EM im 24-Stundenlauf: Team-Silber für Antje Krause
  31.05.2018 •     Wettkampfsport , Leistungssport


Mit Team-Silber ist Antje Krause von der Europameisterschaft im 24-Stundenlauf zurückgekommen. 216,71 Kilometer bedeuteten zudem Platz elf in der Einzelwertung. Noch im März hatte die Athletin vom Ultra Sport Club Marburg ihre Teilnahme an den Titelkämpfen in Timișoara (Rumänien) in Frage gestellt: Denn Krankheit und berufliche Gründe ließen ein optimales Training nicht zu. Letztlich entschied sie sich doch für ihren elften Einsatz im Nationalteam, um die Mannschaft zu unterstützen. Und das zahlte sich aus. Krause war hinter der Achtplatzierten Julia Fatton (TV Rheinau), die 223,38 Kilometer lief, zweitbeste Deutsche. Anke Libuda (BSG Bochum) komplettierte das Team.

Die Organisation war hervorragend und die etwa 1,2 Kilometer lange Runde ohne nennenswerte Steigungen auf festem Untergrund nahezu optimal. Aber das Wetter machte sehr zu schaffen: Schwüle bei bis zu 28 Grad, ein kurzes Gewitter ohne nennenswerte Abkühlung, und auch in der Nacht blieb es drückend. Entsprechend viele Teilnehmer mussten ihre Ziele deutlich reduzieren oder gaben auf. Die deutschen Frauen, so auch Antje Krause, gingen es ruhig an und lagen weit hinten im Feld. Nach sechs Stunden waren sie in der Mannschaftswertung noch nicht unter den ersten zehn. Aber das sollte sich später als richtig herausstellen.

Die Marburgerin hatte durchaus ihre Probleme mit der Witterung. „Mein Rennen war bis etwa sechs Stunden sehr gleichmäßig, dann bekam ich einige Probleme. Trotz dauernder Kühlung wurde mir zu warm, der Kreislauf begann zu schwanken, der Magen vertrug nicht mehr alles“, erzählte sie später. Trotz mehrerer Tiefs gelang es ihr immer wieder, sich zu motivieren. Am Ende konnte sie ihre letzten Runden sogar mit am schnellsten absolvieren. Auch die anderen Deutschen liefen weit nach vorne. Nur die favorisierten Poolinnen um Europameisterin Patrycja Bereznowska (243,35 Kilometer) waren nicht zu schlagen. Auf die drittplatzierten Britinnen liefen die Deutschen am Ende mehr als zwölf Kilometer Vorsprung heraus.