Lisa Mayer hakt in Karlsruhe die EM-Norm ab
  31.01.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Geschafft! Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar) hakte beim „Indoor Meeting“ in Karlsruhe die vom DLV geforderte 60-Meter-Norm für die Hallen-EM im polnischen Torun erfolgreich ab.

Die schnelle Hessin war mit einer Jahresbestmarke von 7,26 Sekunden, gelaufen bei einem Meeting in Frankfurt/Kalbach, nach Baden-Württemberg angereist. Diese Zeit stellte Mayer in ihrem Vorlauf auf die hundertstel Sekunde genau ein und hatte als Dritte ihres Rennens ein kleine „q“ hinter ihrem Namen - durfte als im Finale nochmals ran. Den Vorlauf gewann mit ganz starken 7,11 Sekunden die Britin Dina Asher-Smith, die damit ganz nah an ihre Bestzeit von 7,08 Sekunden rankam. Zweite wurde die Französin Orlann Ombissa-Dzangue (7,21 sec.). Im anderen Vorlauf zogen Ajla del Ponte (SUI) und Asha Philipp (GBR) mit 7,21 bzw. 7,26 Sekunden direkt in den Endlauf ein. Rebekka Haase (ebenfalls Sprintteam Wetzlar) reichten 7,31 Sekunden zum Weiterkommen.

Im Finale gab Asher-Smith dann so richtig Gas. Mit hervorragenden 7,08 Sekunden stellte die vierfache Europameisterin (100 m, 200 m, 4x100 m) dann ihren „Hausrekord“ ein und setzte sich an die Spitze der Weltjahresbestenliste. Die 200-Meter-Weltmeisterin von Doha/QAT, sie startet für den Blackheath & Bromley Harriers Athletin Club, gehört damit zu den Top-Anwärterinnen auf eine EM-Medaille unter dem Hallendach.

Eine Millimeter-Entscheidung war dann der Kampf um die beiden nächsten Plätze auf dem Treppchen, den die Französin Ombissa-Dzangue in 7,16 Sekunden (SB) hauchdünn zu ihren Gunsten entschied. Ajla del Ponte (SUI) konnte sich als Dritte mit 7,17 Sekunden über die Einstellung ihrer „PB“. Aber auch hinter dem Top-Trio ging es knapp zur Sache. Lisa Mayer stürmte auf den vierten Platz und konnte mit 7,21 Sekunden einen dicken Haken an die EM-Norm machen. Vor vier Jahren war Mayer auch schon einmal bei einer Hallen-EM am Start und wurde damals im serbischen Belgrad mit 7,19 Sekunden Vierte. Das Finale von Karlsruhe komplettierten Asha Philipp (GBR/7,22 sec./SB), Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen/7,26 sec./=SB), Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar/7,35 sec.) sowie Alexandra Burghardt (LG Gendorf Wacker Burghausen/7,36 sec.).

Nach ihrer Rückkehr aus dem Trainingslager in Kenia stellte sich die „Hessin“ Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) für einen Tempotest über 1500 Meter an die Startlinie. Der endete für die Hindernisspeizialistin nach 4:15,38 Minuten auf dem fünften Platz. Auf der Zielgeraden spurtete Katharina Trost (LG Stadtwerke München) in 4:12,02 Minuten zum Sieg vor Winnie Nanyondo (UGA/4:12,36 min.).

Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehörten noch die Stabhochsprung-Flugshow von „Altmeister“ Renaud Lavillenie. Der mittlerweile 34 Jahre alte Franzose schwang sich beim Auftakt-Meeting der „World Indoor Tour“ als Sieger über ganz starke 5,95 Meter. Mit dem dreifachen Hallen-Weltmeister wird in dieser Saison also noch zu rechnen sein. Toll auch die 19,65 Meter im Kugelstoßen von Auriol Dongmo (POR), womit sich die gebürtige Kamerunerin an die Spitze des Welt-Rankings setzte.