Hessen-Power im "Ländle" - HLV Nachwuchs gewinnt den Ländervergleich gegen Württemberg und Bayern
  25.09.2019 •     Jugend , Wettkampfsport


Erbarmen! Zu spät, die Hessen kommen. So ähnlich wie die Textzeile aus einem Song der  Band „Rodgau Monotones“ empfanden wahrscheinlich die Gegner den sportlichen Auftritt der hessischen Leichtathletik-Auswahl (U16) beim traditionellen Länder-Vergleichskampf Württemberg-Bayern-Hessen in Gormaringen.

Kein Wunder, holte sich das HLV-Team (214 Punkte) am Ende doch den Gesamtsieg gegen die Vertreter aus Württemberg (209 Pkt.) und Bayern (168 Pkt.). Ein toller Erfolg im Vergleich zum Vorjahr. Beim „Heimspiel“ in Heuchelheim hatten die Gastgeber nämlich nicht den Hauch einer Chance und landeten abgeschlagen auf dem dritten Rang (167 Pkt.).

Den Grundstein für die rundum gelungene Revanche legten die Jungs mit den Siegen in gleich zehn Disziplinen! Gleich drei Mal lag Juan-Sebastian Kleta in Front. Er hängte im Sprint mit 11,04 Sekunden alle Gegner ab, war in der schnellen Staffel (Marc Mercier, Juan-Sebastian Kleta, Juan-Esteban Kleta, Elias Maurer) über 4x100 Meter (43,31 sec.) mit von der Partie und lieferte ein absolutes Top-Resultat bei der Weitenjagd ab. Mit 7,14 Metern (bei einem strammen Gegenwind -1,2) sprang Juan-Sebastian bis auf fünf Zentimeter an seine persönliche Bestweite ran. Auch alle weiteren Versuche von Kleta hätten übrigens zum Disziplin-Sieg gereicht. Zwillingsbruder Kuan-Esteban Kleta ließ mit 36,72 Sekunden über 300 Meter nichts anbrennen und gehörte zudem noch der siegreichen Sprintstaffel an. 

Einen Doppel-Sieg im „Ländle“ konnte auch Tim Steinfurth bejubeln. Der Techniker beförderte die Kugel auf 16,29 Meter und dominierte mit 57,99 Meter auch das Hammerwerfen. Hier ging durch Ole Umbach (42,35 m) auch Platz zwei nach Hessen. Im Diskusring hatte Benedikt Michael den richtigen Dreh raus und ließ die Metallscheibe auf die Siegesweite von 52,14 Metern fliegen. Für Hessen-Power sorgten mit einem Doppel-Schlag über 800 Meter Jan Dillemuth (2:04,10 min.) und Lucas Schäfer (2:05,71 min.). Eine knappe Angelegenheit war die Entscheidung über 3x1000 Meter. Das Trio Noel Freder, Tom Stöber und Jonas Helfrich setzte letztendlich in 8:23,72 Minuten und knappen 0,58 Sekunden Vorsprung gegen die Jungs aus Bayern durch. Im Stabhochsprung flog Mehrkämpfer Markus Wagenleitner als einziger Athlet über 4,00 Meter und holte damit die volle Punktzahl für den HLV. Weitere Zähler steuerte Wagenleitner noch als Dritter über die 80 Meter Hürden (11,00 sec.) bei. In der Wertung der Jungs lautete das Ergebnis dann Hessen (83 Pkt.) vor Württemberg (73 Pkt.) und Bayern (45 Pkt.)

Auch die Mädels aus Hessen hatten mit acht Disziplin-Siegen einen tollen Wettkampf. Mia Hasselhorst buchte mit ihren Siegen im Hammer- (46,95 m) und Speerwerfen (42,37 m) reichlich Punkte aufs Teamkonto. Im Kugelstoßen war Svenja Steingens mit 13,38 Metern eine Klasse für sich und beim Diskuswerfen hatte die Konkurrenz gegen Lena Weinrauch (36,50 m) keine Chance. Gleich drei Siegerinnen gab es im Hochsprung. Kaya Russler (Bayern), Tabea Eitel (Württemberg) und Isabell Jahn (Hessen) überquerten alle 1,61 Meter und sorgten somit für eine Patt-Situation. Beim 300-Meter-Langsprint stürmten Vivian Groppe (40,43 sec.) und Amelie Wachsmuth (41,63 sec.) zu einem HLV-Doppelsieg. Wachsmuth entschied später noch in 11,80 Sekunden die 80 Meter Hürden zu ihren Gunsten. Einen weiteren Start absolvierte als Startläuferin über 4x100 Meter auch Vivian Groppe. Sie flitzte zusammen mit Holly Okuku, Mira Baus und Carolin Schlung in 47,95 Sekunden ums Tartatnoval. Damit hielten die Mädels mit dem Hessen-Löwen auf dem Trikot sicher die Läuferinnen aus Württemberg (48,78 sec.) auf Distanz. Die hatten jedoch in der Endabrechnung mit 81 zu 80 Punkten ganz knapp gegenüber den Hessinnen das bessere Ende für sich. Mit 79 Zählern lagen die Athletinnen aus Bayern dann knapp dahinter auf denn dritten Rang.