DLV nominiert sieben weitere Hessen für die EM
  05.07.2018 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Nun sind es schon neun! Der Bundesausschuss Leistungssport des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) hat weitere 54 Athletinnen und Athleten für die Europameisterschaften im Berliner Olympiastadion (7. bis 12. August) nominiert. Darunter sind Steven Müller (200 Meter/LG ovag Friedberg-Fauerbach), Marc Reuther (800 Meter/Wiesbadener LV), Homiyu Tesfaye (1.500 Meter), Luke Campbell (110 Meter Hürden), Diana Sujew (1.500 Meter), Natalie Tanner (10.000 Meter) und Kathrin Klaas (Hammerwurf/alle LG Eintracht Frankfurt). Wie der DLV mitteilte, erfolgte die Nominierung vorbehaltlich der Teilnahme an den deutschen Meisterschaften. Ausgenommen sind die 10.000-Meter-Läufer/innen. Bereits zuvor waren Siebenkämpferin Carolin Schäfer und Katharina Heinig (Marathon/beide LG Eintracht Frankfurt) ins DLV-Aufgebot für die Titelkämpfe berufen worden.  

Die Zahl der hessischen Berlin-Kandidaten nähert sich also dem knappen Dutzend. Und dies, obwohl in Lisa Mayer (100 und 4x100 Meter), Matthias Bühler (110 Meter Hürden) sowie Claudia Salman-Rath (Siebenkampf, Weitsprung) drei Kandidaten die EM-Saison wegen Verletzungen gar nicht erst begonnen bzw. vorzeitig abgebrochen haben. Ein weiterer aussichtsreicher Athlet, der deutsche Hallen-Vizemeister im Stabhochsprung, Gordon Porsch von LG ovag Friedberg-Fauerbach, kämpft seit Wochen mit seinem angeschlagenen Fuß und seiner Form; Sprint-Team-Europameisterin Lara Matheis (TSG Gießen-Wieseck) hat sogar während der Saison den Trainer gewechselt, um wieder in Schwung zu kommen.

Final „abgerechnet“ wird bei den deutschen Meisterschaften, also nach dem Wochenende 20. bis 22. Juli in Nürnberg, wo es für die hessischen 100-Meter-Asse Michael Pohl und Kevin Kranz (beide Sprintteam Wetzlar) zum EM-Showdown kommen dürfte. Was sehr, sehr spannend wird, denn der 30-jährige deutsche Rekordhalter Julian Reus (10,01) hat mit 10,28 Sekunden in diesem Sommer noch nicht allzu viel angeboten.

Diese Hessen haben bislang die DLV-Norm für die EM in Berlin erfüllt:

100 Meter: Michael Pohl (10,22 Sekunden - EM-Norm 10,25), Kevin Kranz (10,24)

200 Meter: Steven Müller (20,46 Sekunden - EM-Norm 20,60)

800 Meter: Marc Reuther (1:45,42 Minuten - EM-Norm 1:46,50)

1.500 Meter: Homiyu Tesfaye (3:36,03 Minuten - EM-Norm 3:38,00), Diana Sujew (4:05,95 Minuten - EM-Norm 4:09,00)

10.000 Meter: Natalie Tanner (32:36,15 Minuten - EM-Norm 32:55,00)

Marathon: Katharina Heinig (2:29:29 Stunden - EM-Norm 2:32 Stunden)

400 Meter Hürden: Luke Campbell (49,14 Sekunden - EM-Norm 50,00)

Zehnkampf: Dennis Hutterer (8.032 Punkte - EM-Norm 8.000/ASC Darmstadt)

Siebenkampf: Carolin Schäfer (6.549 Punkte - EM-Norm 6.000 Punkte)

Hammerwurf: Kathrin Klaas (70,38 Meter - EM-Norm 70,00)

Der hessische Zehnkampfmeister Hutterer hat, wie bekannt, trotz seiner bemerkenswerten Leistungssteigerung noch besseren Deutschen den Vortritt lassen müssen für Berlin, wird dem EM-Team demnach nicht angehören.

Ebenfalls am Donnerstag hat der DLV sein Aufgebot für den Athletics World Cup in London (Großbritannien/14./15. Juli) bekanntgegeben. Die Nominierung der 44 Athletinnen und Athleten erfolgte unter Berücksichtigung der bevorstehenden Saisonhöhepunkte. So sollen laut Idriss Gonschinska, Leitender Direktor Sport im DLV, „weitere Topathleten ihre Wettkampfhärte gegen die internationale Konkurrenz auf dem Weg zur EM nach Berlin entwickeln. Die DLV-Staffeln testen Aufstellungsoptionen, und jüngere Athleten erhalten beim Athletics World Cup in London die Chance, sich in einem besonderen Wettbewerb zu testen“. Den HLV vertreten Michael Pohl (4x100 Meter) und Hammerwerferin Kathrin Klaas. Der Acht-Länder-Kampf gegen Großbritannien, Frankreich, USA, China, Südafrika, Polen und Jamaika findet erstmals statt.