Nachwuchs-Springer Oliver Koletzko gewinnt "Herborn fliegt" Meeting - Maryse Luzolo Zweite bei den Frauen, gelungenes Comeback von Saskia Lindner
  24.08.2020 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Jugend auf dem Vormarsch. Mit Oliver Koletzko (Wiesbadener LV) holt ein U18er den Gesamtsieg beim Weitsprung-Meeting „Herborn fliegt“. Der amtierende deutsche Hallenmeister von Neubrandenburg hatte die Konkurrenz mit starken 7,68 Metern im Griff und lieferte einmal mehr eine tolle Serie mit gleich sechs gültigen Versuchen ab. Zudem wurden alle Sprünge jenseits der 7,37 Meter gemessen. Für die nationalen Titelkämpfe des Nachwuches in knapp zwei Wochen in Heilbronn ist der WLVler auch im Freien der haushohe Favorit auf den DM-Titel. Platz zwei in Herborn ging mit 7,60 Metern an Mohamed Amin Alsalmi (LAC Berlin). Der Weitenjäger aus der Bundeshauptstadt lag knapp vor Gianluca Puglisi (Königsteiner LV), der seinen besten Versuch bei 7,58 Metern hatte.

Im Feld der Frauen lieferten sich einmal mehr Merle Homeier (LG Göttingen) und Maryse Luzolo (Königsteiner LV). Bei der DM in Braunschweig lag die Hessin als Vizemeisterin noch vor der Springerin aus Niedersachsen. In Herborn drehte Homeier den Spieß und gefiel mit einer guten Serie. Der beste Versuch wurde bei 6,45 Metern gemessen und bedeutete neunen Meeting-Rekord. Luzolo, die von einem HR-Fernsehteam begleitet wurde, kam auf 6,33 Meter.

Ein gelungenes Comeback nach rund einem Jahr Weitsprung-Abstinenz feierte beim Jugend-Nachwuchs Saskia Lindner (LG Eintracht Frankfurt). Die U20-Athletin hatte zwar nur einen gültigen Versuch in ihrer Serie, doch 6,15 Meter konnten sich allemal sehen lassen. Mit Benita Kappert (Hamburger SV/6,07 Meter) blieb auch die Zweite der Konkurrenz über der „Sechsar-Schallmauer“. Josephine Otto (LAC Kassel/noch W15) kam als Vierte des Wettbewerbes auf 5,94 Meter. Malin Stavenow (Wiesbadener LV/7. Gesamt) blieb mit 5,84 Metern (4. U20) einen Tick unter ihren Möglichkeiten. Julian Holuscheck (Eintracht/noch M15) hatte mit 6,51 Metern in der Jugendklasse U18 die Nase vorne.