Juan-Sebastian Kleta "Dreifach-Meister" bei den deutschen Jugend-Meisterschaften (U16) in Bremen
  17.07.2019 •     Wettkampfsport , Leistungssport


HLV-Nachwuchs holt bei den Titelkämpfen an der Weser elf Medaillen

Die deutschen Jugend-Meisterschaften der U16 in Bremen wurden zu „Kleta-Festspielen“. Juan-Sebastian reiste mit einer 100-Meter-Vorleistung von 10,82 Sekunden in die Hansestadt an und war am Ende dann auch der einzige Athlet, der im Finale mit 10,93  unter der magischen Marke von elf Sekunden blieb. Im Vorlauf hatte das Ausnahmetalent im Trikot des TV Gelnhausen sich mit 11,10 Sekunden noch etwas zurückgehalten, sein Leistungspotential aber eindrucksvoll angedeutet. Auch beim Weitsprung gehörte der muskulöse Athlet aus der Barbarossastadt zu den klaren Anwärtern auf Edelmetall, war er zuvor bei den „Süddeutschen“ in Koblenz doch auf hervorragende 7,01 Meter gekommen. In Bremen reichten 6,88 Meter zur Weitsprungkrone und DM-Gold Nummer zwei. Bemerkenswert die Serie des TVG-Springers, waren doch alle sechs Versuche gültig und wurden bei 6,38 Metern oder deutlich weiter gemessen. Juan-Sebastians dritter Titelstreich folgte dann zusammen mit seinem Zwillingsbruder Juan-Esteban und den beiden anderen Jungs der Startgemeinschaft Darmstadt-Gelnhausen (Benedikt Haug, Maximilian Grün und im Vorlauf Emil Dummert) über 4x100 Meter. Nach 44,65 Sekunden im Vorlauf ließ das hessische Quartett im Finale mit 44,28 Sekunden der von den LAV Stadtwerken Tübingen (44,81 sec.) angeführten Konkurrenz keine Chance. Juan-Esteban Kleta hatte sein bestes Einzelresultat mit 11,14 Sekunden als Vierter über 100 Meter - zum begehrten Edelmetall fehlten 0,04 Sekunden. Marc Mercier (TV Groß-Gerau) beendete das B-Finale nach 11,52 Sekunden (4.).

Seiner Favoritenrolle gerecht wurde beim Hammerwerfen Tim Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim), der sein vier Kilogramm schweres Sportgerät auf 59,82 Meter beförderte und sich damit sicher gegen Linus Liebenwald (UAC Kulmbach/57,75 m) durchsetzte. Im Stabhochsprung steigerte sich Mehrkämpfer Markus Wagenleitner (Königsteiner LV) um gleich satte 15 Zentimeter, was mit dem dritten Platz belohnt wurde. Für Benedikt Haug (ASC Darmstadt) wurden übersprungene 3,80 Meter (9.) notiert. Ohne Stab schwang sich Maximilian Grün (ASC Darmstadt) als Achter über 1,79 Meter. Langsprinter Sven Müller (TSG Friedrichsdorf) zog als Zweiter über 300 Meter nach 37,26 Sekunden mit einem großen „Q“ hinter seinem Namen direkt in den Endlauf ein, verbesserte hier seinen „Hausrekord“ auf 37,10 Sekunden und wurde dafür mit der Vizemeisterschaft belohnt. Über 800 Meter waren Jan Dillemuth (TV Assenheim/5. in 1:59,70 min.) und Lucas Schneider (LAZ Gießen/7. in 2:02,10 min.) mit von der Partie. David Hügel (LG VfL/SSG Bensheim) beendete das B-Finale über 80 Meter Hürden in 11,02 Sekunden (4.). Auf der Langhürden-Distanz fand sich Patrick Lorenz (LG Odenwald) mit 41,03 Sekunden auf dem fünften Rang wieder, war im Vorlauf (40,61 sec.) jedoch deutlich schneller unterwegs. Jeweils fünfte Plätze hatten mit Kugel bzw. Diskus Michael Neuenroth (SSC Bad Sooden-Allendorf/15,63 m) und Benedikt Michel (TSV Friedberg-Fauerbach/47,10 m) im Gepäck. Mit dem ungeliebten vierten Platz musste Speerwerfer Fynn Lenzner (TSG Wehrheim/51,38 m) zufrieden sein. 

Der einzige Titel bei den Mädels im Stadion Oberviehland ging auf das Konto von Svenja Steingens (LG Eintracht Frankfurt), die sich beim Kugelstoßen im sechsten und letzten Durchgang mit einer Steigerung auf 14,78 Meter „Gold“ sicherte. Im Sprint stürmte Carolin Schlung (SSC Bad Sooden-Allendorf) in 12,20 Sekunden als Dritte über die Ziellinie. Vivian Groppe (MT Melsungen) wurde mit 12,36 Sekunden (7.) gestoppt und im B-Finale zeigte die Stoppuhr für Mira Baus (SG Schlüchtern) 12,50 Sekunden (4.) an. Vivian schnürte auch noch über 300 Meter ihre Spikes und lief hier mit der neuen Bestzeit von 40,04 Sekunden auf den Silberrang. Nele Kühn (LG Eintracht Frankfurt) beendete den Langsprint als Siebte (41,65 sec.). Die eher seltene Kombination 3000 Meter sowie 3000 Meter Gehen absolvierte Johanna Uherek. Die konditionsstarke Athletin im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach sicherte sich dabei gleich zwei DM-Plaketten. Platz zwei mit starken 10:17,15 Minuten über die 3000m sowie Rang drei (17:09,06 min.) beim Bahngehen. Johanna Ebert (TV Rendel) verpasste als Neunte über 800 Meter (2:22,63 min.) knapp eine der begehrten DM-Urkunden, was Amelie Wachsmuth (SSC Bad Sooden-Allendorf) über 80 Meter Hürden (7. in 11,77 sec.) jedoch gelang. Emma Hofmann (LG Wettenberg) ging im B-Finale über 300 Meter Hürden als Dritte (45,89sec.) von der Bahn. Jeweils Rang vier stand bei Nele Huth (LG Eintracht Frankfurt/41,27 m im Speerwerfen) und Emma Scholl (TSV Hessen-Frankenberg/36,95 m mit dem Diskus) auf der Urkunde. Lena Weinrauch (TG Hanau) ließ den ein Kilogramm schweren Diskus als Fünfte auf 36,30 Meter fliegen. Die gleiche Platzierung gab es noch für Merle Tetem (ESV Jahn Treysa) für 42,02 Meter im Hammerwerfen.