Hessische Leichtathleten trauern um Sprinter Lars Klingenberg
  21.10.2020 •     HLV


Am 13. Oktober erlag Lars Klingenberg, LG ovag Friedberg-Fauerbach, viel zu früh im Alter von 54 Jahren einem Krebsleiden, gegen das er zunächst erfolgreich angekämpft hatte. 2019 in Torun/Polen wurde er, bereits erkrankt, noch Hallen-Weltmeister mit der M50-Staffel (Foto zeigt den Wechsel von seinem Vereinskollegen Bernd Lachmann auf ihn). Der Hesse gehörte auch zu den siegreichen DLV-Staffeln bei den Hallen-Europameisterschaften in Ancona 2016 und in Aarhus 2017 (4x100), wo er auch über 200m (Bronze: 24,10s) das Podest erreichte. Auch gehörte Lars Klingenberg bei seinen zahlreichen Teilnahmen an Deutschen Seniorenmeisterschaften über seine Sprintdistanzen von 60-200m zur absoluten deutschen Spitze.

Seine langjährigen Weggefährten wissen aber auch, dass Lars Klingenberg bereits als Junior (DM 7. über 400m) sehr erfolgreich war mit Bestzeiten von 10,7/21,3/47,2 Sekunden für den TV Bad Vilbel im Jahr 1985. Mit der Aktiven-Staffel von Eintracht Frankfurt (1990) hält er bis heute den hessischen 4x400m Rekord (3:07,15s).

Die hessische Leichtathletikgemeinde, seine Freunde und Vereinskollegen behalten Lars als einen großen, aber bescheidenen Kämpfer und Sportler in Erinnerung. Seine beiden Söhne betreiben ebenso ehrgeizig, talentiert und zielstrebig Ruderleistungssport.

Foto: Karl-Heinz Flucke