Meisterschafts-Saison im Sportzentrum mit den hessischen Titelkämpfen unter dem Hallendach eingeläutet
  18.01.2022 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Einmal mehr wurden im Sportzentrum Kalbach bei den hessischen Hallen-Meisterschaften die ersten Titel der neuen Saison vergeben. Neben einigen altbekannten Gesichtern tauchten aber bei den Siegerehrungen neue Namen auf dem Podium auf. Fangen wir bei den 60 Metern an. Hier fehlten einige flotte Protagonisten wie Elias Goer, Nils Keßler oder Hallen-EM-Starter Kevin Kranz, da Kadertrainer David Correll mit einer größeren Gruppe noch im Trainingslager weilte. Damit war der Weg frei für Tim Kolbe (TSG Friedrichsdorf), der bereits in der letzten Freiluft-Saison auf sich aufmerksam machte und mittlerweile bei 10,70 bzw. 21,65 Sekunden angekommen ist. In der Halle holte sich der U23er nun den Titel mit 6,90 Sekunden vor Daniel Borchardt (Eintracht Frankfurt/6,94 sec.) und Eintracht-Neuzugang Philip Hennemuth (6,99 sec.).

Auf den 200 Metern war der Weg dann für Borchardt frei, der sich mit 22,04 Sekunden knapp gegen seinen Teamkollegen Philip Hennemuth (22,08 sec.) durchsetzte. Das Tripel für die Adlerträger machte Routinier Florian Daum (22,34 sec.) perfekt, der aber von einem Jugendlichen bedrängt wurde. Finn Kohlenbach (Königsteiner LV/1. Jahr U20) wurde in seinem Zeitlauf mit 22,47 Sekunden gestoppt.

Über die 400 Meter knackte kein Starter die 50-Sekunden-Marke. Eric Herbert (Eintracht Frankfurt) blieb mit 50,08 Sekunden knapp über dieser Marke. Dahinter sortierten sich mit bereits größerem Rückstand Paul Kirschner (TuSpo Borken/52,33 sec.) sowie Yanik Can Enders (TV Groß-Gerau/52,50 sec.) ein.

Bei seiner Premiere im Eintracht-Trikot tat der Australier Samuel Blake (Bestzeit 1:47,01 Minuten) nicht mehr als nötig, um die 800 Meter in für ihn eher sehr lockeren 1:54,74 Minuten zu gewinnen. In seinem Sog blieben nur noch der U20er Jan Dillemuth (TV Assenheim/1:55,94 min.) und Samuel Eizenhöfer (LC Diabü Eschenburg/1:58,20 min.) unter zwei Minuten.

Kilian Schreiner (ASC Breidenbach) trat über 1500 Meter die Flucht nach vorne an, mit Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach) als Schatten. Schreiner, eher ein Spezialist auf den längeren Strecken, war klar, dass er bei einem kurzen Endspurt nicht die besten Karten haben würde. Als es in die letzte Runde ging trat dann Abele kurz an, zog vorbei und lief in 3:51,92 Minuten zum Sieg. Schreiner wurde mit 3:55,35 Minuten gestoppt. Bronze ging nach 3:59,67 Minuten an Lorenz Rau (ebenfalls Breidenbach).

Bereits am nächsten Tag stand Klilian Schreiner bei den 3000 Metern erneut auf der Bahn und dominierte das Rennen mit einem beeindruckenden Start-Ziel-Sieg in 8:15,56 Minuten von der Spitze weg. Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) hatte es nach 8:24,95 Minuten geschafft und Anas Belfqih (TV Waldstraße Wiesbaden/noch U20) erkämpfte sich mit 8:48,48 Minuten den dritten Platz.

Bei den 60 Metern Hürden hatte Moritz Mainka (Wiesbadener LV/8,22 sec.) die Nase vorne. Dahinter folgten Eric Wallrabenstein (LG Rüsselsheim) mit 8,41 Sekunden und Martin Kratz (TV Gelnhausen) in 8,53 Sekunden.

Die 4x200 Meter endeten mit einem Doppelsieg für die Frankfurter Eintracht. Die erste Garnitur (Borchardt, Hennemuth, Daum, Schulz) setzte sich in guten 1:28,48 Minuten gegen die SGE II (Herbert, Leissner, Krug, Isenbart/1:32,78 min.) durch. Die Startgemeinschaft Untermain (Holzweiler, Miebes, Heider, Miebes) hatte mit 1:39,87 Minuten bereits einen gehörigen Rückstand, konnte sich aber trotzdem über die Bronzemedaille freuen. Auf dem Silberrang lag eigentlich das Team der Startgemeinschaft Königstein/Groß-Gerau, doch nach zwei überlaufenen Wechseln folgte die Disqualifikation.

Im Hochsprung konnte sich Routinier Philipp Heckmann (Eintracht) mit 2,05 Metern knapp gegen Youngster Maximilian Grün durchsetzen. Der Nachwuchsspringer vom ASC Darmstadt befindet sich in seinem ersten Jahr bei den U20ern, flog bei 2,02 Metern über die Latte und brachte sich damit für die Jugend-DM in Sindelfingen in Position. Julian Eufinger (TG Camberg/U18) sprang als Dritter über 1,96 Meter.

Der Stabhochsprung ging erwartungsgemäß an Max Lehl (TSG Wehrheim). Der Dritte der U23-DM von Koblenz sprang im Freien bereits über fünf Meter. Unter dem Hallendach meisterte er 4,90 Meter und setzte sich damit gegen seinen Trainings-Kollegen Gordon Porsch (Eintracht Frankfurt/4,70 m) durch. Martin Kratz (TV Gelnhausen) trat mit 4,40 Metern die Heimreise an.

Oliver Koletzko (Wiesbadener LV) wurde seiner Favoritenrolle im Weitsprung gerecht. Der Jugend-Europameisters (U20) bestimmte mit starken 7,52 Metern den Weitsprung vor seinem Altersklassen-Kollegen Marc Mercier (ASC Darmstadt/7,10 m). Mit drei ungültigen Versuchen bestand beim Einstieg in die Hallensaison in Sachen Konstanz jedoch noch Luft nach oben. Für die Titelkämpfe in Sindelfingen ist „Oli“ als Führender des DLV-Rankings der ganz klare Favorit auf den Titel. Lukas Harren (Eintracht Frankfurt) hatte als Dritter mit 6,74 Meter bereits einen größeren Rückstand.

Mit lediglich drei Starten war der Dreisprung eher dünn besetzt. Die Medaillen teilten sich dann drei Jugendliche untereinander auf - Männer glänzten hier komplett durch Abwesenheit. Die Reihenfolge auf dem Siegertreppchen lautete dann Ben Philipp Keil (Eintracht Ffm./13,85 m) vor Lukas Heckmann (12,38 m) und Lovis Claudius Weller (beide LG Odenwald/11,17 m).

Beim Kugelstoßen war Maximilian Lang (LAZ Bruchköbel) mit 16,09 Metern ganz klar der „Herr im Ring“. Zehnkämpfer Janins Wolff (Eintracht Ffm.) markierte als Zweiter 13,70 Meter. Mike Schuster (LG Wettenberg) durfte sich für seine 12,59 Meter die Bronzemedaille abholen.