HLV ERGEBNIS FLASH
  13.07.2020


Nach der wettkampffreien Zeit auf Grund der Corona-Pandemie dürfen wieder Meetings unter Auflagen stattfinden. Der HLV möchte nun verstärkt auch über kleinere Wettkämpfe in Kurzform berichten. Gleichzeitig soll betont werden, dass diese neue/alte „Freiheit“ ein hohes Maß an Verantwortung aller Beteiligten mit sich bringt.

 

Sommersportfest

11. Juli 2020

LG Mörfelden-Walldorf

Waldstadion, Mörfelden

 

Das Beste zuerst: Sarah Vogel von der LG Seligenstadt übersprang beim Stabhochsprung starke 3,95 Meter. Dann scheiterte die U20 Nachwuchskaderathletin des HLV an ambitionierten 4,07 Meter.

„Sarah ist aus einem verkürzten Anlauf aus 10 Schritten gesprungen. Dafür war das Bestleistung“, sagte die Landestrainerin Stabhochsprung Anastasia Steinbeck.

Auf Grund der corona-bedingten Vorgaben standen die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Hans Hormel vor einer besonderen Herausforderung hinsichtlich der Organisation. Wo sich ansonsten unter mehr als 1.000 Anmeldungen um die 500 Athleten auf der Sportanlage tummeln, waren dieses Mal lediglich 250 Personen inklusive Trainer und Betreuer erlaubt. „Im Vorfeld haben wir mit einer riesigen Excel-Liste gearbeitet. Unsere Anlage ist zum Glück weitläufig, es hat alles gut funktioniert“ meinte Hormel. Martin Rumpf (Vize-Präsident Leitungssport beim HLV): „Die haben einen tollen Job gemacht. Der organisatorische Aufwand war mega.“ Nach vorheriger Absprache mit den Athleten waren die Sprintbahnen alle besetzt. Die Gastronomie wurde mit einer „Einbahnstraße“ samt Mundschutz-Gebot geregelt. Es gab zwei Laufwege für Essen und Getränke, Eingang und Ausgang lagen sich gegenüber und als Preise wurden glatte Beträge gewählt. Daher kam es zu keinen Staus und auch „Rudelbildungen“ gab es nicht, wurde doch überwiegend individuell auf der schattigen Tribüne konsumiert.

ALLE ERGEBNISSE

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Am Samstag fand auf der Anlage des TSV Bayer 04 Leverkusen ein Testwettkampf statt, bei dem HLV Cheftrainer Kurzsprint David Corell mit einer kleinen Mannschaft vertreten war. Die Läufer, allesamt vom Sprintteam Wetzlar, erzielten gute Ergebnisse.

U20-Nachwuchshoffnung Antonia Dellert lief über die 100 Meter nach bemerkenswerten 11,55 Sekunden ins Ziel. Leider bei einem unzulässigen Rückenwind von 2,3 m/sec. „Es erschien mir gar nicht so windig“, sagte Corell. Die etwas zu starke Brise verhinderte leider die Anerkennung der Leistung als Normerfüllung für den Erwachsenen Bundeskader. Corell: „Dann kommt das einfach das nächste Mal. Antonia kann sogar unter 10,60 laufen.“

Yanic Berthes erreichte bei regulärem Wind mit 10,55 Sekunden eine persönliche Bestleistung (vorher 10,59). „Das ist klasse. Damit ist Yanic in Hessen sehr weit vorne“, freute sich Cheftrainer Corell.

Über die doppelte Distanz gewann U23-Läufer Nicolai Trageser die Konkurrenz in 21,75 Sekunden.

