Drei Hessenrekorde bei U20/U16-Titelkämpfen
  20.06.2017 •     Trainerportrait


Beginnen wir mit den drei nachhaltigsten Leistungen, die bei den hessischen Meisterschaften U20/U16 in Neu-Isenburg erzielt wurden. Da ist zunächst Sarah Vogel von der LG Seligenstadt zu nennen, die über 80 Meter Hürden (11,29 bei 1,3 Meter pro Sekunde Schiebewind) eine hessische U16-Bestleistung erzielte. Der vormalige Rekord wurde seit acht Jahren von Michelle Dietz (SSC Hanau-Rodenbach/11,46) gehalten. Im Stabhochsprung pulverisierte Sarah Vogel ihre eigene, drei Wochen alte Bestmarke und verbesserte sich von 3,62 auf 3,81 Meter. Und noch eine hessische Bestleistung, dieses Mal in der M14: Kai Hurych vom KSV Fürth im Odenwald gewann in Neu-Isenburg den Hammerwurftitel mit 65,70 Metern, sein alter Haus- und Landesrekord stand seit Mitte Mai bei 63,10 Metern. Ansonsten bleibt für die U20-Wettkämpfe übergreifend festzuhalten: Der weibliche Nachwuchs ist in Hessen wesentlich leistungsstärker als der männliche. Bewertet an der deutschen U20-Jahresbestenliste gab es in Neu-Isenburg bei der weiblichen Jugend fast ein Dutzend national relevanter Ergebnisse.<ENDE/>

So lief Jennifer Zuban vom Wiesbadener LV die 100 Meter in 11,99 Sekunden und rückte damit in die Top 20 des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) auf. Der Gegenwind im Finale wurde mit 1,0 Metern pro Sekunde gemessen. Über 400 Meter verbesserte sich Elena Kelety (Königsteiner LV) auf 55,62 Sekunden, aktuell bedeutet dies DLV-Platz 12. Über 800 Meter ist der Hessische Leichtathletik-Verband national hervorragend aufgestellt, auf dieser Strecke tut sich richtig was. In Neu-Isenburg gewann Svenja Sommer vom TV Groß-Gerau in persönlicher Bestzeit von 2:11,51 Minuten (DLV-Platz 11). Bei den Landesmeisterschaften über die zwei Runden nicht am Start, aber national ebenfalls schon gelistet: Lara Tortell (TV Rendel/2:10,93/10.) und Anna Schösser (HTG Bad Homburg/2:12,19/15.). Schösser ging in Neu-Isenburg über 400 Meter in den Block und wurde Fünfte in 59,40 Sekunden. 1.500-Meter-Siegerin Lisa Oed vom SSC Hanau-Rodenbach verfehlte in 4:34,84 Minuten (DLV 11) ihre Bestzeit aus dem Vorjahr um lediglich eine Zehntel.
Über 100 Meter Hürden gelang Elena Kelety ein weiterer Sieg in 14,37 Sekunden (DLV 11); auf DLV-Platz 10 rückte Stabhochsprungsiegerin Lea Kurz (TSV Kirchhain) vor. Dass sie zur erweiterte nationalen Spitze gehört, stellte auch Hammerwurfmeisterin Laura Siegel (TuS Weilmünster/48,42) unter Beweis. Kugelstoßerin Patrizia Römer vom TSV Hessen Frankenberg, mit 14,75 Metern die Nummer 5 im DLV, holte sich den Titel mit 14,20 Metern. Im Speerwerfen gewann erwartungsgemäß die Favoritin Carolin Friedrich (LAV Kassel) mit 44,46 Metern. Auch sie hat schon weitergeworfen in diesem Jahr, nämlich 46,27 Meter (DLV 8). Auf DLV-Rang 11 ist Lene Maurer (TV Bad Schwalbach) nach ihrem Dreisprungsieg mit 11,99 Metern gelistet.

Für die wertvollste Leistung bei der männlichen U20-Jugend sorgte Kevin Kranz (LG Eintracht Frankfurt) mit einer persönlichen 100-Meter-Bestzeit von 10,70 Sekunden. Diese Zeit bringt ihn in der DLV-Jahresbestenliste auf Platz 10. Rang zwei ging in 10,90 Sekunden an Tobias Trupp (TV Assenheim/10.90). Trupp setzte sich in den 200-Meter-Zeitläufen in 22,07 Sekunden durch, dahinter platzierten sich Lennard Wagner (LG Eintracht Frankfurt/22,26), Daniel Regenfuß (LG Langen/22,26) und Nico Kühnel (SG Johannesberg/22,28). Über 400 Meter setzte sich Maximilian Klink (LG Dornburg) in 49,57 Sekunden durch, Platz zwei ging an den 800-Meter-Spezialisten Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau/49,80). So war der Weg über die zwei Stadionrunden frei für Tom Gebel (Wiesbadener LV/1:55,94). Auch über 1.500 und 3.000 Meter gingen die Siege nach Wiesbaden, und zwar an den Somalier Ilyas Yonis Osman vom TV Waldstraße (4:01,28/8:55,84). Im Sprungbereich überzeugte Lennart Genz (TSV Eintracht Stadtallendorf) mit 7,07 Metern im Weitsprung, im Hammerwerfen setzte sich der Favorit Sebastian Arnold (TuS Weilmünster/60,18) durch. Genz und Arnold sind in der deutschen U20-Bestenliste 2017 mit ihren - etwas besseren Jahresresultaten - auf den Plätzen 11 und 6 zu finden.
Uwe Martin