Gast aus Leverkusen glänzt mit 2,17 Metern im Hochsprung - auch hessische Höhenjäger in guter Form
  08.02.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Die Sprünge standen am Sonntag bei einem weiteren HLV-Wettkampf für „Berufs- und Spitzensportler“ im Fokus des Geschehens. Das hochwertigste Resultat der Veranstaltung im Sportzentrum Kalbach ging an einen Athleten mit der weitesten Anreise. Florian Hornig (TSV Bayer 04 Leverkusen) war zusammen mit seinem Teamkollegen Mateusz Przybylko und Hochsprungbundestrainer Hans-Jörg Thomaskamp nach Hessen gekommen. Eigentlich galt Przybylko als der große Favorit. Kein Wunder, sprang der Europameister von Berlin doch erst letzte Woche im slowakische Banska Bystrica über 2,28 Meter und hakte damit die Norm für die Hallen-EM in Torun ab. In Kalbach fand der 1,95 Meter große Sportsoldat jedoch nicht so richtig in den Wettkampf und überquerte „nur“ 2,11 Meter, dann war Schluss. Hinzu kam noch, dass bei einem seiner letzten Sprünge der Fixierungsriegel über der Spike-Schnürung am Sprungbein abriss. Somit fehlte doch ein gehörige Portion Stabilität bei den Absprüngen. „Leider hatte ich keine Ersatzspikes dabei“, berichtet der Bayer-Athlet. Somit war der Weg frei für den U23er Florian Hornig, der mit überquerten 2,17 Metern eine neue persönliche Bestmarke aufstellte, nur knapp an den 2,20 Metern scheiterte und aktuell in Deutschland auf Position fünf geführt wird. „Jetzt freue ich mich auf die Hallen-DM in Dortmund. Wäre toll, wenn es dort mit dieser Höhe klappt“, verriet der strahlende Sieger.

Als Dritter der Männer-Konkurrenz sortierte sich Philipp Heckmann (Eintracht Frankfurt/2,08 m) ein. „Ich hätte Philipp auch gerne bei 2,11 Metern gesehen. Das kommt aber noch. Trotzdem war es ein guter Wettkampf“, so Trainer Günter Eisinger. Grund zum Jubeln hatte Maximilian Grün (ASC Darmstadt), der sich gegenüber seinem ersten Wettkampf Ende Januar erheblich steigern konnte, jetzt die 2,02 Meter meisterte und sich damit in der Altersklasse U18 zusammen mit Louis Robertz (LG Olympia Dortmund) nun die Spitzenposition in Deutschland teilt.

Mit dem Stab schwang sich Sarah Vogel (LG Seligenstadt) über 3,80 Meter und verzichtete dann auf die aufgelegten 3,90 Meter. Die U20-Springerin hätte gerne die „4“ gepackt. Das klappte diesmal noch nicht, was Vogel sichtbar ärgerte. Auch bei Max Lehl (TSG Wehrheim), dem einzigen Mann im Feld, war noch etwas Sand im Getriebe. Im letzten Wettkampf sprang Lehl glatte 5,00 Meter. Diesmal testete er erstmals längere und härtere Stäbe und stieg bei 4,70 Metern in den Wettkampf ein, was diesmal aber noch nicht klappte. Bei den U18ern hakte Benedikt Haug (ASC Darmstadt) glatte vier Meter ab.

Im Weitsprung wurde Oliver Koletzko (U20) einmal mehr seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. Der Athlet vom Wiesbadener LV legte gleich im ersten Durchgang starke 7,52 Meter vor, bei denen es dann auch blieb. Später schnürte der WLVler noch über 60 Meter seine Spikes und wurde hier mit 7,01 Sekunden gestoppt. Im Weitsprung der U18 setzte sich Julian Holuschek (Eintracht Frankfurt) mit 6,74 Metern und knappen zwei Zentimetern Vorsprung gegen Juan-Sebastian Kleta (TV Gelnhausen) durch. Malin Stavenow (WLV/U20) näherte sich mit 5,86 Metern wieder der „Sechser-Marke“ an, hatte aber Josephine Otto (LAV Kassel/U18) im Nacken, die 5,82 Meter markierte.

Die Truppe vom Sprintteam Wetzlar stand eigentlich beim zeitgleich stattfindenden Meeting in Dortmund auf der Startliste. Wegen der doch sehr unsicheren Wetterlage entschied sich die Truppe jedoch gegen eine Anreise nach Westfalen. In den beiden 60-Meter-Rennen setzte sich dann erwartungsgemäß Elias Goer (6,85 und 6,88 sec.) durch. Den zweiten Platz teilten sich Constantin Derzbach (1. Lauf/LG Seligenstadt) mit 6,95 Sekunden sowie Altersklassenkollege Felix Schlosser (2. Lauf/LG Rosbach-Rodheim) mit 6,97 Sekunden. Die Wertung der U18 führte Julian Rubel (Königsteiner LV/7,42 sec.) an.

Einen schönen Start-Ziel-Sieg über 400 Meter lieferte mit flotten 48,95 Sekunden Maximilian Klink (LG Dornburg) ab. Dahinter finishten Pierre Börkey (TV Waldstraße Wiesbaden/U20) mit 50,79 Sekunden sowie Lasse Schmitt (KLV/U18) mit 50,91 Sekunden.

Im Frauensprint stürmte eine Jugendliche (U20) zum Doppelsieg. Antonia Dellert (Sprintteam Wetzlar) kam mit 7,43 bzw. 7,45 Sekunden in den Bereich ihrer Bestzeit von 7,38 Sekunden. Dahinter verbesserte sich Frauen-Siegerin Viktoria Koletzko (WLV) auf 7,55 Sekunden. Auch Lara Tornow (Sprintteam) erzielte 7,55 Sekunden. Bei den Mädels der U18 setzte sich Josephine Otto (LAV Kassel/7,66 sec.) gegen Mira Baus (SG Schlüchtern/7,80 sec.) durch.