Doppelsiege für Denise Uphoff und Homiyu Tesfaye bei den süddeutschen Hallen-Meisterschaften in Sindelfingen.
  11.02.2020 •     Leistungssport , Wettkampfsport


HLV-Sprinter mit jeweils drei Athleten in den 60-Meter-Finals - Tertsch Geschwister machen Sieg über 3000 Meter unter sich aus

Drei Medaillen auf einen Streich. Die hessischen Sprinter gaben bei den süddeutschen Hallen-Meisterschaften in Sindelfingen den Ton an. Nach Vor- und Zwischenlauf setzte sich im 60-Meter-Finale mit 6,79 Sekunden Yanic Berthes (Sprintteam Wetzlar) knapp gegen seinen Vereinskollegen Elias Goer (6,83 sec.) durch. Nur ein Wimpernschlag dahinter machte Steven Müller (LG OVAG Friedberg-Fauerbach) mit 6,84 Sekunden (ZL 6,83 sec.) das „Hessen-Triple“ perfekt. Florian Daum (LG Eintracht Frankfurt/7. in 7,00 sec.) komplettierte das Finale aus lokaler Sicht. Auf der Hallenrunde sortierten sich hinter Sieger Milo Skupin-Alfa (LG Offenburg/21,80 sec.) Lars Hieronymi (LG OVAG Friedberg-Fauerbach/21,97 sec.) sowie die beiden Eintrachtler Georg Fleischhauer (22,28 sec.) und Florian Daum (22,34 sec.) ein. Marc Tortell (Athletics Team Karben), der amtierende 1500-Meter-U23-Meister von Wetzlar (2019), ließ mit 1:52,16 Minuten über 800 Meter nichts anbrennen. In seinem Sog kam Maximilian Kling (LG Dornburg) als Vizemeister auf 1:52,98 Minuten. In den letzten zwei Jahren machte Homiyu Tesfaye einen großen Bogen um Rennen unter dem Hallendach. Im Sindelfinger Glasplast war der Eintracht Athlet dann gleich zweimal im Einsatz. Am ersten Tag der Titelkämpfe rollte sich Tesfaye über die 3000 Meter in 8:14,66 Minuten ein. Der zweite SDM-Titel folgte dann am Sonntag mit 3:44,61b Minuten über 1500 Meter. Zweiter wurde hier Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach/3:54,17 min.). Der gebürtige Äthiopier sah den Ausflug auf den Tartanbelag jedoch eher als Tempotraining. Der Fokus liegt in dieser Saison eher auf der Marathon-Distanz. Nach einer nicht ganz gelungenen Premiere über die klassischen 42,195 Kilometer letzten Oktober in Frankfurt, soll es nun im April beim Hamburg-Marathon mit einer flotten Zeit klappen.

Ebenfalls „Silber“, jedoch im Hochsprung, ging mit überquerten 2,07 Metern an Philipp Heckmann (LG Eintracht Frankfurt). In Abwesenheit des Titelverteidigers Gordon Porsch (ebenfalls Eintracht) trug sich Nachwuchsmann Max Lehl (TSG Wehrheim) beim Stabhochsprung in die Siegerliste ein. Der hessische Jugendmeister von Hanau legte einen Zentimeter drauf und empfahl sich mit der neuen „PB“ von 4,91 Metern für die Jugend-Titelkämpfe am Wochenende in Neubrandenburg.

Genau wie bei den Männern, schaffen auch drei hessische Sprinterinnen den Einzug ins 60-Meter-Finale. Denise Uphoff (Sprintteam Wetzlar) verteidigte in 7,46 Sekunden erfolgreich ihren Titel aus dem Vorjahr und holte sich die erste von zwei goldenen Plaketten  an diesem Wochenende. Antonia Schrimpf (LG Fulda) und Alina Pechar (Sprintteam Wetzlar) wurden mit 7,69 Sekunden (5.) bzw. 7,73 Sekunden (7.) gestoppt. Denise machte ihr „SDM-Double“ dann am Sonntag mit 24,21 Sekunden über die 200 Meter perfekt. Alisha Zwergel (LG Eintracht Frankfurt) sicherte sich in 25,20 Sekunden die Bronzemedaille. Auch Teamkollegin Miriam Sinning durfte auf die dritte Stufe des „Stockerls“ klettern, nachdem sie mit 8,71 Sekunden (VL 8,68 sec.) über die 60 Meter Hürden geflitzt war. Zwergel und Sinning bildeten zusammen mit Carolin von Sommerfeld und Maira Gauges auch die Eintracht Staffel, die sich über 4x200 Meter nach 1:42,38 Minuten lediglich den Läuferinnen der LG Region Karlsruhe geschlagen geben musste. Die Athletinnen der LG OVAG Friedberg-Fauerbach liefen nach 1:44,76 Minuten (5.) über die Ziellinie.

Dass zwei Schwestern in einem Rennen für einen Doppelsieg sorgen, hat wohl eher Seltenheitswert. Über 3000 Meter bestimme Lisa Tertsch (ASC Darmstadt/Jhg. 1999) an der Spitze mit 9:28,53 Minuten das Geschehen. Lisas jüngere Schwester Marie (1. Jahr U20) folgte mit 10:11,08 Minuten als Zweite. Mit dem ungeliebten vierten Platz über 800 Meter musste nach 2:14,50 Minuten Sophia Wolf (TV Groß-Gerau) zufrieden sein - zum begehrten Edelmetall fehlte ihr eine gute halbe Sekunde. Weitspringern Nathalie Buschung kann auch „hoch“. Die Eintracht-Athletin meisterte 1,76 Meter und hatte damit die Bronzemedaille im Gepäck. Ihre Teamkollegin Anabel Peine (1,73 m) wurde Fünfte. Komplettiert wurde das gute Abschneiden der hessischen Läufer, Springer und Techniker durch den dritten Platz von Patrizia Römer (ESV Jahn Treysa) im Kugelstoßen, die ihre vier Kilogramm schweres Sportgerät auf 15,09 Meter beförderte. Die kompletten Resultate sind online unter www.leichtathletik.de unter der Rubrik Ergebnisse abrufbar.