Beste Europäerin: Lisa Oed läuft bei der U20-WM auf Platz acht
  13.07.2018 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Lisa Oed vom SSC Hanau-Rodenbach hat bei der U20-WM in Tampere in einem von Afrikanerinnen dominierten Hindernisrennen als beste Europäerin Platz acht belegt. Sie blieb erstmals unter zehn Minuten.

Das Feld im Finale über 3.000 Meter Hindernis hatte sich rasch sortiert. Vorne machten die Afrikanerinnen Druck, in einer großen Gruppe versuchte der Rest des Feldes, Anschluss zu halten. Mit ein wenig Abstand liefen die beiden DLV-Athletinnen hinterher. Während sich vorne ein Sextett mit Läuferinnen aus Kenia, Äthiopien, Uganda und Bahrain (in Person der gebürtigen Kenianerin Winfred Mutile Yavi) mit einer Tempoverschärfung nach Kilometer eins noch weiter absetzte, mussten die meisten weiteren Athletinnen dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Nicht so U20-Europameisterin Lisa Oed, die sich ihre Kräfte für den letzten Kilometer perfekt eingeteilt hatte. So konnte sie Athletin um Athletin einsammeln, allein die US-Amerikanerin Alice Hill konnte im Spurt auf der Zielgerade noch gegenhalten. In neuer Bestzeit von 9:57,45 Minuten wurde die Hessin Achte und beste Europäerin.

 „Ich hatte mir heute vorgenommen, im Ziel richtig fertig zusammenzubrechen“, sagte Lisa Oed. „Ich wollte wirklich alles geben. Und das habe ich auch, ich war völlig fertig.“ Die Vorgabe ihres Heimtrainers Sascha Arndt sei es gewesen, so nahe wie möglich an die Zehn vor dem Komma heranzulaufen. Darunter zu bleiben, war insgeheim ihr Traum, den sie sich in Tampere erfüllte. Die letzte deutsche Jugendliche, der das gelang, war 2011 Gesa Krause.

„Nicht hundertprozentig zufrieden“ war die zweite deutsche Final-Teilnehmerin, Lisa Vogelgesang (Eintracht Hildesheim) mit ihrem 14. Platz in 10:07,67 Minuten. Im Kampf um Gold nahm die U20-Weltrekordhalterin und WM-Sechste Celliphine Chespol schließlich das Heft in die Hand. Die Kenianerin setzte sich erst mit einer Dreiergruppe aus dem Sextett der Afrikanerinnen ab und schüttelte dann Schritt für Schritt auf dem Weg zu einem Meisterschaftsrekord von 9:12,78 Minuten ihre Verfolgerinnen Peruth Chemutai (Uganda/9:18,87) und Winfred Mutile Yavi (9:23,47) ab.