Borutta erneut mit Top-Weite - Lucie Holzapfel im "60er-Club" angekommen - Hurych wieder top - Karges kratzt an EM-Norm - Gleixner mit gelungenem Saisoneinstieg
  02.03.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Strahlendes Frühlingswetter beim 2. Einladungs-Werfertag von Eintracht Frankfurt war mit ein Garant dafür, dass es mit Hammer, Diskus und Speer durchweg gute Leistungen gab. Wie schon beim ersten Durchgang im Januar ließ Samantha Borutta (TSV Bayer 04 Leverkusen/noch U23) erneut nichts anbrennen,  beförderte ihr vier Kilogramm schweres Sportgerät auf die Siegesweite von 65,36 Metern und blieb damit einmal mehr über der EM-Norm (64,80 Meter) für Bergen/NOR. Die deutsche Vizemeisterin im Hammerwerfen hatte auch eine tolle Serie mit gleich sechs gültigen Versuchen, die alle erst jenseits der 62 Meter auf dem Boden aufschlugen. Der zweite Platz ging mit 62,28 Metern an Sophie Gimmler vom LC Rehlingen. Die Top-Drei komplettierte Lucie Holzapfel. Die Lokalmatadoren von der ausrichtenden Eintracht zeigte eine famose Leistungssteigerung. Nach zwei Würfen im Bereich von 59 Metern gelang dann im vierten Versuch der Durchbruch. Mit einem kleinen Jubelschrei quittierte Lucie (noch U23) ihre neue Bestweite von 60,11 Metern und die Steigerung ihres alten Hausrekordes um knapp über drei Meter. Das Feld der Frauen komplettierte Laura Siegel (LSG Goldener Grund/auch U23) als Vierte mit 50,87 Metern.

Bei den Männern hatte Christoph Gleixner (Eintracht Frankfurt) mit 61,95 Metern einen soliden Saisoneinstieg. „Ich bin gut und ohne Verletzungssorgen durch den Winter gekommen. Bei den kommenden Wettkämpfen sollen nun noch einige Meter draufgemacht werden“, verriet der DM-Sechste von Braunschweig. In der Jugendklasse U20 trug sich Kai Hurych (KSV Fürth) mit 65,48 Metern in die Siegerliste ein und kam damit in den Bereich seiner Jahresbestweite (66,44 m) vom Wettkampf im Januar. „Das passt schon. Die Serie war ja wieder sehr konstant, mit allen Würfen jenseits von 62 Metern“, bilanzierte der deutsche U18-Meister von 2020. Nicht ganz zufrieden war dagegen Tim Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim). Er hatte mit 57,36 Metern zwar die Nase in der U18 vorne, hätte aber gerne ein paar Meter mehr geworfen. Als Zweiter steigerte Michael Neuenroth (Eintracht) auf 56,65 Meter. Einen klaren Aufwärtstrend gab es bei den Mädels der U18 für Birken Gashi (TG Camberg), die sich auf 45,59 Meter verbesserte.

Richtig gut drauf war im Diskusring Marius Karges. Der Eintrachler markierte schon früh in der Saison starke 55,94 Meter, löste damit Marcel Reisch (TV Wattenscheid/52,03 Meter) von der Spitze der DLV-Jahresbestenliste ab und kratzte an der EM-Norm (56,00 m) für Tallin. Rang zwei ging mit 50,19 Metern an Florian Händle (LG Region Karlsruhe).

Fest in süddeutscher Hand war das Geschehen bei den Frauen. Antonia Kinzel (SSV Ulm) zeigte sgute 53,70 Meter, rückte damit auf den zweiten Platz im DLV-Ranking vor und knackte auch die EM-Norm (53,50 m). Für Leia Braunagel (SCL Heel Baden-Baden) wurden 51,69 Meter gemessen. Auf der Jagd nach einer Weiter mit einer „5“ vor dem Komma befindet sich Charleen Zoschke. Die Eintrachtlerin konnte sich zwar gegenüber Januar um gut einen Meter auf 49,92 Meter steigern, doch ihre Bestweite von 51,88 Metern ist noch eine ganze Ecke entfernt. In der U18 stellte die Eintracht mit Lena Weinrauch (42,70 m) die Siegerin, in der älteren U20 stieg Katja Seng (LAZ Bruchköbel) mit 40,42 Metern in die Saison ein.

Robin Rieß (Eintracht/U23) hatte seine beste Weite im Speerwerfen der Männer bei 63,50 Metern. Seine Teamkollegin Jana Marie Loka (ebenfalls U23) setzte sich bei den Frauen mit 53,63 Metern an die Spitze der DLV-Liste. Für die Adlerträgerin sollte im Laufe der Saison die EM-Quali (55,00 m) für Tallinn machbar sein. Emma Wörsdörfer (TV Elz) markierte als Zweite 47,81 Meter. Fynn Lenzner (TSG Wehrheim) hakte bei den Jungs der U18 mit 58,59 Metern auf Anhieb die DM-Norm für Rostock ab. Bei den Mädels (U18) gewann Jule Sandmann (Eintracht) mit 39,12 Metern. Lilly Gerhard (LC Rehlingen) trat in der U20 als Siegerin mit 40,93 Metern die Heimreise ins Saarland an und hielt Mona Marzouk (TSG Niederhofheim/38,76 m) auf Distanz,