Grimm, Gartmann, Hausdorf, Koletzko und Ullrich gefallen bei den hessischen Hallen-Meisterschaften mit guten Leistungen
  19.01.2022 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Bereits beim Frankfurter Wintercup am Wochenende zuvor hatte Viktoria Koletzko mit 7,52 Sekunden gezeigt, dass sie im Sprint richtig gut drauf ist. Bei der „HM“ bestätigte die Athletin im Trikot des Wiesbadener LV ihre starke Form. Nach 7,64 Sekunden im Vorlauf wurde im Finale die Handbremse gelöst und der Titel über 60 Meter war mit 7,53 Sekunden eingetütet. Knapp dahinter holte sich die Hürdenspezialistin Gianina Gartmann (SSC Bad Sooden-Allendorf/7,59 sec.) die Vizemeisterschaft. Antonia Schrimpf von der LG Fulda komplettierte nach 7,65 Sekunden das Podium.

Über die 200 Meter hatte Antonia Schrimpf (LG Fulda) dann die Nase vorne und holte sich in 25,01 Sekunden ihre zweite HM-Medaille. Vivian Groppe (MT Melsungen), sie befindet sich erst im ersten Jahr der U20, wurde als Zweite auf der Hallenrunde mit 25,35 Sekunden gestoppt. Der dritte Platz ging an Nadine Mercier (ASC Darmstadt/25,66 sec.).

Mittelstrecklerin Sophia Volkmer (TV Wetzlar) unternahm einen Abstecher auf die 400 Meter, die sie sicher in 58,22 Sekunden vor Maren Eberhard (Eintracht Frankfurt/59,17 sec.) gewann. Beide Athletinnen trafen jedoch leider nicht direkt aufeinander, starteten sie doch in unterschiedlichen Zeitläufen. Ein gemeinsames Rennen hätte sicherlich einen spannenden Verlauf gehabt. Anna Hülsmann (LG OVAG Friedberg-Fauerbach) durfte nach 59,65 Sekunden auf die dritte Stufe des Siegertreppchens klettern.

Sophia Wolf (TV Groß-Gerau) hatte sich über die 800 Meter lange Zeit ums Tempo bemüht und das Feld angeführt. In der Endphase des Rennens zündete dann aber Julia Swelam (TSV Kirchhain) den Turbo, zog an Wolf (2:17,06 min.) vorbei und holte sich in 2:15,45 Minuten den Titel. Svenja Sommer (Eintracht Frankfurt) blieb als Dritte in 2:18,02 Minuten ebenfalls noch klar unter 2:20 Minuten.

Extrem mager war mit lediglich drei Starterinnen die Resonanz über 1500 Meter. Eintracht-Neuzugang Lisa Hausdorf hatte hier einen starken Auftritt und stürmte hier mit einem eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg im Alleingang nach 4:31,93 Minuten zum Landestitel. Betty Will (TV Wetter/5:01,19 min.) sowie Mona Lesly Winter (Spiridon Frankfurt/5:29,53 min.) hatten hier schon einen beträchtlichen Rückstand.

Zu einer klaren Angelegenheit für Eva Maria Sulzer entwickelten sich die 3000 Meter. Die Eintracht-Athletin Eva Maria Sulzer machte hier mit 10:26,88 Minuten die Goldmedaille klar. Maren Guthier (TV Groß-Gerau) folgte nach 10:36,81 Minuten. Im Kampf um Bronze hatte Lena Erja Müller (TG Melbach/10:38,38 min.) gegenüber Maybritt Böttcher (MT Melsungen) mit knappen 0,08 Sekunden Vorsprung das bessere Ende für sich.

Gianina Gartmann (SSC Bad Sooden-Allendorf) machte sich im Vorlauf der 60 Meter Hürden in 8,64 Sekunden „warm“. Im Finale brachte dann eine Steigerung auf 8,58 Sekunden den Titel nach der Silbermedaille im Flachsprint. Laury Carilus (LAV Kassel) hatte nach 8,74 Sekunden (VL 8,68) die Vizemeisterschaft im Gepäck. Laura Swing (TSV Kirchhain) komplettierte mit 8,84 Sekunden das Top-Trio.

