Drei Hessen für European Games nominiert
  09.05.2019 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Vier Jahre nach der Premiere in Baku (Aserbaidschan) finden vom 21. bis 30. Juni in Minsk die 2. European Games statt. Die Entsendung einer deutschen Mannschaft zu den „Europaspielen“ war wegen der Menschenrechtssituation in Weißrussland umstritten, nun sind die Nominierungen erfolgt. Für den Hessischen Leichtathletik-Verband wurden Michael Pohl (100 Meter/Sprintteam Wetzlar), Oskar Schwarzer (800 Meter/TV Groß-Gerau) und Julia Gerter (Weitsprung/LG Eintracht Frankfurt) in das 21-köpfige Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes berufen. Vor vier Jahren in Baku waren keine deutschen Leichtathleten am Start. Bekannt gegeben wurden die Nominierten vom Deutschen Olympischen Sportbund, schließlich sollen die European Games olympischen Charakter besitzen und die Teilnehmer im besten Fall auf die Spiele 2020 in Tokio einstimmen. Doch was sind die European Games überhaupt?

Vereinfacht beschrieben sind sie vergleichbar mit den Panamerikanischen Spielen und den Asienspielen, beschlossen wurde die Implementierung im Dezember 2012 von der Generalversammlung des Europäischen Olympischen Komitees. Laut Wikipedia bewarb sich seinerzeit Baku als einziger Ausrichter. Für 2019 zogen zunächst die Niederlande ihre Bewerbung zurück. Dann galt Russland (Kasan und Sotschi) als Favorit, letztlich wurde es Minsk. Insgesamt stehen Ende Juni 15 verschiedene Sportarten und 23 Disziplinen auf dem Programm. Der TV-Sender Sport1 überträgt rund 80 Stunden live.

Bei den European Games handelt es sich um eine andere Veranstaltungsserie als die European Championships, die 2018 als Kombination von sieben Europameisterschaften unter anderem in der Leichtathletik und im Schwimmen in Berlin und Glasgow ausgetragen wurden.