Nationale Spitzenzeiten bei den Langstrecken-Titelkämpfen
  23.04.2018 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Hitze, Hitze, Hitze – wie vielleicht schon gehört bei den großen Marathonrennen am vergangenen Sonntag in London und Wien, aber auch bei den hessischen Langstreckenmeisterschaften in Frankfurt. Natürlich sind 42 Kilometer über den Asphalt flimmernder Metropolen eine noch ganz andere Herausforderung als maximal 10 Kilometer im Stadion. Die klimatischen Verhältnisse im Riedstadion waren dennoch extrem. „Die Luft hat gestanden“, sagt Benjamin Stalf, hessischer Landestrainer Nachwuchs Lauf. Vor diesem Hintergrund sind die erreichten Zeiten zu bewerten, und bisweilen umso bemerkenswerter. So lief die U20-Hindernis-Europameisterin Lisa Oed vom SSC Hanau-Rodenbach über 5.000 Meter ein grandioses Solo und erreichte 16:27,77 Minuten. Damit verpasste die herausragende hessische Nachwuchsathletin die Norm für die U20-Weltmeisterschaften in Tampere (Finnland/10. bis 15. Juli) um nur eineinhalb Sekunden. „Es war unfassbar gut, dass Lisa heute so ein Rennen gemacht hat“, so Stalf. Die nächsten Wettkämpfe von Lisa Oed sind die hessischen Hindernismeisterschaften am 2. Mai in Pfungstadt, genauer das Frauenrennen über 3.000 Meter Hindernis inklusive WM-Normchance, und die U20-DM über 5.000 Meter (12. Mai/Pliezhausen).  

Ganz alleine vorneweg lief auch Lisa Tertsch vom ASC Darmstadt in der Nachwuchsklasse U18 über 3.000 Meter. Mit 10:17,35 Minuten festigte die Südhessin ihre Position in der deutschen Spitzenklasse. Stalf: „Und sie hat noch ordentlich Potenzial.“

Den Titel in der männlichen U18 gewann Robin Schüßler (TV Trebur/9:37,95 Minuten). Nationale Klasse war auch in der männlichen U20 über 5.000 Meter am Start. Nach etwas taktischem Beginn wurde das Tempo sukzessive schneller, letztlich setzte sich Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) in 15:17,66 Minuten vor Niklas Krämer (Wiesbadener LV/15:24,86), Julius Hild (SSC Hanau-Rodenbach/15:29,27) und Dominik Müller (LG Langgöns-Oberkleen/15:31,30) durch.

Den hessischen Wimpel in der Männerwertung schnappte sich Zaroual Aader Abdelkabir (LG Eintracht Frankfurt) nach 10.000 Metern in 32:46,46 Minuten.Schnellster Läufer im Feld war der M35-Sieger Solomon Merne Eshete (SSC Hanau-Rodenbach/31:41,93). Bei den Frauen setzte sich Kerstin Stephan (LC Olympia Wiesbaden/37:59,14) durch. Abschließend noch eine Titelträgerin mit einem prominenten Nachnamen: Das 2.000-Meter-Rennen der U13 gewann Vanessa Mikitenko (SSC Hanau-Rodenbach) mit fast 30 Sekunden Vorsprung in 6:55,43 Minuten.