Miriam Sinning meldet sich mit neuer Siebenkampf-PB zurück - Markus Wagenleitner legt rund 100 Zähler drauf und knacht die 6000 Punkte
  22.07.2020 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Das Comeback konnte sich allemal sehen lassen. Nach rund einem Jahr Wettkampfpause, bedingt durch einige Wehwehchen, meldete sich Miriam Sinning (noch U23) erfolgreich auf der Tartanbahn zurück. Die Athletin in den Farben der LG Eintracht Frankfurt hatte sich ein Mehrkampf-Meeting in Regensburg für ihr Comeback ausgesucht. Betreut von HLV-Kadertrainer Philipp Schlesinger ging es in Bayern mit soliden 14,03 Sekunden über 100 Meter Hürden los. Mit 1,68 Metern im Hochsprung blieb Miriam lediglich ein Zentimeter unter ihrer Bestleistung. Die 10,50 Meter mit der Kugel bedeuteten dann „PB“. Sinnings 25,39 Sekunden zum Finale des ersten Tages waren dann auch noch im „grünen Bereich“. Mit stabilen 5,53 Metern bei den Weitenjagd ging es dann weiter. Nicht wunschgemäß lief es dann beim Speerwerfen. Nach knapp 40 Metern beim Einwerfen, konnten im Wettkampf dann lediglich 34,17 Metern gemessen werden. Die zwei kräftezehrenden Tage endeten für die Eintrachtlerin dann der neuen Bestzeit von 2:20,42 Minuten über 800 Meter. In Summe ergaben die sieben Disziplinen dann 5300 Punkte, eine Steigerung um rund 200 Zähler und bedeuteten Platz zwei hinter der sich auf 5715 Punkte verbesserten Lokalmatadorin Anna-Lena Obermaier (SWC Regensburg).

Mit von der Partie im „Stadion am Weinweg“ war auch Jenna Fee Feyerabend (TV Groß-Gerau). Für die Nachwuchsathletin der Altersklasse U20 war es der zweite Siebenkampf innerhalb von zwei Wochen. Am Ende standen für die Gymnasiastin 5272 Punkte zu Buche, womit sie bis auf wenige Zähler an ihre Leistung von Frankfurt (5306 Pkt.) ran kam und weiter Wettkampf-Praxis sammelte. Stark präsentierte sich Jenna beim Kugelstoßen, wo mit 12,72 Metern eine neue Bestmarke notiert werden konnte. Auch die 1,76 Meter bei der Höhenjagd waren richtig gut. In ihrer Paradedisziplin bestätigte Feyerabend die 1,77 Meter von Essen am letzten Wochenende. Hinzu kamen noch 14,66 Sekunden über die 100 Meter Hürden sowie 26,38 Sekunden bei de 200 Meter, wobei auf beiden Strecken noch „Luft nach oben“ besteht. Am zweiten Tag gingen gingen steigerungsfähige 5,37 Meter (Weitsprung), 35,88 Meter (Speerwurf) sowie 2:26,87 Minizen (800 Meter) in die Wertung ein. Jetzt geht der Blick und finale Vorbereitung in Richtung Mehrkampf-DM in Vaterstetten, wo Feyerabend in den Kampf um Edelmetall eingreifen möchte.

Auch Markus Wagenleitner „musste“ zwei Wochen nach Frankfurt erneut ran. Der Youngster vom Königsteiner LV steigerte sich in der Oberpfalz um über 100 Zähler und ist nun bei 6039 Punkten angekommen. Der U18er legte mit 11,74 Sekunden über 100 Meter los. Es folgten 6,13 Meter (Weitsprung), 11,59 Meter (Kugel) und 1,67 Meter (Hochsprung). Alle drei Werte waren zwar besser als in Frankfurt, jedoch noch nicht zufriedenstellend. Ganz anders die Zeit über 400 Meter. Im seinem erst zweiten Rennen auf der Stadionrunde verbesserte sich Markus um rund eine Sekunde - 52,84 waren nach vier Disziplinen richtig stark. Bei den 110 Metern Hürden wurden 15,33 Sekunden gestoppt. Bei den Weiten mit Diskus (33,64 m) und Speer (34,71 m) besteht noch „Nachholbedarf“. Markus, der dem Bundeskader im Stabhochsprung angehört, zeigte in seiner Lieblingsdisziplin eine starke Leistung. Der KLVler flog bei der neuen Bestmarke von 4,20 Metern über die Latte. Nach recht kurzer Pause folgten dann noch 5:02,59 Minuten (PB) über die nicht sonderlich beliebten 1500 Meter. Der Weg zu einer Zeit mit einer 4 vor der Komma ist damit in greifbarer Nähe.