U18-EM: Feyerabend, Vogel und Volkmer im Finale
  07.07.2018 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Es ist im Sport bisweilen so, dass Glück und Unglück sehr dicht beieinander liegen - und was wie eine ziemlich dämliche Floskel klingt, war durchaus Realität für die hessischen Teilnehmerinnen am zweiten Tag der U18-EM in Györ (Ungarn). Happy war Jenna Fee Feyerabend vom TV Groß-Gerau, die sich mit ihrem dritten Versuch über 1,77 Meter (Saisonbestleistung) für das Hochspring-Finale am Sonntag (19.48 Uhr) qualifizierte. Happy war auch Sophia Volkmer (TV Wetzlar), die mit einer persönlichen Bestzeit als 800-Meter-Halbfinalsiegerin (2:07,78 Minuten) ins Finale am Samstag (21.18 Uhr) einzog. Ihren Vorlauf am Donnerstag hatte die Mittelhessen ebenso gewonnen (2:09,74) wie Lara Tortell vom TV Rendel (2:15,95). Für die zweite hessische 800-Meter-Läuferin reichten 2:10,08 Minuten als Viertplatzierte in ihrem  Halbfinalrennen leider nicht, um eine Runde weiter zu kommen. Wobei an dieser Stelle die Frage erlaubt sein muss, warum 16- und 17-Jährige drei harte Rennen an drei aufeinanderfolgenden Tagen absolvieren müssen. Aber beispielsweise den Hochspringerinnen nach der Qualifikation ein - völlig verdienter - Ruhetag zugestanden wird. Ein Ruhetag, den im Übrigen auch Stabhochspringerin Sarah Vogel (LG Seligenstadt) hatte. Sie qualifizierte sich bereits am Donnerstag als 13. für das Finale (Samstag, 17.05 Uhr). Etwas zittern musste die Hessin bei der Höhe von 3,70 Meter, die sie erst im dritten Anlauf bewältigte. 3,80 Meter überquerte sie im zweiten Versuch.

Einen unerwarteten Ausgang nahm der Siebenkampf für Lara Kohlenbach vom Königsteiner LV. Am ersten Tag hatte sie über 100 Meter Hürden mit 14,65 Metern überzeugt, im Hochsprung mit 1,69 Meter eine persönliche Bestleistung aufgestellt, die Kugel 11,42 Meter weit gestoßen und über 200 Meter 25,65 Sekunden erreicht. Lohn war Platz neun mit 3.181 Punkten. Am zweiten Tag machte die Hessin im Weitsprung (5,84 Meter) einen Platz gut - dann passierte das Malheur: Lara Kohlenbach produzierte im Speerwerfen drei ungültige Versuche. Sie brachte den Siebenkampf dennoch zu einem korrekten Abschluss - nach 2:23,20 Minuten über 800 Meter. In der Schlussrechnung bedeutete dies 4.763 Punkte. Was möglich gewesen wäre, wenn sie im Speerwurf in die Nähe ihrer persönlichen Bestweite von knapp 39 Metern gekommen wäre, ist schnell errechnet: etwa 5.400 Punkte und womöglich Platz sieben …