Leistungssport Termine

Die Verabschiedung unserer für die Weltmeisterschaften in Doha (28.9. bis 6.10.2019) nominierten hessischen Athletinnen und Athleten findet in Frankfurt, Bundesleistungszentrum Hahnstraße, statt.

Gleichzeitig werden wir an diesem Tag unsere Nachwuchsleichtathletinnen und -athleten, die dann von ihren internationalen Einsätzen bei der U20 EM in Boras bzw. der U23 EM in Gävle, zurück in Hessen sein werden, herzlich begrüßen und ihre Leistungen feiern.

Wir wünschen allen eine erfolgreiche und verletzungsfreie Vorbereitung und freuen uns auf viele hessische Athletinnen und Athleten an diesem Tag!

HLV-Leistungssportkongress

26. Oktober 2019

Sportuniversität Frankfurt

Leistungsreserve Mentaltraining?!

Vollkommen unterwartet gewinnt die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang die Silbermedaille. Topfavorit Schweden wird im Viertelfinale besiegt und die Eishockeynation Kanada im Halbfinale! Jeder einzelne Spieler dieser Mannschaft glaubt an den Erfolg, die mentale Stärke zeichnet sie aus. Markus Flemming, Diplom-Psychologe, wird Tipps und Einblicke geben, wie es ihm gelungen ist, die Mannschaft, als deren Chefpsychologe, so „einzustellen“, dass die Leistungsreserven mobilisiert werden und diese TOP-Leistung abgerufen werden konnte. Und wie ist es ihm in China mit der Basketball-Nationalmannschaft ergangen …?

Die Sicherheit im deutschen Luftraum wird von der Deutschen Flugsicherung bzw. den Fluglotsen gewährleistet. Dabei muss jeder einzelne in jeder Minute voll aufmerksam sein. Kommt es dennoch zu kritischen Vorfällen, werden die Mitarbeiter sofort unterstützt, um ihnen evtl. aufkommende Ängste zu nehmen und ihre Stärke wiederzugeben. Direkt aus der Praxis wird uns Jörg Leonhardt, der Leiter der Abteilung Human Factors der DFS, berichten.

Gemeinsam werden Herr Flemming und Herr Leonhardt mit ihrem Impulsvortrag „Mentale Flexibilität“ den Kongress eröffnen (10:00 Uhr) und Gemeinsamkeiten bzw. wer profitiert von wem – Fluglotse vs. Leistungssportler – herausarbeiten.   

Jeder von uns kennt das Phänomen, der Athlet ist aus Trainingssicht optimal auf einen Wettkampf vorbereitet, er ist gesund, das Wetter stimmt und doch klappt es nicht mit der guten Leistung. Erklärt wird die nicht erwartungsgemäße Leistung mit „der Kopf hat nicht mitgespielt“.                                                                 

Genau hier möchten wir mit unseren vier Workshops (aus denen jeder TN zwei auswählen kann) ansetzen! Die mentale Stärke eines Athleten entscheidet über Sieg oder Niederlage, über die Qualifikation oder nicht Qualifikation, über den Glauben an die eigenen Fähigkeiten oder die Angst zu Versagen.

Im Workshop „Emotionale Stärke als Leistungsreserve im Sport“ wird Luzia Bernhardt vorstellen, wie man den Umgang mit hemmenden negativen Emotionen trainieren kann. Je mehr Übung eine Person darin hat, seine Emotionen zu managen, desto mehr ist sie fähig die darin enthaltene Kraft in zusätzliche Leistung umzusetzen.

Was bringt Athleten in den „Go-Modus“? Eine optimale Wettkampfvorbereitung vereint das Zusammenspiel körperlicher- und mentaler Routinen. Gemeinsam mit Henning Thrien und Lisa Mayer schauen wir uns Herangehensweisen von Spitzenathleten wie Mikaela Shiffrin an und lernen mehr über Tools, die Weltklassetrainer wie Jürgen Klopp verwenden. Immer mit der Frage im Hinterkopf: Wie erreicht der Athlet den optimalen Aktivationszustand? 

