Fünfkampf-Sieg mit "PB" sowie zwei neue Hausrekorde über die Hürden und mit der Kugel - Vanessa Grimm (Königsteiner LV) ist trotzdem nicht zufrieden
  12.02.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Den Hallenfünfkampf mit neuem persönlichen Rekord sicher gewonnen, dabei zwei Einzelbestmarken aufgestellt  und trotzdem gar nicht so richtig zufrieden. So etwas gibt es. Diese doch seltene Konstellation trifft auf Vanessa Grimm zu. Die Athletin vom Königsteiner LV gewann mit 4285 Punkten sicher das Einladung-Meeting in Leverkusen vor den beiden Lokalmatadorinnen Mareike Arndt (4088 Pkt.) und Louisa Grauvogel (4082 Pkt.). Gleich in der ersten Disziplin legte Grimm bestens los. Starke 8,59 Sekunden über die 60 Meter Hürden bedeuteten einen neuen „Hausrekord“. Im anschließendem Hochsprung flog die KLVlerin bei 1,72 Metern über die Latte. „Hier hatten wir eine Höhe mehr, also die 1,75 Meter eingeplant. Nach zwei Disziplinen waren wir aber noch im Soll“, berichtet Kader-Trainer Philipp Schlesinger. Mit der Kugel folgte dann ein Kracher. Beeindruckende 14,67 Meter bedeuteten eine Steigerung der persönlichen Bestmarke um 12 Zentimeter. Die 15 Meter, die schon im Training fielen, rücken langsam in greifbare Nähe.

Der Weitsprung war dann eine Enttäuschung. Mit lediglich 5,89 Metern blieben hier sehr viele Punkte liegen. „Eigentlich war Vanessa ja gut drauf, was sie zuvor beim Einzelwettkampf in Kalbach mit 6,07 Metern ja auch gezeigt hatte. Um international mithalten zu können, sind Secher-Weiten nun einmal absolute Pflicht“, fasst Schlesinger die vierte Disziplin zusammen. Bei den abschließenden 800 Metern ging die Bundeskaderathletin dann mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch an den Start und hatte den Wettkampf gedanklich wohl schon abgehakt, Das war nicht gut, denn eine 62er Durchgangszeit nach 400 Metern war einfach zu schnell. Das rächte sich dann auf der letzten Runde, die sehr hart wurde. So kamen hier lediglich 2:25,22 Minuten in die Wertung. Die neue Bestmarke von 4285 Zählern bedeutet im aktuellen Welt-Ranking Platz 15. Damit ist Grimm zwar aktuell die beste deutsche Mehrkämpferin in der Halle, für die EM im polnischen Torun (6/7. März) wird das wahrscheinlich aber nicht ausreichen. Das letzte Ticket wird voraussichtlich für eine Leistung im Bereich von 4400 Zählern vergeben.

In Leverkusen war auch Eintracht-Neuzugang Lilian Tösmann am Start. Sie brachte in den ersten drei Disziplinen 9,08 Sekunden (60 Meter Hürden), 1,69 Meter (Hochsprung) und 11,64 Meter (Kugelstoßen) in die Wertung, ehe sie bei der Weitenjagd mit drei ungültigen Versuchen patzte. Tösmann trat zu den 800 Metern (2:24,96 min.) dann noch an und konnte den Trip in die Farbenstadt mit 3129 Üunkten als Training unter Wettkampfbedingungen verbuchen.