Gleich neun Teams gingen über die 4x200 Meter auf die Jagd nach Edelmetall. Im dritten und letzten Zeitlauf kam es zum erwarteten Titel-Duell zwischen der Startgemeinschaft Nordhessen und der Eintracht Frankfurt. Bis dahin hatte das Team der LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhain als schnellste Zeit 1:46,78 Minuten vorgelegt. Das Quartett aus Nordhessen machte in der Besetzung Gianina Gartmann Carolin Schlung, Laury Carilus und Amelie Wachsmuth von Beginn an mächtig Druck und war schließlich in guten 1:40,06 Minuten nicht zu schlagen. Startläuferin Gartmann holte (nach den 60 m & den 60 Metern Hürden) ihre dritte Medaille und war damit die erfolgreichste Athleten der HM. Die Adler-Trägerinnen (Maren Eberhard, Nele Kühn, Anna-Lena Peine, Sophie Ullrich) wurden mit 1:42,69 Minuten gestoppt. Die LG OVAG Friedberg-Fauerbach (Anna Hülsmann, Dana Prada, Estelle Hode, Marina Zachartschuk) verdrängte mit 1:45,95 Minuten die Truppe der LGBSN noch auf den ungeliebten vierten Platz.

Lediglich ein Quartett war im Hochsprung am Start. Juliane Kratz (TV Gelnhausen) setzte sich mit 1,73 Metern gegen Maike Schuster (LAV Kassel/noch U20) durch, die 1,70 Meter überquerte. Carolin Kiwitz (SG Schlüchtern) meisterte als Dritte 1,60 Meter.

Im Stabhochsprung hatten die nur drei Athletinnen alle eine Medaille sicher, bevor sie zum ersten Sprung ansetzten. Jasmin Stohwasser hatte am Ende als einzige Starterin eine drei vor dem Komma stehen und meisterte glatte drei Meter. Armei-Rieke Thomas (2,80 Meter/U20) machte den Doppelsieg für die LG OVAG Friedberg-Fauerbach perfekt. Ebenfalls noch zur U20 gehört Laura Brandner (LG Mörfelden-Walldorf/2,30 m).

Richtig voll wurde es in der Anlaufspur mit gleich zwölf Athletinnen beim Weitsprung. Sichtlich wohl im Eintracht-Trikot fühlt sich Sophie Ullrich, die gleich sechs gültige Sprünge jenseits der 5,50 Meter in die Grube zauberte. Nach 5,79 Metern im dritten Durchgang folgte mit dem letzten Satz eine Steigerung auf schöne 5,94 Meter. Eine Sechster-Weite scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Einen richtig tollen Auftritt hatte auch Finja Köchling (ebenfalls Eintracht), die sich noch im ersten U20-Jahr befindet und als Zweite erst bei 5,72 Metern im Sand landete. Lilly Müller (LAV Kassel/auch U20) brachte 5,54 Meter in die Wertung.

Auch im Dreisprung lag eine Eintracht-Athletin in Front. Nathalie Buschung zeigte vier „Zwölfer“ Sprünge. Der beste Versuch wurde bei 12,23 Metern gemessen, was den Sieg vor Lene Maurer (Königsteiner LV) bedeutete. Julia Sturm (TSV Eintracht Stadtallendorf) setzte nach 11,13 Metern wieder zur Landung an.

Mit Vanessa Grimm (Königsteiner LV) zeigte eine Siebenkämpferin wie Kugelstoßen „geht“. Die Olympia-Starterin von Tokio setzte sich problemlos gegen die reinen Spezialistinnen durch und kam mit starken 14,74 Metern ganz nah an ihre „PB“ ran. Grimm beendet nun die Hallen-Saison und startet ihre Vorbereitungen auf den ersten wichtigen Siebenkampf Anfang Mai in Ratingen. Beim Kampf um die Vizemeisterschaft setzte sich Jessica Penzlin (HTG Bad Homburg) mit 11,75 Metern gegen Vanessa Wallisch (TSG Wehrheim/11,54 m) durch.

Einzige Athletin im 3000 Meter Bahngehen war Lara Schmidt (TV Lauterbach/U20), die nach 21:37,73 Minuten wieder durchschauen konnte.