Hessische Senioren-Meisterschaften "Sprung - Wurf" in Stadtallendorf
  14.07.2022 •     Senioren , Wettkampfsport


Sei es in der Herrenwaldhalle im Winter oder im Sommer auf dem Wurfplatz des Herrenwaldstadions, die Industriestadt ist für Senioren Meisterschaften immer ein guter Austragungsort. Diesmal hatte der örtliche Ausrichter TSV Eintracht Stadtallendorf zusammen mit dem heimischen Kampfrichter-Stab um Rolf Achim Dörr die Verantwortung für die Austragung der Hessischen Wurf- und Sprung-Meisterschaften der Altersklassen W/M30 bis W/M85 übernommen. Dass die Teilnehmerfelder immer kleiner werden, in manchen Disziplinen bei Einzelstarts erst gar kein Wettkampf aufkommt, dass man die Urkunde und den Wimpel eigentlich nur noch abholen musste, steht auf einem anderen Blatt. Fakt ist, dass man sich gerne mit Freunden trifft, um gemeinsam auch im höheren Alter einen Wettkampf zu bestreiten und Jahr für Jahr seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen will. Zu den Langwürfen Speer, Diskus, Hammer wurden auch noch die horizontalen Sprünge und der Hochsprung angeboten.

Die mehrfache Deutsche, Europa -und Weltmeisterin Tatjana Schilling (TSV Korbach), die schon 2016 zu Europas Best Master gewählt wurde, stand auch in Stadtallendorf als Siegerin an der Weitsprunggrube.  Die 52-jährige Ausnahmeathletin landete nach 5,05 und 5,02 Metern im vierten Versuch bei der Siegesweite von 5,08 Metern in der Grube. „Damit hätte ich vor zwei Wochen bei der Senioren WM in Tampere/Finnland  Silber gewonnen,“ freute sie sich. Außderm siegte sie noch im Speerwurf (32,32 m). Dazu gab es einige Top-Ergebnisse im Hammerwurf mit der 3-Kilogramm-Kugel am Stahlseil. Hier konnte sich Carmen Krug (SSC Vellmar) mit 40,78 Meter als Siegerin feiern lassen. Nur zwölf Zentimeter dahinter kam Annette Engelhardt (TuSpo Borken) auf den zweiten Platz. In der M65 siegte mit der 5-Kilo-Kugel Hartmut Nuschka (SSC Vellmar/42,07m.). Bemerkenswert war der Dreifacherfolg in der M75 von Basilius Balschalarski (TuSpo Borken): Seine Weiten lauteten 35,98 Meter (Diskus), 34,85 Meter (Speer) sowie 28,69 Meter (Hammer). Im Speerwurf erzielte Andreas Dobbertin (ASC Darmstadt/M55) mit dem 700 Gramm schweren Arbeitsgerät 43,41 Meter, während in der M60er Peter Lüblow (TV Heringen) auf 43,1 Meter kam.