U18-EM: Silber für Regenfuß, Vogel Vierte, Volkmer Fünfte
  08.07.2018 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Am finalen Wochenende der U18-Europameisterschaften in Györ (Ungarn) hat Daniel Regenfuß von der LG Langen die erhoffte Medaille über 200 Meter gewonnen. Der 16-jährige Hesse lief nach 21,19 Sekunden über die Ziellinie - schneller war nur sein deutscher Konkurrent Alexander Czysch (VfB Stuttgart/21,15). Die Bronzemedaille sicherte sich der Tscheche Jiri Pechar (21,31). Regenfuß, gemeldet als europäischer U18-Jahresbester (21,12), hatte im Vorlauf 21,31 Sekunden erzielt und auch sein Halbfinalrennen in 21,21 Sekunden gewonnen. Im Endlauf lag er lange Zeit in Führung, dann zog der Stuttgarter Czysch ganz knapp an ihm vorbei. „Ich habe versucht, mich ins Ziel zu werfen und noch vor Alexander zu bleiben. Aber er hatte den besseren lauf und ich war etwas müde“, wird Regenfuß auf leichtathletik.de zitiert.

Was ihm nicht gelang, nämlich in Györ eine persönliche Bestleistung aufzustellen, glückte Sophia Volkmer vom TV Wetzlar gleich zweimal. Zunächst im 800-Meter-Halbfinale mit 2:07,78 Minuten, im Finale war die Athletin des jüngeren U18-Jahrgangs 2002 dann nochmals schneller: 2,07,56 Minuten. Die Belohnung war Platz fünf hinter der Britin Keely Hodgkinson (2:04,84), Sophie O'Sullivan (2:06,05/Irland), der Schwedin Gael de Coninck (2:06,14) und Nais Racasan (2:06,45/Frankreich). „Man merkt, dass es mehr zur Sache geht als bei deutsche Meisterschaften. Aber das macht auch Spaß, weil es so unberechenbar ist“, sagte Volkmer. Nach etwa 600 Metern hatte sie einen Rempler abbekommen („Ich weiß gar nicht genau, was passiert ist“) und geriet kurz aus dem Tritt, lief das erste internationale Finale ihrer Karriere aber bravourös zu Ende.

Wie Volkmer gehört auch Stabhochspringerin Sarah Vogel (LG Seligenstadt) dem jüngeren U18-Jahrgang 2002 an. Und auch sie war im Finale mit einer persönlichen Bestleistung topfit und nervenstark. Die 16-Jährige überquerte erstmals in ihrer Karriere vier Meter, genau vier Meter, und erreichte einen hervorragenden vierten Platz. Vier Meter gingen auch für die Bronzemedaillengewinnerin Krystsina Kantsavienka aus Weißrussland in die Ergebnisliste ein. Sie benötigte für diese Höhe aber nur zwei Versuche, Vogel einen mehr.  

Für diesen Absatz war ebenfalls ein eigener Textbaustein geplant, aber: Die Bildregie während der Live-Übertragung des Privatsenders Eurosport zeigte den Hochsprung der weiblichen U18-Jugend erst ab der Höhe von 1,83 Meter - als Jenna Fee Feyerabend bereits ausgeschieden war. Deshalb übernehmen wir mit freundlicher Genehmigung von leichtathletik.de den Beitrag des Fachportals. "Für Mehrkämpferin Jenna Fee Feyerabend (TV Groß-Gerau) war das Erreichen des Finales das große Ziel. Dort traf sie auf die besten Hochsprung-Spezialistinnen ihrer Altersklasse in Europa. Wie gut diese sind, demonstrierte die Ukrainerin Yaroslava Mahuchikh, die als einzige 1,86 Meter überquerte. Allein im Wettbewerb ließ sie stattliche 1,94 Meter auflegen und sprang im dritten Versuch drüber. Danach beendete sie den Wettbewerb. Für die DLV-Athletin waren 1,79 Meter nach überquerten 1,74 Meter zu hoch. Das bedeutete am Ende einen geteilten zehnten Platz. Viel wichtiger für sie: Die Sicherung des IAAF-Quotenplatzes für die Youth Olympic Games in Buenos Aires, was ihr mit dem Final-Einzug geglückt war."

Überhaupt nicht nach Wunsch lief die Speerwurf-Qualifikation für Lilly Urban von der LG Eintracht Frankfurt. Angereist als deutsche U18-Jahresbeste mit einer persönlichen Bestleistung von 53,83 Metern, waren die Titelkämpfe für die Hessin bereits nach drei Versuchen beendet. In der Mittagssonne zeigte Urban mit dem 500 Gramm schweren Gerät eine recht durchwachsene Serie mit 47,59 Metern – ungültig – 49,29 Metern. Damit belegte Urban in der Gruppe A den siebten Platz. In der Gruppe B war es dann ausgerechnet ihre Teamkollegin Lea Wipper (SC DHfK Leipzig), die Urban mit einem Wurf von 49,49 Metern aus dem Finale kickte. Für die Frankfurterin wurde in der Gesamtbilanz letztlich Platz 13 notiert.