Viele Trainerinnen und Trainer neigen bei der Wettkampfanalyse dazu, hauptsächlich die Schwächen ihrer Athletinnen und Athleten zu analysieren und entsprechendes Feedback zu geben.  Ziele des Workshops „Wettkampfanalyse – Ressourcen nutzen“ von Antonia Werner sind zum einen, dass Trainerinnen und Trainer ihre eigene Art, Feedback zu geben reflektieren und zum anderen, verschiedene Möglichkeiten kennen zu lernen, wie in der gemeinsamen Wettkampfanalyse sowohl Stärken als auch Schwächen angemessen betrachtet werden können.  Auf diese Weise werden sowohl bewegungsbezogene Ressourcen herausgearbeitet, als auch wichtige mentale Komponenten wie Selbstreflektionsfähigkeit oder angemessene Selbsteinschätzung der Athletinnen und Athleten gefördert.

Wir sind uns alle darüber bewusst, dass eine physiotherapeutische Behandlung nach Verletzungen unabdingbar ist – aber was passiert mit der Psyche der Sportler bei und nach Verletzungen und wie kann eine psychologische Begleitung den Rehabilitationsprozess positiv beeinflussen? Antworten hierzu gibt Nina Seidenberg im Workshop „Treat the person, not just the injury - Psychologische Unterstützung nach Verletzungen“.

Bei der abschließenden Podiumsdiskussion (Ende 18:00 Uhr) mit den Referenten und ausgewählten Spitzenathleten/-Trainer können die neu gewonnenen Eindrücke nochmals gemeinsam reflektiert und auf ihre Praktikabilität diskutiert werden.

Wir freuen uns sehr, dass wir Ihnen Vorträge und Workshops zu den unterschiedlichen Themenbereichen des Mentaltrainings mit absoluten Top-Referenten anbieten können und freuen uns auf Ihre Anmeldung unter: www.hlv.de.

Da der Kongress sportartenübergreifend angelegt ist, freuen wir uns sehr über die Teilnahme von Trainern aus anderen Sportarten.

 

Workshop-Referenten:

Luzia Bernhardt unterstützt in ihrer eigenen Praxis Menschen in leistungsorientierten Situationen – mit den Erkenntnissen aus der Traumaforschung und der Neurowissenschaft.  Zuvor hat sie als Geschäftsführerin ein mittelständisches Unternehmen geleitet.

Henning Thrien ist Psychologe und Sportpsychologe. Er arbeitete in der Red Fußball Akademie als Teampsychologe der U19 von RB Leipzig. Mittlerweile ist er als leitender Sportpsychologe seiner Firma mentaltastic hauptverantwortlich für die Kooperation im Bereich Sportpsychologie mit dem LSBH und seinen Fachverbänden. Zusätzlich ist er als Teampsychologe des Handballbundesligisten SC DHFK Leipzig aktiv.

Lisa Mayer ist Sportpsychologin. Sie arbeitete in den vergangenen Jahren unter anderem im NLZ von Carl Zeiss Jena und begleitete die Eishockeymannschaften des EC Bad Nauheim im Aktiven- und Nachwuchsbereich.

Antonia Werner ist Diplom-Psychologin. Aktuell arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin sowohl an der Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Psychologie als auch an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz. Sie absolvierte das asp-Curriculum „Sportpsychologisches Training und Coaching im Leistungssport“ und ist freiberuflich als Sportpsychologin tätig. In diesem Rahmen bietet sie eine „Sportpsychologische Sprechstunde“ für HLV-Kaderathletinnen und -athleten an. 

Nina Seidenberg ist Sportwissenschaftlerin (M.A.), Physiotherapeutin und im Med. Team des HLV tätig. Seit 2018 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Goethe-Universität Frankfurt.  

Leistungsreserve – Mentaltraining!?

Jörg Leonhardt (Head of Human Factors, Deutsche Flugsicherung GmbH) und Markus Flemming (Dipl.-Psychologe, betreute die Deutsche Olympiasilber - Eishockey Nationalmannschaft)
„Mentale Flexibilität“

Dr. Chris Englert (Universität Frankfurt),
„Choking under Pressure“

Workshops:

„Wann braucht mein Athlet einen Sportpsychologen?“

„Bedingt meine Psyche die Verletzung?“

„Motivation – aber wie?“

„Mentale Wettkampfvorbereitung“

„Emotionale Stärke!“

Podiumsdiskussion mit Spitzenathleten und Trainern

WANN? Samstag, 26. Oktober 2019
9.30 -18.00 Uhr
WO? Institut für Sportwissenschaften der Universität Frankfurt
ANMELDUNG? hier