Wetzlar sammelt drei deutsche Jugendtitel
  25.02.2019 •     Jugend , Leistungssport , Wettkampfsport


Drei Titel, zwei zweite, jeweils vier fünfte und sechste Plätze, ein siebter Rang - das sind die statistischen Daten des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) bei den deutschen U20-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen. Verglichen mit den Titelkämpfen vor einem Jahr in Halle an der Saale - seinerzeit gewannen Daniel Regenfuß (200 Meter) und Oskar Schwarzer (800 Meter), Sophia Volkmer (800 Meter) wurde Zweite - konnte der HLV seine Bilanz demnach passabel aufbessern.

Wobei es bemerkenswert ist, dass alle drei aktuellen Titel nach Mittelhessen, genauer nach Wetzlar gingen. Denise Uphoff vom örtlichen Sprintteam war über 60 Meter (7,40) und 200 Meter (23,95/jeweils persönliche Bestzeit) nicht zu schlagen, Sophia Volkmer vom Turnverein Wetzlar war in persönlicher Hallen-Bestzeit (2:09,06) die Schnellste über die vier Runden unter dem Dach des Glaspalastes. Die U18-Athletin des Jahrgangs 2002 hatte im Ziel mehr als Sekunde Vorsprung vor der ein Jahr älteren Lena Posniak (2:10,16/LAC Erfurt). Auf Platz fünf lief Lara Tortell vom TV Rendel, die im Vorfeld etwas stärker eingeschätzt worden war. Ihre Zeit: 2:12,89 Minuten.

„Sophia hat in der letzten Runde wieder einmal alles mobilisiert. Sie ist mental einfach unglaublich stark“, sagt der HLV-Landestrainer Lauf Nachwuchs, Benjamin Stalf. Bei Lara Tortell, im Vorfeld ebenfalls als Titelkandidatin gehandelt, sei in der Schlussphase hingegen der Akku leer gewesen.

Die Trainingsgruppe des TV Wetzlar um Mark Schwesig feierte in Sindelfingen noch einen weiteren Podestplatz: Trainer-Sohn Frederik lief über 1.500 Meter in 4:01,92 Minuten auf Rang zwei hinter Artur Beimler (4:01,27/LC Cottbus), Zwillingsbruder Niklas wurde Zwölfter (4:15,81). Und auch über 3.000 Meter setzten sich zwei Hessen sehr gut in Szene: Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach/8:37,75) holte Silber, sein Vereinskollege Dominik Müller lief auf Platz sechs (8:45,27).

Einen weiteren Schritt nach vorne machte Hürdensprinter Janis-Elias Pohl (LG Eintracht Frankfurt) in Sindelfingen. In persönlicher Bestzeit von 7,95 Sekunden lief er auf Platz fünf. Wie auch Antonia Dellert (LG Seligenstadt) über 60 Meter (7,56) und Philip Hennemuth (SSC Bad Sooden-Allendorf) über die kurze Sprintstrecke (6,91). Über 200 Meter schied der Nordhesse im Vorlauf aus (22,26). Nicht unterschlagen seien an dieser Stelle der sechste Platz von Max Lehl (TSG Wehrheim) im Stabhochsprung mit 4,55 Metern sowie der siebte Rang von Lara Herdner im Kugelstoßen (14,07/LG Eintracht Frankfurt).

Zwei sechste Plätze erreichte die U18-Nachwuchsathletin Saskia Lindner (LG Eintracht Frankfurt). In der Form von Mitte Januar wäre insbesondere im Weitsprung mehr möglich gewesen als 5,99 Meter, mit ihrer persönlichen Bestweite von 6,24 Metern war sie die Nummer drei der Meldeliste. Über 60 Meter (7,57) fehlten fünf Hundertstel zur persönlichen Bestzeit.

Was in Sindelfingen auffällig war: In allen Sprungdisziplinen (Ausnahmen Lindner, Lehl) war der HLV beim männlichen und weiblichen Nachwuchs nicht nennenswert präsent.   

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