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„Es lief einfach!“ Mit diesen Worten kommentierte Max Grabosch (Königsteiner LV) seinen starken Lauf über die 10.000 Meter in der Altersklasse U20. Beim Mittsommerlauf am Samstagabend im Stadion am Oberen Wöhrd in Regensburg finishte der HLV-Nachwuchskaderathlet bei seinem ersten 10.000er in überragenden 30:19,20 Minuten. „Ich hatte mir eine Zeit von 31 Minuten, vielleicht optimal 30:50 zugetraut. Als ich dann im Ziel die Zeit gesehen habe, konnte ich es kaum glauben. Ich bin einfach nur sehr, sehr glücklich und erleichtert. Nach vier Kilometern habe ich mir gedacht, das könnte eine lange und harte zweite Hälfte werden. Dann habe ich aber gemerkt, dass ich gut durchkomme und ich hatte bis zum Schluss keinerlei Probleme.“

Den hessischen Rekord über die 10 Kilometer auf der Bahn in dieser Altersklasse hält weiterhin Carsten Arndt (SSC Hanau-Rodenbach) aus dem Jahre 1989 mit 29:42,77 Minuten aufgestellt bei der U20-Europameisterschaft im kroatischen Varaždin.

Die beiden Läufer des ASC 1990 Breidenbach Kilian Schreiner (29:13,53) und Alexander Hirschhäuser (29:33,09) belegten die Plätze drei und sieben. Lisa Tertsch vom ASC Darmstadt zeigte sich mit 33:39,13 Minuten in guter Form. Mit dieser Zeit erfüllt sie die Norm für den Perspektivkader, möchte sich aber weiterhin mehr auf den Triathlon konzentrieren.

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Persönliche Bestleistung über 5.000 Meter lief Aaron Bienenfeld bei einem Wettkampf in Wien. Für den Mittel- und Langstreckenläufer des SSC Hanau-Rodenbach stoppte die Uhr bei 13:42,72 Minuten.

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Die Hindernisspezialisten trafen sich am Sonntag in Leipzig. Den dritten Platz über die 2.000 Meter (Siegerin wurde Gesa Krause) holte sich Perspektivkaderathletin Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) in 6:47,88 Minuten.

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Als Gast-Athletin war Hawa Jalloh (Wiesbadener LV) zu einem Mehrkampf nach Ulm gereist und lieferte dort einen ganz starken Siebenkampf (U18) ab. Der Schützling von Trainer Thorsten Groß gewann mit der neuen persönlichen Bestmarke von 5.517 Zählern, ist damit bei der DM in Vaterstätten ganz sicher dabei und gehört bei den Titelkämpfen in Bayern auch zu den Anwärterinnen auf Edelmetall. „Das war für den ersten Siebenkampf der Saison ein gelungenes Resultat. Für die DM traue ich Hawa durchaus eine Steigerung in den Bereich von 5.600 Punkten zu“, so HLV-Mehrkampf-Trainer Philipp Schlesinger. Jalloh stellte sowohl über 100 Meter Hürden mit 13,86 Sekunden als auch im Hochsprung mit 1,58 Meter eine neue persönliche Bestleistung auf. Mit dieser Leistung ist sie dem deutschen Rekord im Siebenkampf in der weiblichen Altersklasse U18 ein gutes Stück nähergekommen. Dieser liegt bei 5.795 Punkten und wurde von Maren Freisen im Jahre 1999 aufgestellt.

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Beim Abendsportfest im altehrwürdigen Heinz-Steyer-Stadion in Dresden am Freitagabend gewann Rebekka Haase vom Sprintteam Wetzlar die Konkurrenz über 100 Meter. Sowohl im Vorlauf als auch im Finale benötigte sie lediglich 11,27 Sekunden. Auch über 200 Meter lief die 27-Jährige der Konkurrenz davon und gewann bei windigen Verhältnissen mit 23,09 Sekunden. Auf Instagram schrieb sie im Anschuss an den Wettkampf: „Was soll ich sagen...ich bin gerade einfach glücklich. Nächste Woche gehts dann in Wetzlar weiter.“

Im Finale über 200 Meter der Männer wurde Steven Müller (LG OVAG Friedberg-Fauerbach) seiner Favoritenrolle gerecht. Windunterstützt (+2,4) gewann er in 21,06 Sekunden vor Frieder Scheuschner (21,46 sec) und Simon Wulff (21,66 sec), die beide für den gastgebenden Verein starteten.

 


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