Über Lloret de Mar mit Höchstgeschwindigkeit Richtung Sommer
  26.04.2018 •     Berichte von HLV-Athleten


14 junge, sportliche Menschen und der ihnen sportlich um nichts nachstehende Übungsleiter zehn Tage in Lloret de Mar - was auf den ersten Blick wie die Abi-Fahrt eines Sport-Leistungskurses inklusive Lehrer erscheint, beschreibt tatsächlich den Trainingslagerstandort des HLV-Kurzsprintkaders für die Vorbereitung auf die Sommersaison. Unter der Anleitung des HLV-Cheftrainers Kurzsprint David Corell ging es bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein zur Sache. Neben den typischen Trainingsinhalten wie Tempoläufen, Krafttraining, Beschleunigungs- und Schnelligkeitstraining wurden die Übungseinheiten dieses Mal durch verstärktes neuronales Training (Neuro-Athletics) ergänzt. Trainiert wurde zumeist in mehreren Kleingruppen (4 bis 6 Athleten), was eine sehr individuelle Betreuung ermöglichte.

Neben den insgesamt äußerst positiven Leistungsentwicklungen bleibt erfreulicherweise vor allem festzuhalten, dass die gesamte Gruppe das Trainingslager ohne größere Blessuren überstand. Dies haben wir nicht zuletzt auch der intensiven und großartigen Arbeit unserer Physiotherapeutin Lydia zu verdanken!

Auch abseits des Trainings ging es trotz des noch eher verschlafenen Nachtlebens in Lloret natürlich "heiß her". Sowohl bei der Jagd nach neuen Streckenrekorden (F1 2017 an der PlayStation) als auch bei verschiedenen Kartenspielen wurde bereits der Wettkampfgedanke geschärft, ebenso beim Minigolf-Spiel am Ruhetag. Wer jedoch glaubt, dass hierbei nur klischeemäßig die großen "Sprinter-Egos" zur Schau getragen wurden, irrt stark. Die vielfältigen Eigenschaften und Fähigkeiten der einzelnen Charaktere machten das Trainingslager zu einem unvergesslichen Erlebnis und trugen zu einem gesunden Zusammenhalt bei. Seien es die Erfahrungsberichte der älteren Athleten, physiotherapeutische Maßnahmen, Foto- und Filmaufnahmen, komödiantische Talente oder das Näherbringen einer klassischen Rock-Playlist an die jüngere Generation ... das Zusammenspiel all dieser verschiedenen Qualitäten zeigt deutlich, dass Diversity auch im Leistungssport längst Einzug erhalten hat und zu einem konstruktiven Umfeld beiträgt.

Zurück in Deutschland gilt es nun, sich den Feinschliff für die Anfang Mai beginnenden Wettkämpfe zu holen. Wir blicken dem Saisonstart mit Spannung und großer Freude entgegen.