Marius Karges und Katja Seng knacken bei den Winterwurf-Hessenmeisterschaften mit dem Diskus die WM-Normen für die U20 Titelkämpfe im kolumbianischen Cali
  24.01.2022 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Gleich im ersten Freiluft-Wettkampf des Jahres gab es zwei ganz starke Weiten. Bei den hessischen Winterwurf-Meisterschaften im HLV-Leistunsgzentrum an der Hahnstraße knackte Marius Karges (Eintracht Frankfurt) die Norm für die U20 Weltmeisterschaften Anfang August im kolumbianischen Cali. Im vierten Durchgang passte es richtig gut. Der 1,75 Kilogramm schwere Diskus des Eintrachtlers schlug erst bei 58,90 Metern auf dem Boden auf. Für Cali verlangt der Weltverband mindestens 57,50 Meter. Die Weite von Karges ist ein erstes Zeichen, wohin die Reise gehen könnte. Wichtig ist jedoch die Bestätigung dieser Leistung bei der DM und den entsprechenden Quali-Wettkämpfen des Verbandes. Benedict Michel (LG OVAG Friedberg-Fauerbach/46,16 m) hatte die Silbermedaille im Gepäck.

Eine starke Frühform hatte auch Hammerwurf-Sieger Kai Hurych (KSV Fürth), der eine ganz stabile Serie mit gleich sechs gültigen Würfen zeigte, die alle erst jenseits der 65 Meter auf dem Boden aufschlugen. Der beste Versuch wurde bei 68,42 Metern gemessen. Hinter dem Serien-Hessenmeister sortierten sich Marvin Baumann (TV Fränkisch-Crumbach/58,79 m) und Tim Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim/58,10 m) ein. Im Speerwerfen blieb Simon Schmitt (TSV Pfungstadt) mit 53,55 Metern als einziger Athlet über der 50-Meter-Marke.

 

Die zweite WM-Norm an diesem Tag überbot Katja Seng (LAZ Bruchköbel/U20). Mit 49,53 Metern blieb sie drei Zentimeter über dem Limit für Cali und nähert sich langsam einer Weite mit der „Fünf“ vor dem Komma an. Den starken Auftritt der LAZ-Werferinnen ergänzte als Zweite Lena Weinrauch mit 47,64 Metern.

Beim Hammerwerfen hatte Adlerträgerin Larissa Rollberg auf ihrer Heimanlage mit 49,94 Metern Merle Tetem (ESV JahnTreysa/44,31 m) sicher im Griff.

Bei frischen Temperaturen und leichtem Schneegestöber nahmen die Speerwerferinnen außerhalb des Wurfhauses ihr Sportgerät in die Hand. Tabea Lanzer (TV Haiger) reichten hier 33,12 Meter zum Titelgewinn vor Mona Marzouk (TSG Niederhofheim/30,14 m). Erwähnenswert noch die 35,09 Meter im Speerwerfen der Nachwuchsklasse W15 von Fara Signy Köchling (Eintracht Frankfurt). Bei den Jungs der M15 hatte Max Baier (TV Fränkisch-Crumbach) im Hammerwerfen mit 57,74 Meter den richtigen Dreh raus.