Kathrin Klaas und Joshua Abuaku beim Athletic World Cup am Start
  13.07.2018 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Back on track - zurück auf der Bahn. Knapp zwölf Monate nach der WM in London ist das Olympiastadion im Osten der britischen Metropole an diesem Wochenende abermals Schauplatz einer hochkarätigen Leichtathletik-Veranstaltung. Den Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV) vertreten beim Athletic World Cup zwei Athleten: Kathrin Klaas von der LG Eintracht Frankfurt, die ihre Hammerwurf-Bestweite (76,05 Meter) vor sechs Jahren bei den Olympischen Spielen in London erzielt hat, und der deutsche U23-Vizemeister über 400 Meter Hürden, Joshua Abuaku (LG Eintracht Frankfurt/Saisonbestzeit 51,29 Sekunden). Er rückte kurzfristig für Tobias Giehl (LG Stadtwerke München) nach, der sich bei einem Trainingssturz verletzt hatte. Michael Pohl vom Sprintteam Wetzlar, hessischer Rekordhalter über 100 Meter (10,22) und nominiert für die 4x100-Meter-Staffel, verzichtete aus einer nicht näher erläuterten "Vorsichtsmaßnahme heraus" (leichtathletik.de) auf seine Teilnahme. Aus dem HLV-Präsidium ist der Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit Jens Priedemuth vor Ort und wird in Bild und Wort berichten.

Bei der Premiere des Athletic World Cups treten acht Nationen (China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Jamaika, Polen, Südafrika, USA) an. Bei den Frauen und Männern sind jeweils ein(e) Athlet(in) pro Nation in insgesamt 34 Disziplinen im direkten Vergleich am Start. Bei der zweitägigen Veranstaltung werden insgesamt zwei (!) Millionen Dollar Preisgeld ausgeschüttet. 

Obwohl am Wochenende in Wimbledon die Einzelfinals gespielt werden und in Russland das Endspiel der Fußball-WM auf dem Programm steht, kalkulieren die Organisatoren optimistisch. „Wir rechnen mit rund 30.000 Zuschauern am Samstag und ein wenig weniger Zuspruch am Sonntag“, sagte Niels De Voss (Chef von UK-Athletics) der Zeitung „The Guardian“. Das Stadion bietet Platz für 50.000 Zuschauer. Unter den Startern befinden sich 113 Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen sowie 23 Weltmeister bzw. Olympiasieger.

Kapitän der deutschen Mannschaft ist Katharina Molitor (Speerwurf/Bayer Leverkusen). Zu den bekannten Namen gehört zudem Stabhochspringer Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken). Für den DLV liegt der World Cup nicht optimal, stehen doch am Wochenende 20. bis 22. Juli in Nürnberg die deutschen Meisterschaften an. Dort geht es für einen Teil der nationalen Elite um die finale Bestätigung ihrer EM-Tickets. Deshalb tauchen in der Startliste für London neben einigen bekannten Namen diverse junge Athleten auf, für die Berlin eventuell noch etwas zu früh kommt.