"Jung, engagiert, für meinen Verein" zeigt großes ehrenamtliches Engagement auf
  27.04.2022 •     Jugend


Über 30 Bewerbungen gab es in diesem Jahr beim Wettbewerb „Jung, engagiert, für meinen Verein“, der von der HLV-Jugend und dem Leichtathletik-Förderverein Hessen ausgerufen wurde.

Mit einer starken Bewerbung beeindruckte Bryan Renner von der SG Egelsbach die Jury. „Ich mache einfach das, was den Kindern Spaß macht“, sagte er beim digitalen Ehrungsabend, was bei ihm übersetzet bedeutet, 5-mal in der Woche für bis zu 3 Stunden auf dem Sportplatz zu stehen. Er ist seinem Arbeitgeber dankbar, dass ihm durch die Flexibilität bei der Arbeitszeit dies ermöglicht wird, um alles unter einen Hut zu bekommen. Als Motivation dient Bryan der Fortschritt seiner Athleten und die Erfolge. Sein Highlight als Trainer war bislang die Teilnahme eines Athleten an den Deutschen Meisterschaften Block. Dazu sagte er schmunzelnde: „Als Trainer erfolgreicher als selbst im Sport.“

Auf Platz 2 folgt Celina Weiershäuser, die mit der Bewerbung und dem Erfolg überrascht wurde. Mit zahlreichen Aufgaben engagiert sie sich für ihren Verein VfL 1889 Wolfhagen e.V. Sie ist im Juniorteam des Vereins und trainiert die Altersklassen U8 und U10. Mit ihrem aktuellen FSJ in der örtlichen Grundschule schafft sie eine wichtige Schnittstelle zum Verein, der im Rahmen des Programms "Schule & Verein“ weiter ausgebaut werden soll. Besonders hervorzuheben, ist allerdings, der von ihr initiierte Team-Triathlon. Mit der Frage „Warum gibt es das bei uns nicht?“ startete es und schnell wuchs die Idee. Es wurde nicht nur ein vereinsinterner Wettkampf, sondern mit 4 Schulen und 6 Vereinen nahmen rund 600 junge Menschen am Team-Triathlon teil. Bei der Organisation wurde darauf geachtet, dass in jedem Team mindestens ein Flüchtlingskind und möglichst auch mehrere Geschlechter vertreten sind. Die EU hat dieses Projekt dann auch tatsächlich als eines der europaweiten Projekte ausgezeichnet.

Platz 3 teilen sich Nicolas Leißner von der Eintracht Frankfurt, Jonathan Pflüger vom LAV Kassel und das Team vom TV Weißkirchen (Katja Hollnagel, Paulina Herber, Suvi Kursawe, Julian Peters, Christina Kleeman).

Die Engagierten vom TV Weißkirchen nutzten die Pandemiezeit, um den Verein zukunftsfähig und attraktiv für neue und bestehende Mitglieder zu machen. „Wir standen anfangs vor der Frage, wo wir anfangen“, um dies zu erreichen, erzählte Katja Hollnagel beim Ehrungsabend. Eine Mitgliederbefragung brachte Antworten und zahlreiche Entwicklungen ins Rollen. Inzwischen wurden 3 neue Sportarten etabliert, ein Instagram- und Facebook-Auftritt erstellt und im Sommer soll eine Vereins-App folgen. „Wir wollen die Mitglieder besser und einfacher erreichen können“, erklärte Katja die Kooperation mit Sportdeutschland.

In Kassel wirkt Jonathan Pflüger in der Leichtathletik tatkräftig mit. Neben dem Trainer-Dasein ist für ihn die Nachwuchsgewinnung ein zentrales Thema. „Es ist super wichtig, Kinder ins Boot zu holen“ sagte Jonathan. Daher bringt er sich seit 10  Jahren bei den Sichtungsveranstaltungen ein, wobei er zunächst half und sie mittlerweile leitet. Als Jugendwart steht er im LAV Kassel den Jugendlichen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Bei der Eintracht Frankfurt engagiert sich Nicolas Leißner in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Mit Berichten, Fotos, Videos, Grafiken, Reels und vielem mehr bemüht er sich, die Leichtathletik öffentlich sichtbar zu machen. Die Followerzahlen konnte er bei Instagram bereits verdoppeln, nun ist eine Überarbeitung der Webseite an der Reihe. Die Trainer und Top-Athleten sollen dort mit einem eigenen Profil angelegt werden. Auch an der internen Kommunikation mit einem Intranet wird gefeilt.

Zu den weiteren Preisträgern gehören der SV Fun-Ball Dortelweil, der TV Rendel, der TV Wetzlar, die TSG Wehrheim und der TV Hessisch Lichtenau. HLV-Präsident bedankte sich bei der Begrüßung für das außergewöhnliche Engagement, welches in allen Bewerbung deutlich wurde. „So wird das Ehrenamt sichtbar“, freute er sich. LFH-Präsident Michael Lederer betonte in seinen Grußworten, dass es sehr enge Entscheidungen bei allen Platzierungen waren und lud alle ein, auch im nächsten Jahr ihr Engagement bei diesem Jahr darzustellen.