Kaderathleten testen erfolgreich ihre Form
  25.01.2021 •     HLV , Leistungssport , Wettkampfsport


Zum gestrigen HLV-Leistungstest unter Wettkampfbedingungen am Bundesstützpunkt Frankfurt-Kalbach wurden 30 Spitzensportler eingeladen. Der Veranstaltung lag wie üblich ein detaillierter Hygieneplan mit einer ausführlichen Kommunikation im Vorfeld zugrunde. Zum Beispiel wurden genaue Einlass- und Auslassregeln sowie Aufenthaltsbereiche in der Halle definiert. Die Athleten waren somit in der Lage, ihren Fokus auf die Leistung zu legen. Mit Erfolg, wurden doch einige neue persönliche Bestleistungen aufgestellt.

Im 60m Sprint erwies sich Michael Pohl (Sprintteam Wetzlar) als zu stark für seine Laufpartner. In beiden Durchgängen passierte der Deutsche Meister von 2019 mit deutlichem Abstand in der identischen Zeit von 6,75 Sekunden die Ziellinie, jeweils vor seinem Teamkollegen Elias Goer (6,84sec bzw. 6,87sec). Deutlich unzufrieden registrierte Pohl seine Zeiten, die ihn nicht näher an die Norm des deutschen Leichtathletik-Verbandes von 6,63 Sekunden für die Hallen-EM im polnischen Torun (5.-7. März) heranbringen. Georg Fleischhauer (Eintracht Frankfurt) gelang das Kunststück, innerhalb von einer Woche seinen Hausrekord gleich zwei Mal zu steigern. Nach 6,98 Sekunden ließ er nun 6,95 folgen. Einen erfolgreichen Ausflug auf die Sprintbahn unternahm Maryse Luzolo. Die Top-Weitspringerin des Königsteiner Leichtathletikvereins rannte in 7,70 Sekunden die 60 Meter so schnell wie seit neun Jahren nicht mehr.

Mit Joshua Abuaku (Eintracht Frankfurt) und Aaron Amenta (TV Groß-Gerau) absolvierte ein Duo die 200-Meter-Distanz. Erwartungsgemäß gewann der routinierte Eintrachtler (22,39sec), das beachtenswertere Resultat gelang allerdings dem U-18 Talent. Im Sog des Nebenläufers stellte der junge TV-Sprinter mit 22,52 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit auf.

Die Weitsprunggrube war an diesem Sonntag der Freund der Athleten. Sieben Springer, drei Mal Bestleistung – keine schlechte Bilanz. Julian Holuschek (Eintracht Frankfurt) hatte erst vergangenes Wochenende an gleicher Stelle einen Hausrekord (6,57m) aufgestellt. Nun legte das U20-Talent nochmal sechs Zentimeter drauf. Ebenfalls über eine neue „PB“ für die Halle freute sich Vanessa Grimm. Die Zahnkämpferin vom Königsteiner LV testete erfolgreich ihre Form im Weitsprung und landete bei 6,07 Metern im Sand. Mit diesem Satz blieb die Königsteinerin lediglich einen Zentimeter hinter ihrem Freiluftrekord zurück. Grimms Vereinskollege Markus Wagenleitner (U18) schraubte seinen persönlichen Rekord mit dem finalen Sprung auf 6,53 Meter.

Doch damit nicht genug der Bestmarken. Ein anderer Zehnkämpfer hatte sich an diesem Tag dem Stabhochsprung gewidmet. Andreas Bechmann überquerte im letzten Versuch seine persönliche Bestmarke von 5,21 Metern und ließ einen Urschrei folgen. Zuvor hatte der Eintrachtler alle Höhen bis 5,10 Meter allesamt im ersten Versuch gemeistert. Fast hätte Bechmann sogar noch 5,30 Meter geschafft. Die 5-Meter-Grenze knackte ebenfalls Max Lehl von der TSG Wehrheim.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

 


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