Acht HLV-Vertreter für Jahresbestenwahl nominiert
  02.12.2021 •     HLV , Jugend , Leistungssport , Senioren


Die "Freunde der Leichtathletik", die Zeitschrift "Leichtathletik" und die Redaktion von leichtathletik.de rufen auf zur Wahl der "Leichtathleten des Jahres" 2021. Nominiert hat dieses Gremium auch acht Sportlerinnen und Sportler aus dem HLV. Und das in allen Kategorien.

Stimmt ab und wählt auf leichtathletik.de in sechs Kategorien (Aktive, Junioren, Senioren) die Leichtathleten des Jahres 2021. Zur Wahl stehen stolze acht Athleten*innen aus unserem Landesverband. Wir gratulieren dazu ganz herzlich und möchten die besonderen Leistungen unserer Akteure an dieser Stelle kurz vorstellen (Quelle: leichtathletik.de):

 

Melat Kejeta (29, Laufteam Kassel)

Die herausragende Athletin der deutschen Marathonszene brillierte auch im letzten Sommer wieder. Die gebürtige Äthiopierin Melat Kejeta kam beim olympischen Marathon in Sapporo nach 2:29:16 Stunden als Sechste ins Ziel und erreichte damit die beste Olympia-Platzierung einer deutschen Marathonläuferin seit Katrin Dörre-Heinig (Platz vier) im Jahr 1996 in Atlanta (USA).

Kevin Kranz (23, Sprintteam Wetzlar)

Kevin Kranz setzte bei den diesjährigen Deutschen Hallenmeisterschaften über 60 Meter ein dickes Ausrufezeichen. Die neue deutsche Nummer eins stellte den fünf Jahre alten Hallenrekord von Julian Reus ein, am Ende standen 6,52 Sekunden auf der Uhr. Zwei Wochen später gewann der gebürtige Frankfurter mit frisch getanktem Selbstbewusstsein bei den Europameisterschaften in der Halle von Torun die Silbermedaille. Der große Wermutstropfen seines persönlichen Jahres bleibt Olympia 2021, das er wegen einer Muskelverletzung absagen musste.

Sarah Vogel (19, LG Seligenstadt)

Sie war eine der großen Überraschungen dieses Sommers: Bei der U20-EM in Tallinn wuchs Sarah Vogel über sich und alle Erwartungen hinaus. Im Stabhochsprung-Finale steigerte die 19-Jährige der LG Seligenstadt ihre Bestleistung um ganze 24 Zentimeter auf 4,30 Meter. Eine Leistung, die Gold wert war. Im Herbst wurde Sarah Vogel bereits mit dem Preis „Juniorsportlerin 2021“ der Deutschen Sporthilfe ausgezeichnet.

Oliver Koletzko (18, Wiesbadener LV)

Erstes Jahr U20 – und U20-Europameister im Weitsprung! Oliver Koletzko erwischte in Tallinn einen Sahnetag, flog nach zwei 7,70 Meter-Sätzen in Runde sechs bis auf zwei Zentimeter an die Acht-Meter-Marke heran und holte mit 7,98 Metern Gold in einem extrem starken Feld. Nur acht Zentimeter fehlten zum 37 Jahre alten deutschen U20-Rekord. Der deutsche U20-Meistertitel in Rostock wenig später war mit 7,76 Metern nur Formsache.

Bastian Mrochen (19, LG Reinhardswald)

Von Platz sieben auf den Bronzerang. Nach 4.600 Metern auf der allerletzten Runde: Bastian Mrochen teilte sich sein 5.000 Meter-Rennen bei der U20-EM perfekt ein und rannte durchaus überraschend auf das Podest, nachdem er auf der Meldeliste nur auf Rang acht geführt gewesen war. Mit einer Zeit von 30:26,29 Minuten ist er zudem mit fast zweieinhalb Minuten Vorsprung die deutsche Nummer eins der U20 über 10.000 Meter.

Sandra Morchner (W50, Laufteam Kassel)

Europarekord im Halbmarathon in 1:15:13 Stunden! In Hamburg setzte die 50-jährige Sandra Morchner als Langstrecklerin und Wahl-Sylterin das dickste Ausrufezeichen als Dauerläuferin der Extraklasse. Über die 5.000 Meter machte sie in 17:13,40 Minuten noch dazu den zweiten deutschen Meistertitel klar. Die Bilanz zum Ende ihrer Deutschlandtour 2021? "Ass des Monats Oktober" mit neuen Maßstäben: 2:39:36 Stunden im Marathon. Auch über die 10.000 Meter auf der Tartanbahn (36:04,19 min) und 10 Kilometer auf der Straße (35:03 min) war nie eine deutsche Läuferin ihrer Altersklasse schneller.

Tatjana Schilling (W50, TSV 1850/09 Korbach)

Wer kennt schon einen 50-jährigen Mann – oder gar eine Frau, die ohne technische Hilfsmittel die 100 Meter-Ziellinie bereits nach 13,52 Sekunden erreicht? Und auch noch die Fünf-Meter-Marke im Weitsprung übertrifft? Tatjana Schilling kann das – und wird am Ende mit fünfmal Gold erfolgreichste Medaillensammlerin beim diesjährigen Jahreshöhepunkt, den Deutschen Senioren-Meisterschaften in Baunatal. Denn über die 200 Meter (27,52 sec), im 80 Meter Hürdensprint (13,12 sec) und im Kugelstoßen (12,55 m) kamen die Titel Nummer drei, vier und fünf hinzu.

Thomas Stewens (M55, SV Fun-Ball Dortelweil)

Achttausenddreihundertzwölf Punkte! Weltrekord im Zehnkampf! Der fünffache Familienvater Thomas Stewens hat es in diesem Jahr geschafft, endlich! Nach vielen, vielen Anläufen, zahlreichen Meisterschaften und langjährigem Training hat er es global an die Allzeit-Spitze in der M55 gebracht. Besondere Punktebringer waren – trotz fünf umgeworfener Hürden – starke 15,41 Sekunden im 100 Meter-Hürdensprint, 13,27 Meter im Kugelstoßen mit der Sechs-Kilo-Kugel und 57,01 Sekunden über die 400 Meter-Runde.