Die Jugend-WM an Tag drei in Cali
  05.08.2022 •     HLV , Leistungssport


Katja Seng hat ihr „WM-Ziel“ in die Tat umgesetzt und in Cali das Finale der Top-12 im Diskuswerfen erreicht. Für die Athletin vom LAZ Bruchköbel kam es sogar noch etwas besser, denn die 19-Jährige sicherte sich mit 49,70 Metern am Ende den achten Platz.

Der Auftakt verlief mit einem ungültigen Versuch zwar nicht nach Plan, doch gleich in der zweiten Runde segelte der ein Kilogramm schwere Diskus auf die Tagesbestweite von 49,70 Metern. Danach folgte ein Wurf auf 48,73 Meter.

Bei ihren drei letzten Würfen gelang Katja im vierten Durchgang noch ein Wurf auf 49,37 Meter. Die „50“ wollten an diesem Nachmittag bei der amtierenden deutschen Meisterin aber irgendwie nicht fallen. Dass sie diese Weite drauf hat, zeigte die Abiturientin bei einem Werfer-Meeting in Eppstein mit starken 53,28 Metern. 

„Mit der Platzierung bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden. Ich hätte etwas weiter werfen können, aber das gelingt gerade bei einer WM nicht immer. Es ist krass in so einem Stadion mit der Atmosphäre werfen zu dürfen. Die WM sehe ich als Motivation für die Zukunft, mit dem Ziel, bald wieder das Deutschlandtrikot tragen zu können“, fasst die Hanauerin ihre Premiere im DLV-Dress zusammen. Den Titel holte die Schwedin Emma Sralla, die mit 56,15 Metern sicher Desponia Areti Filippidou (GRE/54,48 m) auf Distanz hielt. Das Podium komplettierte die Südafrikanerin Mine de Klerk mit der neuen Landesrekordweite von 53,54 Metern. 

Nach dem unglücklichen Auftritt und vorzeitigen WM-Aus über 1500 Meter wollte es Christoph Schrick (ASC Darmstadt) über 3000 Meter besser machen. Also keine Rangeleien und Positionskämpfe, die ja auch Energie kosten. Mit knapp 20 Teilnehmen war der erste von zwei Vorläufen gut besetzt. Gehörte man am Ende zu den (jeweils) Top-Sechs, war man sicher im Finale. Zusätzlich gab es noch drei Tickets über die Zeit. Der ASCler rollte im hintern Drittel des Feldes mit - das Geschehen vor ihm immer im Blick. Rund 1500 Meter vor Rennende orientierte sich Christoph dann etwas weiter nach vorne und sortierte sich in etwa in der Mitte ein. Das ging die beiden nächsten Runden gut, ehe dann beim deutschen Vizemeister deutlich die Kräfte schwanden. Der Akku war leer. Schrick belegte mit 8:30,07 Minuten (16.) abgeschlagen den vorletzten Platz in seinem Vorlauf. Um einen der drei „Zeit-Plätze“ zu ergattern, hätte der Darmstädter in den Bereich seiner Bestzeit von 8:12,47 Minuten laufen müssen. Das letzte Finalticket ging somit an den Spanier Mario Monreal (8:13,49 min.).

„Es war hart. Ich habe versucht, mich anfangs zurückzuhalten und wollte dann ein paar Athleten einsammeln. Das hat auch zwischendurch gut geklappt, auf den letzten 600 Metern war dann aber das Laktat in den Beinen, ich weiß auch nicht warum. Es ist ärgerlich, aber die Tagesform hat heute nicht gestimmt. Auch wenn man es sicher nicht allein darauf schieben kann, Dann geht auch noch der Kopf hintenraus zu, das macht es nicht einfacher. Vielleicht bin ich auch einfach zu früh draufgegangen und hätte noch etwas warten sollen. Andererseits wäre dann die Lücke nach vorne zu groß geworden. Ich weiß es aktuell auch nicht. Daraus muss ich in dem Fall für die Zukunft lernen und es im nächsten Jahr in der U23 besser machen“, fasst der Schützling von Benjamin Stalf das Rennen in Cali ausführlich zusammen.