schon das Gefühl, dass der Start schlecht war. Also hinten raus komme ich wirklich besser, auch wegen meiner Größe. Aber 7,05 Sekunden ist eine super Zeit, das ist alles, was mich interessiert. Es ist ein super Start, ich bin gut drauf, ich bin fit und ich glaube, das zeigt die Zeit auch. Ich habe vorher auch schon gesagt. Sieben Bestleistungen wie in Halle werden wahrscheinlich schwer, aber jetzt ist mal eine Bestleistung eingestellt und jetzt gucken wir, wie es weitergeht. Eines nach dem anderen“, so der 19-jährige Frankfurter bei den Reporterkollegen von leichtathletik.de.

Bei der Weitenjagd legte der Eintrachtler mit 7,11 Metern los, steigerte sich im zweiten Durchgang auf 7,23 Meter und setzte im dritten Versuch mit 7,39 Metern (Rang 9 mit 908 Punkten) eine neue Hallenbestmarke drauf. Dies bedeutete eine Steigerung von zehn Zentimetern gegenüber der Marke bei der Hallen-DM. Der Schützling von Erfolgscoach Jürgen Sammert macht also da weiter, wo er bei den Titelkämpfen in Sachsen-Anhalt aufgehört hat. Bei den Titelkämpfen in der Sportanlage „Brandberge“ hatte der Bundeskaderathlet in allen sieben Disziplinen (und damit natürlich in der Gesamtwertung) für neue persönliche Bestleistungen gesorgt. In Glasgow liegt Bechmann mit 1.773 Zählern auf Position sieben der Zwischenwertung.

Man darf gespannt sein, wie es um 18.02 Uhr (Ortszeit) im Kugelstoßen weitergeht. Bisher stehen hier 14,34 Meter zu Buche.

Es sah locker aus, wie Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar) am Samstagmorgen um 10.25 Uhr seinen Vorlauf gestaltete. Der Dritte der europäischen Jahresbestenliste (6,56) kam gut aus dem Block und lief kontrolliert mit 6,70 Sekunden als Zweiter hinter dem Briten Ojie Odoburun (6,67) ins Ziel. Das reichte - den die jeweils Top Drei aus den sechs Vorläufen qualifizierten sich direkt für die drei Semifinals (heute ab 19.20 Uhr). 

„Alles im grünen Bereich. Ich habe es hinten raus austrudeln lassen. Bei mir ist alles in Ordnung und freue mich auf die nächste Runde“, sagte der 20-jährige Sprinter hlv.de in der Mixed-Zone.

Die nächste Runde erreicht hat auch Kranz‘ Teamkollegin Rebekka Haase, die mit ihrem Auftritt aber weniger zufrieden war. „Das war gar nichts. Irgendwie bin ich von Anfang an nicht richtig ins Rennen gekommen. Die Hauptsache ist, dass hinter meinem Namen ein großes Q für die Qualifikation zum Halbfinale steht. Da muss es dann aber besser klappen“, meinte die Neu-Hessin, die seit Saisonbeginn das Wetzlarer Trikot trägt und bei ihrer dritten Hallen-EM mit 7,36 Sekunden gestoppt wurde.