Der HLV trauert um Wolfgang Redlich
  24.04.2018 •     Verbandsnews


Der Sportfunktionär aus dem Schwalm-Eder-Kreis war mehr als drei Jahrzehnte bei den Leichtathleten in vorderster Reihe aktiv, über lange Zeit als Chefkampfrichter. In seiner Jugend betätigte sich Redlich mit Erfolg als Fußballer und Kunstradfahrer. Erst später entdeckte der Nordhesse seine Liebe zur Leichtathletik. Als Langstreckler war er dabei, als nach der Wende 1990 der Berlin-Marathon erstmals durch das Brandenburger Tor führte. Noch zu seiner Zeit als Aktiver übernahm der gelernte Maschinenschlosser ehrenamtliche Aufgaben und wirkte auf diversen Posten im Verein sowie auf Verbandsebene mit.

Sachverstand, Besonnenheit und eine stete Einsatzbereitschaft machten Redlich nach seiner Ausbildung zum Kampfrichter und Lehrbeauftragten im Hessischen Leichtathletik Verband (HLV) zu einem gefragten Mitarbeiter. Ruhig und verlässlich wirkte er ohne viel Aufhebens im Hintergrund und erhob seine Stimme, wenn es im Sinne des Sports und der Sportler notwendig war. Bei seinen Einsätzen als Starter, Obmann und Schiedsrichter bis zu internationalen Veranstaltungen hatte es Redlich mit Olympiasiegern und Weltmeistern zu tun. 

Beim TSV Obervorschütz und beim TSV Eintracht Gudensberg kümmerte sich der engagierte Funktionär um den Nachwuchs und bildete junge Athleten in der olympischen Kernsportart aus. Bereits 2015 beendete eine schwere Krankheit diese Tätigkeit. Ehrennadeln des Deutschen und des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) unterstreichen als äußeres Zeichen ein lebenslanges Wirken im Sport. Wolfgang Redlich verstarb nach schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Anne-Rose (74) sowie seinen Kindern Elke (48) und Dirk (50).