Holly Okuku, Masha-Sol Gelitz und Jana Becker drücken dem Geschehen bei den Hallen-Titelkämpfen der Altersklasse U18 mit Top-Leistungen ihren Stempel auf
  24.01.2022 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Das war spannend. Über die 60 Meter gab es ein echtes Wimpernschlag-Finale. Nach Auswertung des Zielfotos setzte sich Holly Okuku (GSV Eintracht Baunatal) in 7,65 Sekunden hauchdünn gegen Josephine Otto (Wiesbadener LV) durch, die mit 7,66 Sekunden gewertet wurde. Beide Mädels hatten in ihren Vorläufen mit 7,77 Sekunden (Josephine) bzw. 7,87 Sekunden (Holly) die Karten noch nicht voll aufgedeckt. Pia Pätzel (LG VfL/SSG Bensheim) hatte als Dritte mit 7,81 Sekunden bereits einen größeren Rückstand.

Auch auf der Hallenrunde (200 Meter) hatte Okuku ganz klar die Nase vorne. Mit hervorragenden 24,37 Sekunden hätte die U18-Athletin sogar souverän den Hessentitel bei den Frauen gewonnen. Jana Becker (LG Wettenberg) stellte als Zweite mit 25,70 Sekunden eindrucksvoll unter Beweis, dass auch Mittelstrecklerinnen sehr schnell sprinten können. Erwähnt werden muss hier, dass Jana bereits ihren 400-Meter-Sieg vom Vortag in den Beinen hatte. Gleiches trifft auf Emelie Kastl (LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhain), die das Podium über 200 Meter in 26,35 Sekunden komplettierte.

Eindrucksvolle 56,87 Sekunden über 400 Meter brachten Jana Becker den zweiten HM-Titel. Damit präsentierte sich die Wittenbergern bestens vorbereitet für die deutschen Jugend-Meisterschaften am dritten Februar-Wochenende in Sindelfingen. Die weiteren Medaillen gingen an Emelie Kastl (LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhain/60,39 sec.) und Lynn Hück (TV Waldstraße Wiesbaden/61,75 sec./noch W15).

Eine knappe Entscheidung gab es über die 800 Meter, Nach den vier Hallenrunden trennten lediglich 0,2 Sekunden die beiden Top-Läuferinnen. Mit 2:21,60 Minuten hatte Sarah Köcher (LG Odenwald) dann das etwas stärkere Finish. Vanessa Mikitenko (SSC Hanau-Rodenbach) wurde mit 2:21,80 Minuten gestoppt. Für Natalie Scrivener (SV Fun-Ball Dortelweil) wurden 2:23,14 Minuten notiert.

Lediglich ein Quintett nahm in Kalbach die 1500 Meter in Angriff. Am Ende hatte mit Pauline Kleesiek (LAV Kassel) eine Läuferin die Nase vorne, die noch W15-Schülerin ist. Ihre 4:54,69 Minuten reichten, um Lina Bohländer (LG Odenwald/4:57,21 min.) in Schach zu halten. Die Bronzemedaille ging nach 5:08,74 Minuten an Theresa Ruppersberg (ASC Breidenbach).

Zwei Läuferinnen blieben bei den 3000 Metern unter elf Minuten. Der Sieg wurde nach 10:44,01 Minuten eine sichere Beute von Louise Micol (LG Traisa). Lina Bohländer (LG Odenwald) machte mit 10:52,91 Minuten an diesem Wochenende ihr zweites HM-Silber klar.

Mehrkämpferin Alexandra Scharf (TV Gelnhausen) trug sich mit 8,77 Sekunden bei den 60 Meter Hürden in die Siegerinnen-Liste ein und hielt bei ihrem Triumph Isabel Jahn (LG Fulda/9,00 sec.) auf Distanz. Hannah Bayer (SG DJK Hattersheim) sowie Svenja Sbrzesny (Eintracht Frankfurt) erzielten beide 9,30 Sekunden. Das Kampfgericht sprach nach Auswertung des Zielfotos dann aber Hannah die Bronzemedaille zu.

Svenja Sbrzesny hatte aber dann trotzdem Grund zum Jubeln. Zusammen mit ihren Team-Kolleginnen Julia Badenhausen, Carmen Nowicka und Paula Hofmockel stürmte die Eintrachtlerin über 4x200 Meter in 1:46,08 Minuten zum nie gefährdeten Sieg vor der LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhain (1:53,03 min.) und dem Team der LG Reinhardswald (1:56,32 min.).

Beim 3000 Meter Bahngehen war Tabea Kiefer (Eintracht Frankfurt/17:04,32 min.) in ihrer Klasse ganz alleine unterwegs. Luise Brzoska (ebenfalls Eintracht/noch W14) „ging“ 18:30,76 Minuten.

Der Hochsprung wurde mit überquerten 1,71 Metern eine sichere Beute von Annika Renz (SG Enkheim). Sara Hamin sorgte hier mit 1,63 Metern für einen Enkheimer Doppelsieg. Isabel Jahn (LG Fulda/1,59 m) trat als Dritte die Heimreise nach Osthessen an.

Im Stabhochsprung zeigte Milenia Sackewitz (TSV Kirchhain) einen „Flug“ über 3,10 Meter. Das waren zehn Centime mehr als bei den Frauen. Karla Foos (LG Mörfelden-Walldorf/2,30 m) komplettierte hier das Mini-Feld.

Deutlich besser sah es mit der Resonanz dann schon beim Weitsprung aus, stritten hier zehn Athletinnen ums Edelmetall. Masha-Sol Gelitz (GSV Eintracht Baunatal) kratzte mit starken 5,81 Metern an der Sechsar-Marke. Alexandra Scharf (TV Gelnhausen) sicherte sich mit einem Satz auf 5,53 Metern die Vizemeisterschaft und hatte damit winzige zwei Zentimeter Vorsprung auf Paula Hocfmockel (Eintracht Frankfurt).

Einen Tag nach dem Weitsprung-Sieg durfte Masha-Sol Gelitz (GSV Eintracht Baunatal) dann wieder ganz oben aufs Siegertreppchen klettern. Im Dreisprung gewann Masha-Sol das „Vereins-Duell“ gegen Finja Krug mit 11,90 zu 11,30 Metern. Bei Theresa Lukas (LG Dornburg/10,67 m) stand ein dritter Platz auf der Urkunde.

Im Kugelstoßen waren Elfer-Weiten gefragt, um in die Medaillen-Ränge zu kommen. Alice Ekenberger (LG Reinhardswald) führte nach sechs Versuchen das Ranking mit 11,81 Metern vor Alexandra Scharf (TV Gelnhausen/11,63 m) sowie Milena Wepiwe (TSG Wehrheim/11,02 m) an.