Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar) jetzt auch mit EM-Norm - auch die Team-Kollegen Kevin Kranz und Michael Pohl mit flotten Zeiten beim Hallen-Meeting in Düsseldorf
  01.02.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Ein Trio im Trikot des Sprintteams Wetzlar durfte bei der Premiere des „ISTAF Indoor“ in Düsseldorf die Spikes schnüren. Im zweiten 60-Meter-Vorlauf kauerten die Team- und Trainingskollegen Kevin Kranz und Michael Pohl Seite an Seite im Startblock. Kranz, der am Stützpunkt in Frankfurt trainiert, hatte bereits im Dezember starke 6,59 Sekunden vorgelegt und ist damit aktuell noch immer Fünfter der globalen Weltbestenliste 2020/21. Im Ziel von Düsseldorf leuchteten für den Vorlaufsieger nun starke 6,60 Sekunden auf der Anzeigetafel auf. Michael Pohl steigerte sich als Zweiter auf 6,70 Sekunden und war somit auch sicher im Finale dabei.

Der Endlauf sah dann eher wie ein vorgezogenes DM-Finale aus. Einzig Artur Cisse gehörte hier keinem DLV-Verein an. Der Mann von der Elfenbeinküste wurde mit 6,54 Sekunden dann auch seiner Favoritenrolle gerecht und wird damit im World-Ranking hinter Trayvon Bromell (USA/6,48 sec.) auf dem zweiten Platz geführt. Das Podium im ISS-Dome komplettierten Kevin Kranz sowie Deniz Almas (VfL Wolfsburg). Der Hesse Hesse bestätigte mit 6,61 Sekunden seine Zeit aus der ersten Runde nahezu auf die hundertstel Sekunde und konnte sich zudem noch über ein schönes Preisgeld freuen. Almas, der deutsche Hallen- und Freiluftmeister von 2020, lieferte mit 6,65 Sekunden eine „SB“ ab. Im Sog des Mannes aus der Autostadt trat Michael Pohl (6,68 Sekunden) ebenfalls mit einer neuen Saisonbestzeit die Heimreise an. Beide müssten jedoch noch einen Tick schneller werden, um die für die EM geforderten 6,63 Sekunden abhaken zu können. Für Philipp Corucle (VfB Stuttgart) und Philipp Trutenat (TV Wattenscheid) wurden 6,73 bzw. 6,80 sec. gestoppt.

Nur zwei Tage nach Karlsruhe ging Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar) erneut auf die Jagd nach der EM-Norm. In der Rheinmetropole sollte es mit der Norm für Torun nun klappen. Im Vorlauf zeigte Ajla del Ponte (SUI) einmal mehr, dass sie in Polen zu den Anwärterinnen auf Edelmetall gehört. Mit 7,19 Sekunden flitzte die Eidgenossin zu einem sichern Sieg vor Rebekka Haase (7,29 sec.). Im Endlauf setzte sich, wie bereits in Karlsruhe, Dina Asher-Smith durch. Diesmal waren es 7,12 Sekunden für die Britin. Olympia-Teilnehmerin del Ponte (US Ascona) konnte nach 7,16 Sekunden eine neue Bestmarke auf der Habenseite verbuchen und ist zweifelsfrei fit für die Hallen-EM. Eine ganz enge Kiste war der Kampf um den dritten Platz. Letztendlich musste der Zielfilm entscheiden. Hier war es dann die dritte Stelle hinter dem Komma, die für Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit 7,24 Sekunden (PB eingestellt) den Bronzerang bedeutete. Die zeitgleiche Rebekka Haase hat nun auch die EM-Norm (7,25 sec.) geknackt.

Absolut sehenswert beim Düsseldorfer Meeting waren die 6,01 Meter von Stabhochsprung-Weltrekordler Armand Duplantis (SWE), in dessen Sog sich Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen) auf die neue Bestmarke von 5,85 Metern steigerte und dabei sogar den Doppel-Weltmeister Sam Kendricks (USA/5,81 m) überflügelte. Weitenjägerin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) nähert sich mit 6,74 Metern langsam wieder der Siebener-Marke an.