Ex-Hürdensprinterin Antonia Werner unterstützt HLV-Athleten beim Stressmanagement
  12.03.2018 •     Bildung , Leistungssport


Schule und Leistungssport beziehungsweise Studium/Ausbildung und Leistungssport erfolgreich zu verbinden, ist eine große Herausforderung, die teils mit starkem Stress verbunden sein kann. Diese Erfahrungen haben bereits viele Kaderathletinnen und -athleten gemacht – oder machen sie gerade, wenn wie im März die Abiturprüfungen anstehen. Um konkrete Hilfestellung zu bieten, hat der HLV die bereits im Dezember 2017 begonnene Reihe an themenspezifischen Workshops für Kadersportler zielführend fortgesetzt: Unlängst trafen sich elf HLV-Athletinnen und -athleten im Alter von 16 bis 19 Jahren beim Landessportbund Hessen zum Thema „Stressmanagement“.

 

Auch dieser Workshop ist Teil der HLV-Initiative „Umfeld-Management“. Den Verantwortlichen im Bereich Leistungssport geht es um die optimale Betreuung und Beratung der Kaderathleten auch außerhalb der Laufbahn, Sprunggrube und Wurfkäfige. Dieser „hessische Weg“ zielt ganz konsequent darauf ab, junge Nachwuchssportler nicht nur im Sinne der Leistungsdarstellung bei Wettkämpfen, sondern auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung bestmöglich zu unterstützen.

 

Die Diplom-Psychologin Antonia Werner erläuterte, wie Leistungssportler erfolgreich mit Stress umgehen und wie sie mit Hilfe spezifischer Techniken negativen Stress reduzieren können. „Ich freue mich, dass das Angebot sehr gut angenommen wird und ich so junge Sportler unterstützen kann“, sagte die Referentin. „Im Workshop habe ich einen Eindruck über die verschiedenen Problembereiche bekommen. So spielen unter anderem Zeitdruck sowie die Erwartungen anderer, aber auch eigene Leistungsansprüche eine zentrale Rolle. Die Themen können zwar nicht alle umfassend in nur einem Workshop bearbeitet werden, da Stress ein sehr individuelles Geschehen darstellt. Aber wir haben einen Überblick zur Entstehung von Stress, Stressreaktionen und Stresskompetenzen erarbeitet. Damit wurde ein wichtiger Grundstein gelegt, auf dem bei Bedarf aufgebaut werden kann“, fasste sie zusammen. 

 

Antonia Werner ist U23-Hessenrekordhalterin über 100 Meter Hürden, sie war Länderkampfteilnehmerin und Medaillengewinnerin bei deutschen Meisterschaften. An der Goethe-Universität in Frankfurt am Main arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und an ihrer Promotion. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen im Leistungssport war und ist die Ex-Hürdensprinterin prädestiniert, den HLV in seinem Projekt „Umfeld-Management“ zu unterstützen.

 

Dass der Hessische Leichtathletik-Verband mit diesem Workshop den richtigen Weg eingeschlagen hat, zeigten die Reaktionen der Teilnehmer – einige von ihnen äußerten konkret den Wunsch nach einer intensiveren und individuellen Beratung.