Anhalt-Meeting in Dessau: Marc Tortell nach starkem Endspurt Dritter über 1500 Meter, Maryse Luzolo fehlen vier Zentimeter zu einem Platz auf dem Treppchen und Michael Pohls Vorlauf vom Winde verweht
  25.05.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Beim bereits 23. „Anhalt Meeting“, ein Sportfest im Rahmen der World Athletics Continental Tour war den Weitspringerinnen vorbehalten das Hauptprogramm einzuläuten. Angeführt wurde das Feld der neun Athletinnen von Weltmeistern Malaika Mihambo (LG Kurpfalz), die in Sachsen-Anhalt einmal mehr ihren Einstand in die Freiluft-Saison gab. Am Ende bedeuteten im zweiten Versuch erzielte 6,68 Meter den dritten Sieg in Folge. Zu den Springerinnen im Elitefeld gehörten mit Maryse Luzolo (Königsteiner LV) und Julia Gerter (Eintracht Frankfurt) auch zwei Weitenjägerinnen aus Hessen. Die KLVlerin legte mit einem ungültigen Versuch los, dem eher schwache 6,11 Meter folgten. Der Vorkampf endete dann wieder mit einer „roten Flagge“. Der eine Satz reichte trotzdem fürs Finale, das Maryse mit 6,08 Metern begann. Im fünften Durchgang wurden dann 6,45 Meter gemessen. Eine Weite, die zum Standard-Repertoire der Biologiestudentin gehört. Am Ende bedeutete diese Marke den ungeliebten vierten Platz - aber immer noch innerhalb der Preisgeldränge, beim dem mit rund 30.000,- Euro dotierten Sportfest. Den dritten Platz auf dem Treppchen sicherte sich mit knappen drei Zentimetern Vorsprung Nastassia Mironchyk-Ivanova (BLR), Zweite bei der diesjährigen Hallen-EM in Torun.

Auch Julia Gerter hatte mit den ständig drehenden Winden zu kämpfen. Die Eintrachtlerin machte gleich mit ihrem ersten Satz auf 6,22 Meter drei weitere Sprünge im Finale klar. Hier wurden dann für Julia, die ebenso wie Maryse von Jürgen Sammelt trainiert wird,  noch 6,14 sowie 6,08 Meter gemessen. Somit trat Gerter als Achte die Heimreise nach Hessen an.

Etwas Pech hatte Michael Pohl vom Sprintteam Wetzlar, der im ersten Vorlauf über 100 Meter ran musste. Das Rennen war jedoch „vom Winde verweht“, was Böen von - 1,9 Metern pro Sekunde eindrucksvoll belegen. So blieb hinter Abeykoon Yupun Mudiyanselage (SRI/10,48 sec.) und Yannick Wolf (LG Stadtwerke München/10,62 sec.) mit 10,66 Sekunden „nur“ der dritte Platz. Das sollte am Ende nicht ganz für A-Finale reichen. Denn die Zeiten im zweiten Vorlauf waren durch einen leichten Rückenwind (+ 0,2 m/sec.) fast durchweg flotter. So schnappte Aleksandar Askovic (LC Top-Team Thüringen) mit 10,60 Sekunden dem Frankfurter Pohl den letzen Platz im „schnellen“ Finale vor der Nase weg. Hier wiederholte der Mann aus Sri Lanka mit starken 10,09 Sekunden (+ 2,2 m/sec.) seinen Vorjahressieg. Michael Pohl beendete sein Finale bei regulären Bedingungen auch 10,42 Sekunden als Zweiter.

Das hessische Quartett im schmucken Paul-Greifzu-Stadion komplettierte Marc Tortell über 1500 Meter. Hier trug sich Baptiste Mischler in die Siegerliste ein. Der Franzose blieb mit 3:39,91 Minuten als einziger Mittelstreckler unter der „3:40-Schallmauer“ und setzte sich dabei gegen den Holländer Valentijn Weinhaus (3:41,60 min.) durch.  Das Podium komplettierte Marc Tortell (Athletics Team Karben), der mit einem starken Endspurt noch auf den Bronze-Rang lief und damit den Preisgeld-Topf anzapfte.